Sie möchten ein kostenfreies Beratungsgespräch?
Bitte füllen Sie unser Kontaktformular aus!

Bei Fragen rufen Sie uns gern an: Tel 040 611 7000

Artikel vom 16. Juni 2021

„Kein Startup kann sich heute leisten, nicht nachhaltig zu gründen“ – Interview mit Elina Artis

nachhaltig gründen

Kunden werden zunehmend kritischer und fordern Nachhaltigkeit ein, weiß Elina Artis, Expertin zum Thema Nachhaltigkeit. Foto: priscilla du preez via Unsplash

Das Thema Nachhaltigkeit gleich von Anfang an in seine Gründungsidee, sein Produkt oder seine Dienstleistung mit einzuflechten, ist absolut sinnvoll. Denn: Immer mehr Gründer_innen haben den Wunsch und den Willen, Nachhaltigkeit auch im beruflichen Kontext zu leben und umzusetzen. Aber: Wie fängt man an und baut überhaupt ein nachhaltiges Business auf? Welche Ansätze und Tools gibt es, um nachhaltig als Unternehmer_in zu agieren? Und welche Chancen und Vorteile bieten sich beim nachhaltig Gründen? Elina Artis ist Coach, Expertin und Dozentin, u.a. bei der Kreativgesellschaft Hamburg sowie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Macromedia Hochschule in Hamburg. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit, auch im Kontext der Modeindustrie. Sie hat eine eigene Business-Online-Plattform für nachhaltige Geschäftsmodelle in der Modebranche aufgebaut und berät Gründer_innen und Selbstständige. Im hei. Live-Chat wird sie darauf eingehen, worauf es bei der Gründung eines nachhaltigen Unternehmens ankommt. Wir haben sie vorab schon einmal für ein kurzes Interview befragt. Weiterlesen

Artikel vom 26. März 2021

Gründerstory: Edle Bohnen und eine große Portion Mindfulness

Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas

Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas ist Gründer von “Leo´s Mindful Beans”. Deutschlands erstem klimaneutral hergestellten und plastikfrei verpackten Kaffee. Foto: Nadja Hansen WHY

Kaffee und Achtsamkeit? Das gehört einfach zusammen, findet Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas. Mit “Leo´s Mindful Beans” möchte der studierte Geologe aus Salvador de Bahia nicht nur den besten Bio-Kaffee der Welt anbieten. Er will auch zu einem bewussteren Kaffeegenuss inspirieren. Und mit dem ersten klimaneutral hergestellten und plastikfrei verpackten Kaffee Deutschlands eine Marke aufbauen, die für soziale und ökologische Verantwortung steht.

Sein Anspruch ist hoch. Dennoch gelingt es Leonardo, Ehrgeiz und Tiefenentspannung irgendwie zusammenzubringen. Als der Sohn eines Brasilianers und einer Deutschen 2017 mit Frau und zwei Kindern nach Hamburg zog, war das eine harte Entscheidung. Doch mit Meditation lernte er, wieder Klarheit und einen Fokus für sein Leben zu gewinnen – die er jetzt auch für sein Unternehmertum nutzt. “`Leo’s Mindful Beans` bringt mein Wissen und meine Lebenserfahrung in einem Projekt zusammen“, sagt er.

Dabei schien zunächst nichts auf eine Karriere im Kaffeemarkt hinzudeuten. Nach dem Geologie-Studium in Bahia hatte er für NGOs im Umweltbereich gearbeitet. 2007 setzte er in Bonn noch seinen Master in Landwirtschaft- und Naturresourcenmanagement drauf und arbeitete in Brasilien im Bereich nachhaltige Entwicklung. „Da wurde viel geplant, aber wenig umgesetzt. Das war enttäuschend, weil ich mit meinem Wissen etwas Konkretes bewirken wollte“, so Leonardo. Seine Liebe zum Kaffee hatte er zu dieser Zeit gerade entdeckt – in Bonn. „Meinen ersten guten Kaffee trank ich tatsächlich in Deutschland. In Brasilien schmeckte er bitter und verbrannt, die besten Qualitäten werden ja exportiert.“

Kaffeeanbau

In seinem Heimatland Brasilien hat Leonardo 2009 selbst Bio-Kaffee angebaut. Bis die größte Dürre des Jahrhunderts kam und Leonardo dazu veranlasste nach Hamburg umzusiedeln. Foto: Privat / Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas

Erste Erfolge in Brasilien – mit Verkostungen

2009 überzeugte er seinen Vater, auf einem Stück Land in der Region Chapada Diamantina, das der Familie gehörte, Bio-Kaffee anzubauen. Bis nach drei Jahren die erste Ernte anstand, kaufte er die Bohnen bei anderen Farmern. Wurde Röster. Erhielt den Q-Grader, das internationale Zertifikat für Verkoster_innen und machte sich in der Branche einen Namen. Und er beriet die Bauern, wie sie die Qualität ihrer Ernten verbessern konnten. Als seine ersten eigenen Bohnen erntereif waren, galt Leonardo bei den Spitzenköchen und Feinschmeckern des Landes bereits als Geheimtipp. Doch die schlimmste Dürre des Jahrhunderts, gefolgt von einer Familienkrise, machte dem Jungunternehmer zu schaffen. Schweren Herzens siedelte er nach Hamburg über und nahm eine Stelle bei einem Kaffeehändler an.

Doch im März letzten Jahres kam wieder die Gründerlust durch. Die Geschäftsidee: Ein exklusiver, aber fairer Kaffeehandel. Bei dem die brasilianischen Landwirte, mit denen er dank guter Kontakte direkt verhandelt, dreimal mehr verdienen, weil unter anderem die Zwischenhändler wegfallen. Der frisch geröstete Kaffee wird in kleinen Mengen in einer 100% plastikfreien Papierverpackung verkauft und kommt dann – wie bei Oma – in die wiederverwendbare Dose. Und für jedes verkaufte Kilo Röstkaffee wird ein Baum gepflanzt. Klimaneutraler Less Waste-Kaffee vom Feinsten also.

Über die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative zum Crowdfunding

Aber wie etabliert man sich im deutschen Markt? Beim ersten Googeln stieß Leonardo auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Besorgte sich das hei.scheckheft und besuchte Seminare zu Buchführung, Steuer, PR und Videoproduktion mit dem Smartphone. Über die hei. kam auch der Kontakt zu Unternehmensberaterin Brit Tiedemann zustande. Sie riet zum Crowdfunding. „Das war für mich der Sprung in die Öffentlichkeit. Ich fing ja bei Null an und hatte keinerlei Startkapital. Ohne ihren Rat hätte ich das nicht geschafft“, sagt der Gründer. Für den Start der Kampagne und das notwendige Marketing erhielt er außerdem 5.000 Euro von der Hamburger Kreativgesellschaft. Und der Gründungszuschuss, den er seit August 2020 bekam, hielt ihm erstmal den Rücken frei.

Gründerstory

Der frisch geröstete Kaffee von „Leo`s Mindful Beans“ wird in kleinen Mengen in einer 100% plastikfreien Papierverpackung verkauft. Foto: Nadja Hansen WHY

Die gezielt umgesetzten Tipps zahlten sich aus. 15.000 Euro kamen durch das Crowdfunding zusammen. „Einen Teil investiere ich in Design und Kommunikation, in Aktionen zum Launch des Shops, bei dem mich eine Agentur unterstützt, und natürlich in den Rohkaffee. Aber das Geld ist schnell weg“, sagt Leonardo. Den Online-Shop stellt er deshalb mit „Shopify“ selbst auf die Beine. Vertrieb und Kommunikationskanäle müssen aufgebaut werden – aber mit Mindfulness. „Wichtig ist mir Klarheit, was ich anbiete. Wie die Verpackung aussehen soll. Wie wir die Bäume pflanzen. Mein Ziel ist es, erst die Marke aufzubauen. Und wenn die Nachfrage da ist, kann ich weiter wachsen und Mitarbeiter_innen einstellen.“

„Suche ein Ziel, das auch für andere sinnvoll ist“

„Unternehmertum hat mit dem inneren Mindset zu tun“, sagt der begeisterte Yogi, der genau weiß, wie sich mutlose Phasen anfühlen. Aber auch, wie man sich aus ihnen befreit. „Glaube an dich selbst. Suche ein Ziel, das auch für andere Menschen sinnvoll ist und verfolge deinen Traum“, rät er anderen Gründer_innen. „Ich kann die Welt nicht komplett ändern, aber mein Produkt kann etwas dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Ich kann dann sagen, ich habe etwas Vernünftiges in meinem Leben gemacht. Das motiviert mich.“

Artikel vom 26. April 2019

Gründerstory: Ein Krämerladen mit der besten Freundin

Monger

Eine weinselige Idee ist Realität geworden: Natalie Bugs (l.) und Daniela Di Lena in ihrem Krämerladen Monger Store & Deli. Foto: WHY

