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Artikel vom 12. Januar 2021

Interview: die Zielgruppe mit der Persona-Methode durchleuchten

Zielgruppe durchleuchten

Vor dem Start einer Gründung sollte die Zielgruppe detailliert recherchiert und durchleuchtet werden. Foto: Patrick Tomasso via Unsplash

Das Produkt, die angebotene Dienstleistung kann noch so gut sein. Wenn man als Gründer_in die eigene Zielgruppe nicht detailliert kennt und gar nicht genau weiß, wen man eigentlich ansprechen möchte, bleibt die Gründung vermutlich erfolglos. Daher ist es essentiell, schon zum Start der Gründung, die eigene Zielgruppe ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Sie zu durchleuchten. Und als einen der wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Gründung zu erkennen.

Aber wie recherchiert man die eigene Zielgruppe mitsamt ihren Wünschen und Erwartungen? „Die Gastfreunde“ Katherina Horn und Franziska Olbricht nutzen dafür die Persona-Methode. Als Unternehmensberaterin und Konzeptentwicklerin sowie eigene Gründerinnen der Beratungsgesellschaft für Gastronomen „Gastfreunde“ bringen beide fundiertes Know-How mit, das für alle Gründer_innen spannend ist. Ab Januar 2021 sind die beiden im hei.scheckheft zu finden. Und unterstützen dabei mit ihrem Seminar durch Anwendung der Persona-Methode die passgenaue Zielgruppe zu ermitteln. Sowie die jeweiligen Kunden zu verstehen.

Mit eurer Agentur für Beratung und Entwicklung „Gastfreunde“ unterstützt ihr bei der Umsetzung von gastronomischen Vorhaben. Begleitet diese von der Gründung bis zum laufenden Betrieb. Was sind aus eurer Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für ein tragfähiges und kreatives Gründungskonzept?

Aus unserer Erfahrung bildet die Vision das Fundament für das Konzept. Daran schließen sich dann alle weiteren Schritte an, wie z.B auch die Ausarbeitung des Alleinstellungsmerkmals. Das bei dem großen Angebot heute immer wichtiger wird. Es ist entscheidend, genau zu wissen, wo die Stärken und vielleicht auch Schwachpunkte des Konzepts liegen. Was macht mich einzigartig? Wodurch hebe mich vom Wettbewerb ab? Was kann ich besonders gut? Wer ist überhaupt mein potenzieller Gast und was wünscht er sich? Der konsequente Blick aus Kundenperspektive ist Teil der intensiven Arbeit am Business Plan und Produkt. Und damit aus unserer Sicht erfolgskritisch. Das schönste Konzept bringt nur Geld ein, wenn es auch bei den Kunden ankommt. Sich dafür, und auch für mögliche Schwachstellen vorab zu sensibilisieren, macht es leichter, sich am Markt zu positionieren. Aber auch in Krisensituationen schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Zielgruppe durchleuchten

Die Persona-Methode ermöglicht die genaue Visualisierung von „Phantasie“-Personen. Je detaillierter man hierbei in der Beschreibung vorgeht, umso klarer wird die Wunsch-Zielgruppe. Foto: Aaron Burden via Unsplash

Ab 2021 steht bei eurem Seminar in unserem hei.scheckheft das Thema „Zielgruppe“ im Fokus. Warum ist es aus eurer Sicht so wichtig, diese jeweils ganz individuelle Zielgruppe bereits zum Start der Gründung zu kennen, bzw. kennenzulernen?

Dein Gast bzw. Kunde ist DER entscheidende Faktor im ganzen Unternehmen. Jeder Gründer sollte sich bereits zu Beginn der Gründungsphase sehr konkret mit ihm auseinandersetzen. Da er durch ihn auch wichtige Teile seines Geschäftsmodells und Leistungsangebots erarbeiten kann. Zum Beispiel lassen sich Preispolitik oder auch Werbemaßnahmen nur richtig aufsetzen, wenn sich der Gründer bereits zu diesem Zeitpunkt seiner Zielgruppe bewusst ist. Im Grunde baut das gesamte Konzept auf der Zielgruppe auf. Was gerade in der ersten Euphorie oft übersehen wird. Man ist überzeugt von seiner Idee. Was aber noch nicht heißt, dass es andere auch sind. Ein klarer Blick auf die eigene Wunsch-Zielgruppe wird am Ende entscheidend sein. Dafür, ob das Konzept tragfähig ist oder nicht.

Um die Zielgruppe zu identifizieren, nutzt ihr die Persona-Methode. Könnt ihr in wenigen Sätzen die wichtigsten Ansätze dieser Methode beschreiben?

Die Persona-Methode kommt ursprünglich aus dem Produktdesign bzw. der Software-Entwicklung. Sie ermöglicht eine realistische Abbildung von Bedürfnissen und Erwartungen des Nutzers bzw. Käufers. Heute wird sie auch häufig in Design Thinking Prozessen eingesetzt. In denen geht es ja darum, möglichst gut zu verstehen, was sich die Zielgruppe wünscht. Die Methode ermöglicht die genaue Visualisierung von „Phantasie“-Personen mitsamt ihren Eigenschaften wie z.B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf, Freizeitaktivitäten. Aber – und das ist der entscheidende Unterschied – vor allem auch persönlichen Vorlieben, Wünschen, Erwartungen und der Gefühlswelt. Ein wichtiges Kriterium im Bereich Gastronomie ist z.B., welche Vorstellung von Atmosphäre die beschriebene Kundengruppe hat. Jemand, der viel Wert darauf legt, dass er beim Gegenüber Eindruck schindet, hat einen anderen Bedarf als ein pragmatischer Business Luncher. So findet der Gründer schnell heraus, was eventuell noch in seinem Konzept fehlt. Bzw. worauf er sich noch mehr fokussieren sollte und wen genau er wie ansprechen möchte.

hei.scheckheft 2021

Helfen Gründer_innen dabei, die eigene Zielgruppe zu ermitteln: Die Gastfreunde Katherina Horn (links) und Franziska Olbricht. Foto: Privat

Ihr seid ja selbst Gründerinnen und kennt den Weg in die Selbstständigkeit. Welchen ganz persönlichen Rat würdet ihr anderen Gründer_innen mit auf den Weg geben?

Einen ganz pauschalen „guten Rat“ gibt es wahrscheinlich gar nicht. Aber wir finden, es sollten sich viel mehr Menschen in Deutschland trauen, ihren Weg und Traum zu verfolgen. „Mehr Mut!“ wäre ein passender Slogan. Mit gründlich ausgearbeitetem, nachhaltigem Konzept und einem klaren Fokus kommt man dem Ziel auch bei Wind von vorn ein gutes Stück näher. Und es gibt viele Methoden, die helfen, auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben. Zum Beispiel arbeiten wir selbst mit OKRs. Das hilft, nicht im alltäglichen Kleinklein unterzugehen. Sondern sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren.

Das Seminar „Zielgruppe – mit der Persona-Methode die Kunden verstehen“ findet sich im aktuellen
hei.scheckheft mit Seminarprogramm 2021. 
Der Antrag für eine Förderung durch das hei.scheckheft ist seit dem 1. Januar auf der Website der hei. abrufbar.
Artikel vom 21. Dezember 2020

Gründerstory: Von der Designagentur zum eigenen Produkt

Maskegg Tasja Jauns

Ein stylischer Mund-Nasen-Schutz im Silikon-Ei – Tasja Jauns hat das „Maskegg“ erfunden. Nachdem sie sich 2018 mit einer eigenen Designagentur selbstständig gemacht hat, ist sie mit dem Maskegg nun auch zusätzlich Herstellerin eines eigenen Produkts. Foto: Alexander Schönberg (Hamburg)

Design und Funktionalität: Für Gründerin Tasja Jauns gehört das eng zusammen. Mit ihrer Ideenschmiede „Brainbooking“ entwickelt sie nicht nur ganzheitliche Konzepte – mit ihrem Partnerunternehmen sorgt sie auch für deren Umsetzung. Schließlich ist der Alltag voll mit Herausforderungen, die nicht nur schön, sondern auch praktisch bewältigt werden wollen. Das jüngste Produkt der 38-jährigen: das „Maskegg“, das in seiner Silikonhülle einen stylischen Mund-Nasen-Schutz versteckt. Der Clou: In der Hülle lässt sich die Fashionmaske leicht in Mikrowelle oder Wasserkocher reinigen.

An Ideen hat es der Wahlhamburgerin nie gemangelt. Wenn ihr nachts eine kommt, landet eine Notiz am Kühlschrank. Dass ihr Produkt aber vom Kühlschrank bis zum Kunden viele, viele Schritte bewältigen muss, schreckt sie nicht ab. „Während des Design- und Projektmanagement-Studiums an der Fachhochschule Südwestfalen lernte ich, alle Gewerke zu verstehen und anzuleiten. Und im Team ein Design zu produzieren, das verkäuflich ist und sich im Alltag bewährt“, erklärt sie. Wie die Paletten-Betten, die sie in einer ihrer ersten Anstellungen entwickelte. Das Produkt war erfolgreich. Und Tasja wurde klar, dass sie etwas Eigenes auf die Beine stellen wollte.

In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Verdienst?