Ein bisschen klingt es wie das Happy End eines Kindertraums: Nach einer gemeinsam verbrachten Jugend am Bodensee gehen Natalie Bugs und Daniela Di Lena erstmal getrennte Wege, studieren, irgendwann zieht Natalie mit ihrem Freund nach Hamburg. Aber nur zwei Jahre später kommt Daniela hinterher, und die Freundinnen werden zu Gründerinnen: Im Monger Store & Deli gibt es kein Plastik, dafür ein großes Bio-Angebot. Ihr Vorbild: Der Dorfladen von Natalies Oma, wo man noch Marmelade aus dem Fass bekam. Weiterlesen

Artikel vom 06. Juni 2018

Green Economy: „Konsumenten müssen bereit sein, grüne Produkte zu kaufen und anzuwenden“

Vernetzen, Know-how vermitteln und Bekanntheit schaffen - das ist das Ziel von gruene-startups.de

Ziel von gruene-startups.de ist es, die grüne Gründerszene zu vernetzen und bekannter zu machen. Foto: Viktor Kern via Unsplash

Die sogenannte Green Economy wächst rasant. Schlagworte wie Ressourcenknappheit, Klimawandel und Billiglohn sind nicht nur medial in aller Munde, sondern längst in vielen Wirtschaftsbereichen ein großes Thema. Gerade junge Gründer und Unternehmer stellen sich immer häufiger der Hausforderung, Lösungsansätze zu finden, Konsum sozialer und ökologischer zu gestalten. Dabei unterscheiden sich „grüne“ Gründer nicht nur durch ihre nachhaltige Lebenseinstellung von konventionellen Unternehmern, sondern vor allem auch durch ihre Überzeugung, mit grünen Produkten und Dienstleistungen die Welt ein bisschen besser zu machen. Die Plattform Gruene-Startups.de setzt sich seit 2016 mit der Green Economy auseinander, vernetzt sie und gibt ihr eine Bühne. Ihr Ziel ist es, den Trend hin zu nachhaltigen Geschäftsideen weiter zu beflügeln und grünen Gründern das nötige Handwerkszeug zu liefern, um auf diesem noch jungen, aber stark wachsenden Markt Fuß zu fassen. Wir haben uns mit Romek Vogel, einem der Gründer der Plattform, unterhalten. Weiterlesen

Artikel vom 06. März 2018

„Wir wollen die Kaffeewirtschaft revolutionieren“ – Drei Fragen an Caté-Gründer Bastian Muschke

Foto: Caté goods

Auf dem Hamburger Gründertag am 24. März in der Handelskammer Hamburg tummelt sich einiges. Unter anderem junge Unternehmer, die die ersten Schritte in die Selbstständigkeit bereits hinter sich haben und jetzt mit ihrem Business durchstarten. So auch die Jungs von Caté goods, die in der Gründerlounge vertreten sein werden. 2015 brachten Bastian Muschke und Bastian Senger die Kaffee-Limonade Caté auf den Markt – ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk, das aus Schalen der Kaffee-Frucht – einem Nebenprodukt der Kaffee-Ernte – hergestellt wird. Inzwischen ist Caté zur Trend-Limo in und um Hamburg aufgestiegen, 2017 investierte sogar die Katjes-Tochter Katjesgreenfood in das junge Unternehmen. Auf dem Gründertag spricht Bastian Muschke zusammen mit Erik Renk von concept4future und Johanna Pieper von der Handelskammer Hamburg zum Thema „Morgens angestellt, abends selbstständig – Gründen im Nebenerwerb“ (14:30 Uhr, Plenarsaal). Wir haben Bastian vorab drei Fragen gestellt.

Weiterlesen

Artikel vom 31. August 2016

Gründerstory: Zeitlos schöne Objekte gegen den Wegwerfwahn

Endlich selbstständig! Hanjo Bergeest erfüllt sich mit eigenem Möbelbau seinen Traum

Leidenschaft für Design und Möbelbau:         Hanjo Bergeest ist Gründer von HABE Design Foto: Hanjo Bergeest

Funktional soll es sein, langlebig und umweltfreundlich: Wenn sich Hanjo Bergeest an den Entwurf eines neuen Möbelstücks macht, dann schaltet er nicht als erstes die Dickenhobelmaschine, sondern den Kopf ein. Der 36-jährige Gründer designt und baut Einzelstücke mit hohem Anspruch. Er arbeitet mit Massivholz aus der Region, bezieht Ökostrom, verzichtet auf lösemittelhaltige Lacke und vermeidet Verschnitte. Dass seine Tische, Modulsysteme und Spielzeuge dabei auch noch zeitlos chic aussehen, kommt gut an: habedesign.com hat sich inzwischen eine kleine, feine Fangemeinde aufgebaut.

Weiterlesen

Facebook Twitter Newsletter abonnieren