Doch im provinziellen Soest, glaubte Tasja, hätte das mangels Vernetzung nicht geklappt. Also zog sie mit Mann und drei Kindern nach Hamburg. Und nahm sich eine kurze Auszeit, um ihre Selbstständigkeit vorzubereiten. 2018 war dann der Startschuss für Brainbooking. Der Claim: „Book our brain for your solution.“ „Ich übernahm das Produktdesign für Firmen, die nicht weiterkamen. Passte Produkte auf die Zielgruppe an. War der frische Wind von außen und zugleich der erfahrene Berater, der genau wusste, wo es bei der Umsetzung haken könnte.“ Freelancer buchte sie nach Bedarf hinzu. Inneneinrichtungsprojekte kamen dazu, sie erhielt gute Referenzen und knüpfte Kontakte. Aber: Arbeitsaufwand und Lohn standen in keinem guten Verhältnis. „Da war der Punkt erreicht, wo ich dachte, entweder ich schmeiße hin oder lasse mich beraten.“

Unterstützung kam von der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. „Das Gespräch war wirklich total wertschätzend. Mit dem hei.scheckheft besuchte ich gleich ein Seminar für Preisgestaltung, mit einer tollen, sehr menschlichen Speakerin, die auch von sich berichtete und so alles greifbar machte“, berichtet Tasja. Das Seminar öffnete ihr die Augen: „Erkenne deinen Wert, das war ein wichtiges Learning für mich. Ich war viel zu günstig, weil ich alle Aufträge reinholen wollte. Jetzt habe ich die Preise angepasst. Bekomme vielleicht nicht mehr jeden Auftrag. Aber ich kann mir die Arbeit besser einteilen. Das ist mit drei Kindern sehr wichtig.“

Maskegg Tasja Jauns

Gemeinsam mit Jaime Vidal Martinez (rechts) und Jules Ayoub (links) hat Tasja Jauns die Hansa Brain GmbH für den Vertrieb und die Produktion des Maskeggs gegründet. In der Zukunft wollen die drei gemeinsam weitere Produkte kreieren. Foto: Alexander Schönberg (Hamburg)

Erfahrene Partner für Herstellung und Vertrieb

Und noch etwas änderte die Jung-Unternehmerin: Sie suchte sich feste Partner. Durch die Corona-Pandemie war bei den Firmen weniger Geld für die Produktentwicklung da. Aber Tasja hatte schon eine neue Idee: Ein stylischer Mund-Nasen-Schutz im Silikon-Ei, der sich mit einem Karabinerhaken an den Schlüsselbund hängen ließ, so dass er stets zur Hand ist. Eine Agentin in China, mit der sie schon seit Jahren in Kontakt stand, half Tasja bei der Auswahl der Fabriken für die Produktion. Sie übernahm auch die  Qualitätssicherung vor Ort.

Auch für Herstellung und Vertrieb brauchte Tasja Unterstützung. Ein Freund machte sie mit Jaime Vidal Martinez und Jules Ayoub von Hansa B2B-Consulting bekannt. „Die fanden das Produkt super. Und da sie 30 Jahre Erfahrung in Strategie und Vertrieb mitbringen, war die Entscheidung schnell klar.“ Gemeinsam gründeten sie die Hansa Brain GmbH, die seit Juni 2020 den Vertrieb des Maskeggs übernimmt – und meldeten ein Patent an, um es vor Nachahmern zu schützen. Denn die Ansprüche an die Produktentwicklung sind hoch: „Welche Textilrichtlinien gibt es? Was muss man für die TÜV-Abnahme beachten? Wenn sich jemand daran verletzt, bin ich haftbar, und dann noch die juristischen Hinweise auf der Verpackung. Das alles muss man sich zusammensuchen – es würden sicher mehr Produkte entstehen, wenn das einfacher wäre.“

Maskegg Tasja Jauns

Das Maskegg von Tasja Jauns ist in unterschiedlichen Farben erhältlich. Der Clou: In der Hülle lässt sich die Fashionmaske leicht in der Waschmaschine, in Mikrowelle oder Wasserkocher reinigen. Foto: Alexander Schönberg (Hamburg)

Im besten Fall ist man mit einem funktionierenden Netzwerk für alle Anforderungen gerüstet. „Unser Ziel ist es, mit der Hansa Brain GmbH weitere Produkte zu kreieren und diese von der Idee bis zur Markteinführung zu entwickeln“, umreißt Tasja die nächsten Schritte. „Durch unser erfahrenes, kleines Team sind wir für viele Dinge offen. Mit der Firma Brainbooking werde ich weiterhin kreative Konzepte im Bereich Interieur und Design anbieten. Mal schauen, was noch alles kommt.“ Da ist es nur von Vorteil, dass sie ihre Stärken inzwischen gut kennt. „Ich bin sehr überzeugend, wenn es darauf ankommt“, lacht sie. „Wer fest an sein Vorhaben glaubt, der schafft es auch – und wenn’s erstmal nichts wird: Krönchen richten und weitermachen.“

Artikel vom 14. Dezember 2020

Interview: „mit einer klaren Vision das eigene Personal Branding kreieren“

Interview Dr. Brunner

Authentisch und ehrlich eine bestimmte Vision für die eigene Gründung zu haben und zu leben, schafft Vertrauen bei Kund_innen und Konsument_innen. Foto: Brett Jordan via Unsplash

Als Gründer_in für seine eigene Idee und sein Produkt zu brennen und mit Leidenschaft davon zu erzählen, ist das Eine. Sich selbst aber mit seinen Fähigkeiten, seiner individuellen Persönlichkeit als „Marke“ zu verkaufen, eine ganz andere Herausforderung. Doch gerade im stark besetzten Markt der Coaches, Trainer_innen und Berater_innen kommt es darauf an, mit einer einzigartigen Personenmarke – dem eigenen „Personal Branding“ – aufzufallen. Und im Gedächtnis potenzieller Kund_innen zu bleiben. Neben Authentizität spielen dabei vor allem Faktoren wie Werte und Persönlichkeit eine große Rolle.

Dr. Christian Boris Brunner hat über 15 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Positionen in der Markenforschung, als Manager für Marketing und als Markenberater. Er beschäftigte sich mit den Themen Business Modelling, Persönlichkeitsentwicklung und Positiver Psychologie, bevor er vor einigen Jahren sein eigenes Unternehmen gründete. Im hei.scheckheft bietet er ab Januar 2021 u. a. ein Seminar zum Thema „Personal Branding“ an. Vorab gibt er schon einmal einen Einblick in das Thema.

Mit einer Idee rund um das Thema Coaching oder Beratung zu gründen, ist seit Jahren sehr beliebt. Für Außenstehende ist es deshalb häufig schwer, die Unterschiede in den Angeboten zu erkennen. Welche ersten Schritte sollte man also als Gründer_in selbst erstmal gehen, um sein „Personal Branding“ bzw. seine Einzigartigkeit mit Blick auf das eigene Angebot zu entdecken?

Oh ja, das stimmt absolut: Unterschiede deutlich herauszustellen und als einzigartig in der Fülle von nahezu austauschbaren Produkten oder Services wahrgenommen zu werden, ist eine wahre Herausforderung. Doch es kann gelingen. Viele Gründer_innen, mit denen ich über ihr Vorhaben spreche, denken sehr häufig direkt über ihr Produkt oder ihre Dienstleistung nach. „Ich möchte Coaching anbieten, um …“ höre ich da oft. Und dann möchten sie gleich mit Social Media Marketing anfangen. Weil aktuell fast alle davon sprechen, dass man sein eigenes Personal Branding damit aufbauen muss.

Ich empfehle in dieser Situation Gründer_innen gedanklich erstmal einen Schritt zurück zu gehen und stelle Ihnen folgende Frage: Warum gehst du zu Deiner Hausärztin? Kannst du beurteilen, ob ihre Leistung wirklich gut ist? Natürlich können wir das nicht. Aber wir gehen zu einer Ärztin, weil wir Vertrauen zu ihr haben. Und sicher sind, dass sie in unserem Sinne handelt. Und uns nichts verschreibt, weil sie vielleicht höhere Krankenkassen-Sätze damit abrechnen kann. Um das Produkt selbst geht es also nicht. Sondern um Vertrauen.

„Was ist deine Vision?“ Das ist das Zentrale, warum jede(r) Gründer_in überhaupt starten möchte. Und wenn Kunden wissen, dass du eine bestimmte Vision hast und auch lebst, dann baut das Vertrauen auf. Es wirkt ehrlich. Authentisch. Ich weiß, eine Vision ist oft zu Beginn einer Selbständigkeit nicht leicht zu benennen und ein längerer Prozess. Nichtsdestotrotz sehen wir, dass Gründer wie Walt Disney es geschafft haben, ihre Vision umzusetzen. Und viele andere Menschen und Mitarbeiter damit zu begeistern. So träumte Walt Disney von einem “place where the whole family could have fun and escape from the stresses of the real world”. Dabei ist die Vision niemals erreichbar. Sie gibt aber ganz klar eine Richtung vor. Gerade bei Coaches und Beratern ist die Persönlichkeit zentral. Wenn wir es schaffen, natürlich und authentisch nach außen zu sein, bauen wir Vertrauen auf. Unsere Mitmenschen spüren es, ob es Wirklichkeit ist oder aufgesetzt.

Deshalb empfehle ich in einem zweiten Schritt, die eigenen Werte herauszubilden. Das kann bspw. in Marken-Workshops geschehen. Zudem empfehle ich immer andere Menschen zu befragen, wie sie einen selbst wahrnehmen. Einerseits Freunde, die einen gut kennen. Andererseits flüchtige Bekannte. Frage sie konkret, welche Assoziationen sie mit mir als Person verbinden. Bei welchen Themen sie dich um Rat fragen würden. Und wo du wahrscheinlich die letzte Person wärst, die sie fragen. Hilfreich ist zudem in deiner Vergangenheit nach Mustern zu suchen. Die aufdecken, welche Themen sich bei dir im Leben wiederholen. Wofür du vielleicht gekämpft hast. Oder bei welchen Themen du dich für andere Personen besonders eingesetzt hast. Ich habe für meine Arbeit selbst diesen Prozess vollzogen und festgestellt, dass für mich die Werte „Leidenschaft“, „Freiheit“ und „Empathie“ immer sehr zentral sind.

Erst nachdem du die eigenen Werte für dein Personal Branding herausgestellt hast, solltest du dich mit deinem Angebot und der Kommunikation beschäftigen. Denn im Gegensatz zum Produktmarketing, bei dem ich ein Angebot nahezu genauso gestalten kann wie ich will, sind bspw. Berater oder Coaches eingeschränkter. Sie haben bestimmte Fähigkeiten und Skills sowie eine Persönlichkeit, die sie nicht groß ändern können. Deshalb sind die Fähigkeiten, Skills und persönlichen Werte die Basis und geben vor, wie ein Coach oder Berater_in auch später wahrgenommen wird. Ansonsten wirkt die aufgesetzte Kommunikation wie die Fassade eines schönen Hauses von außen. Das sobald man hineingeht jedoch noch im Rohbau ist oder ein komplett anderes Interior hat.

Die eigenen Werte stellen also die Leitplanken für das eigene Handeln und das zukünftige Angebot sowie das gesamte Marketing dar. Wenn ich bspw. Freiheit als Wert meiner eigenen Arbeit habe, dann sollten auch meine Bildsprache in den sozialen Netzwerken, meine Website und die gesamte Kommunikation dies ausstrahlen. Ebenso sollte mein Angebot flexibel sein. Und ohne Abhängigkeiten für meine Kunden. Damit ich den Wert auch wirklich in der täglichen Arbeit „lebe“.

Interview Personal Branding

Dr. Christian Brunner empfiehlt, sich authentisch in den Social Media Kanälen zu präsentieren. So wie man ist und mit den Themen, die einen persönlich beschäftigen. Dadurch zieht man automatisch ähnlich tickende Follower an, die sich verstanden fühlen. Foto: Dole 777 via Unsplash

Manchen Menschen fällt es schwer, ihre eigenen positiven Seiten und Fähigkeiten so richtig offensiv nach außen zu tragen. Oft sind die eigenen kritischen Stimmen im Kopf ja viel lauter. Was rätst du jenen, denen es eher schwer fällt, sich offensiv und gut nach außen zu „verkaufen“?

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Gerade Gründer_innen, die introvertiert sind, müssen sich hier oft überwinden. Hier ist aus meiner Sicht die Content-Planung sehr wichtig. Zu Beginn denken viele Gründer_innen daran, wie sie auf ihr Angebot hinweisen können. Doch das ist an der falschen Ecke angesetzt.

Wichtig ist, dass du dich in die Situation deiner User Persona bzw. eines(r) typischen Wunschkund_in hineinversetzt. Welches Problem hat er/sie? Wie fühlt er/sie sich? Welche Themen beschäftigen ihn/sie im Alltag? Darauf aufbauend kann man Themenfelder bilden, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Angebot zu tun haben. Aber genau darum geht es. Menschen wollen verstanden werden und „nichts verkauft bekommen“. Meine Empfehlung ist deshalb bspw. auf Instagram oder Facebook sich ganz normal zu zeigen. Wie man ist und was einen beschäftigt. Dadurch zieht man automatisch ähnlich tickende Follower an, die sich verstanden fühlen. Man beschäftigt sich also quasi mit Themenfeldern um das eigene Leben herum. Die kritische Stimme im Kopf hat somit keine Chance durchzudringen.

Zu Beginn kann man dadurch bspw. bei Instagram oder Facebook die eigene Sicherheit gewinnen und über diese Themen diskutieren. Mit der Zeit ist es dann sinnvoll nebenbei darauf hinzuweisen, was man anbietet. Aus meiner Sicht sind dabei diejenigen die besten Verkäufer, die nie offensiv übers Verkaufen sprechen. Sondern über die Inhalte, die sie und ihre Zielgruppe betreffen. Aber ich gebe natürlich zu: In die Kamera sprechen und eine Story zu machen ist meistens erstmal Überwindung. Doch die eigenen Themen faszinieren die meisten Menschen so sehr, dass sie mit der Zeit dann diese als „künstlich“ wahrgenommen Situationen schnell vergessen.

Stichwort Authentizität. Gibt es klassische Fehler bei der Entwicklung der eigenen Personenmarke, die man unbedingt vermeiden sollte?

Der größte Fehler ist aus meiner Sicht der Folgende: Jemanden nach außen darstellen zu wollen, der du nicht bist! Und so zu tun, als hättest du keine Schwächen. Studien im Marketing haben bspw. ergeben, dass eine Marke, die eigene Fehler gegenüber ihren Kunden eingesteht und sich dafür entschuldigt, als sympathisch wahrgenommen wird. Bei Produktfehlern war teilweise die Bindung zur Marke sogar nachher höher (als im Falle von keinen Produktfehlern), wenn die Marke klar den Fehler zugab. Und bemüht war, eine Lösung für den Kunden zu finden. Wir dürfen menschlich sein, unsere Fehler zeigen! Denn genau darin, dass wir uns verletzlich und nicht perfekt zeigen, steigt die Sympathie von anderen Menschen zu uns. Denn ähnliche Menschen ziehen sich an. Und kein Mensch von uns ist perfekt! Darüber hinaus baut es Vertrauen auf. Denn andere Menschen wissen, dass du ehrlich zu ihnen bist, wenn mal etwas nicht optimal läuft.

Personal Branding

Dr. Christian Boris Brunner hat über 15 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Positionen in der Markenforschung, als Manager für Marketing und als Markenberater. Als selbstständiger Coach unterstützt er u. a. dabei das eigene Personal Branding zu kreieren. Foto: Jan Wassmuth, 2020

Abgesehen von Coaches, Trainer_innen oder Berater_innen: Empfiehlst du auch Gründer_innen mit anderen Vorhaben und Ideen, ein „personal branding“ zu entwickeln? Wenn ja, warum?

Absolut. Steve Jobs ist eines der besten Beispiele. Oder Lea-Sophie Cramer, die Gründerin von AMORELIE. Gründer_innen prägen ganz klar die Markenwerte eines Startups. Egal ob es Coaches, Trainer_innen, Berater_innen oder Startups sind, die physische Produkte darstellen. Wir alle kennen wahrscheinlich die Situation eines Bewerbungsgespräches. Selbst wenn man die Marke, für die man arbeiten soll, toll findet, denkt man trotzdem darüber nach, welche(n) Chef_in man zukünftig haben wird. Denn diese(r) prägt sehr stark unsere tägliche Arbeit. Genauso wichtig ist es, sich als Gründer_in authentisch zu zeigen. Sprich konkret die Werte zu leben. Als Gründer_in eines Startups hat man jedoch einen Vorteil. Man hat die tolle Möglichkeit, selbst die Werte im Umgang mit Unternehmenspartnern, zukünftigen Mitarbeiter_innen und Kund_innen zu bestimmen. Und ganz nebenbei: Kund_innen nehmen die Angebote eines Startups auch individueller wahr, wenn die Persönlichkeit der Gründer_in oder des Gründer-Teams sichtbar ist.

Und hast du einen Tipp für Gründer_innen, den du mit auf den Weg geben möchtest – vielleicht auch aus eigener Erfahrung?

Am Anfang einer Gründung wollen viele Gründer_innen perfekt starten. Das wollten wir mit unserem eigenen Startup ebenso. Meine Empfehlung ist hier aber vom Lean-Startup Gedanken zu lernen. Nicht perfekt sein wollen. Sondern sich Schritt für Schritt zu entwickeln. Das bedeutet viele kleine Schritte zu machen. Und kontinuierlich diese Schritte schnell zu gehen. Diese Methode kennen wir aus dem Design Thinking. Man justiert ständig und ist agil.

Genauso ist meine Empfehlung von Beginn an, klar die eigenen Werte herauszubilden und eine Strategie zu entwickeln. Dann aber bspw. mit der Kommunikation in einem sozialen Netzwerk zu starten. Und aus dem Feedback zu lernen. Stets zu optimieren und die User besser zu verstehen. Anschließend kann man dann einen weiteren Kanal nutzen. Auch ich wollte am Anfang zuviel auf einmal und habe gemerkt, dass „weniger“ am Anfang mehr ist.

Info: Ab 2021 bietet Dr. Christian Boris Brunner zwei Seminarthemen im hei.scheckheft an: „Personal Branding: Wie Sie als Coach oder Expert_in selbst zur Marke werden“ und „Brand Launch & Marketing-Plan: Der perfekte Start für Ihre Marke“. Der Antrag für eine Förderung durch das hei.scheckheft ist ab dem 1. Januar auf der Website der hei. abrufbar.

Das erste Seminar zum Thema „PERSONAL BRANDING“ findet bereits am 21. Januar 2021 statt und kann hier gebucht werden.

Artikel vom 09. Dezember 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Klara Stenzel von SÜPERB

Warum gibt es schöne Mode immer nur für schmale Größen?

Diese Frage stellte sich auch Klara Stenzel. Und entschied sich nach ihrem Modedesign-Studium dafür, das Modelabel SÜPERB für große Größen zu gründen. In dieser Podcast-Folge von „Gründung in Sicht“ berichtet Klara uns im Interview von ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Schon während ihres Studiums begeisterte Klara sich für das Thema „Große Größen“. Doch anstatt sackartige Kleidung zu entwerfen, legte sie einen Schwerpunkt auf Formen und Schnitte. Mittlerweile hat Klara ein eigenes kleines Mode-Atelier in Hamburg-Barmbek und verkauft erfolgreich ihre Stücke über ihren eigenen Online-Shop. Was das Besondere an ihrer Existenzgründung ist, welchen Herausforderungen sie sich täglich stellt und was sie im Rückblick auf ihre eigenen Anfänge allen Gründer_innen mit auf den Weg geben möchte, verrät sie im Podcast.

Und wenn ihr direkt Lust bekommen habt, Klaras Mode zu shoppen, dann schaut doch in ihrem Online-Shop vorbei! Und wenn ihr noch mehr über SÜPERB lesen und nicht nur hören möchtet, dann findet ihr hier auch noch einen Gründerstory-Blogbeitrag mit Klara Stenzel.

Klara Stenzel von SÜPERB

Klara Stenzel hat das Modelabel für große Größen „SÜPERB“ gegründet. Und freut sich über das Interview für den hei.Podcast „Gründung in Sicht“. Foto: Privat

 Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Klara für dieses tolle Interview.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen im neuen Jahr!

Artikel vom 24. November 2020

Jahresrückblick hei.gründerstorys 2020

Gründerstorys 2020

Optimistisch nach vorne blicken: Die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative fühlt sich durch den ungebrochenen Hamburger Gründergeist motiviert fürs neue Jahr. Foto: Morgan Sessions via Unsplash

Was für ein Jahr! Seit März hält uns alle die Corona-Pandemie auf Trab. Aber dennoch: den Willen zur Gründung in der Stadt Hamburg hat das nicht geschwächt. Ganz im Gegenteil. Er bleibt weiterhin stark. Auch 2020 konnten wir euch in unseren zahlreichen Gründerstorys wieder die unterschiedlichsten Gründer-Persönlichkeiten und ihren jeweiligen individuellen Weg in die Selbstständigkeit vorstellen. Und so sehr sich die Gründer_innen von ihren Ausrichtungen auch unterscheiden, eint sie alle: Mut, Ausdauer und der positive Blick nach vorn. Die Dinge in die Hand zu nehmen. Aus einer Idee Realität werden zu lassen. Und dabei auch Hürden und Herausforderungen in Kauf zu nehmen. Auch wenn wir euch am liebsten alle Storys nochmal ans Herz legen wollen würden, kommt hier unser Jahresrückblick hei.gründerstorys 2020 für euch. Durch den wir optimistisch nach vorne schauen…

hei. gründerstorys 2020

Ein lebenswertes Zuhause für Senioren – das ist die Motivation von besser zuhause, der Gründung von Hans Nolte (r.) und seinem Geschäftspartner Leif Lewinski. Foto: besser zuhause

besser zuhause

Die besser zuhause GmbH ist bereits die vierte Gründung von Hans Nolte. Seit seinem Startup Pflegebox, das er 2011 ins Leben rief, steht für ihn der „Social Impact“ im Fokus seiner Gründungen. Mit besser zuhause will er das Leben für pflegebedürftige Menschen in den eigenen vier Wänden so angenehm wie möglich gestalten. Mit Blick auf die Wohnungsgestaltung, soziale Kontakte und die Anbindung an smarte Technologien. Wie sein Service funktioniert und wie es ihm gelungen ist, ein harmonisches Team für seine Gründung zusammen zu stellen, verrät Nolte in seiner Gründerstory.

 

Gründerstorys 2020

Sonia Schilling-Dauvergne gründete die Sprachschule Cocorico, damit Kinder von klein auf Französisch auf Native-Speaker-Niveau erlernen können. Foto: Cocorico

Cocorico

Aufgewachsen in Frankreich mit Wurzeln in Deutschland. Sonia Schilling-Dauvergne kennt das Gefühl in zwei Sprachheimaten zu Hause zu sein. Dies zu vermitteln und kleinen Menschen im besonders aufnahmefähigen Alter die französische Sprache auf Native-Speaker-Niveau beizubringen, das ist das Ziel ihrer vor drei Jahren gegründeten Sprachschule Cocorico. Das Besondere: Cocorico ist mobil unterwegs und findet in der gewohnten Umgebung der Kinder im Kindergarten oder in der Schule statt. Wie Sonia selbst zur Sprachlehrerin wurde und ihre Idee in die Tat umgesetzt hat, erzählt sie in ihrem Interview.

Gründerstorys 2020

Die Gründerin Lisett Kretzschmann von Between Waves fühlt sich auf dem Wasser am wohlsten und sticht für unterschiedliche Forschungsprojekte in See. Foto: Lisett Kretzschmann, Between Waves.

Between Waves

Lisett Kretzschmann hat keine Angst vor hohen Wellen. Und weder der Seegang noch die Herausforderungen einer Selbstständigkeit schreckten sie ab, ihre eigene Idee Between Waves umzusetzen. Ihr neuer Schreibtisch ist seitdem mit Blick aufs Meer. Mit wechselnden Crews sticht sie für unterschiedliche Forschungsprojekte in See und untersucht beispielsweise Ursachen und Folgen von Umweltverschmutzung. Wie Lisett zur Seefahrt kam und was sie am Meer fasziniert, erfahrt ihr in ihrer Gründerstory.

Gründerstorys 2020

Gründerin Abina Ntim von JONA findet, es sollte keine Modefrage sein, ob man seinen Afro zeigt. Dafür setzt sie sich mit ihren Produkten und Workshops ein. Foto: Laura von Troschke

JONA

„Mein Ziel ist, dass Afrohaare zur Norm werden und das Exotische verlieren.“ Dieses Ziel motiviert Abina Ntim jeden Tag auf Neue, Ihre Gründung JONA weiter voran zu bringen. Sie hat mit JONA einen Space erschaffen, in dem es um Beratung, Austausch und das gemeinsame Ausprobieren von Produkten für naturkrauses Haar geht. Und darum, gemeinsam eine Haltung einzunehmen. Mit ihren Produkten und ihren Workshops will Abina das Selbstbewusstsein von Menschen mit naturkrausen Haaren stärken. Und da sie noch keine eigene Website hat, nutzt sie Plattformen wie Etsy und Instagram für Verkauf und Networking. Ihr Interview findet ihr hier.

Gründerstorys 2020

Gründerin Michelle Euzet arbeitet mit Unternehmen an den Themen „Kulturwandel“ und „Vielfalt“. Foto: René Sievert

EUZET CONSULTING

Für Michelle Euzet sind Kulturwandel und die Förderung von Frauen kein Zeichen von Gutmenschentum. Sondern einfach kluge unternehmerische Haltungen. „Studien belegen, dass Frauen in Führungspositionen und Diversity die Unternehmen weiterbringen.“ Deshalb entschied sie sich, EUZET CONSULTING zu gründen. Und als Unternehmensberaterin, Keynote-Speakerin und Sparringspartnerin mit Schwerpunkt Diversity mit Unternehmen an einem grundlegenden Kulturwandel zu arbeiten. Ein sehr wichtiges Thema, das deshalb auch in unserem Jahresrückblick hei.gründerstorys 2020 nicht fehlen darf. Wie der Kulturwandel gelingen kann und welche Ansätze Michelle mit ihrer Selbstständigkeit verfolgt, lest ihr hier.

Gründerstorys 2020

Schauspieler und Gründer von Chriss Kross Pizza Christopher Ammann mit seiner zweiten Pizzabäckerin, die auch Musicaldarstellerin ist. Foto: Privat

Chriss Kross Pizza

Christopher Ammann stand als Schauspieler schon auf vielen Bühnen. Mit seinem zweiten Standbein und seiner Gründung von Chriss Kross Pizza nutzt er nun einen Pizzawagen für ein ganz besonderes Schauspiel. Bei Chriss Kross Pizza geht es nämlich nicht nur um die Pizza, sondern um die Dramaturgie, das Pizzaerlebnis. Zudem stehen außergewöhnliche Eigenkreationen auf dem Programm der „Pizzawagen-Bühne“. Als krönender, Appetit-machender Abschluss für unseren Jahresrückblick findet ihr hier das Interview mit Christoph.

Artikel vom 18. November 2020

Start in den Onlinehandel – „Ausprobieren und Ergebnisse überprüfen“

Onlinehandel funktioniert über den eigenen Shop - oder über Marktplätze wie Amazon und Ebay

Im Vergleich zum eigenen Online-Shop bieten Marktplätze wie Amazon oder Ebay eine viel größere Reichweite. Foto: visuals via Unsplash

Das Thema Onlinehandel ist in den aktuellen Zeiten relevanter denn je. Wer erfolgreich seine Produkte verkaufen möchte, sollte aber nicht nur einen eigenen Online-Shop planen, sondern auch an den Verkauf über gängige Marktplätze wie Amazon und Ebay denken. Und auch Social Commerce – also der Verkauf über Social Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram – nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Torsten Sollitzer und Florian Knust von Fit für Erfolg sind E-Commerce- und Strategieberater und bieten ab Januar 2021 im hei.scheckheft ein Seminar zum Thema „Erfolgreich online verkaufen“ an. Denn sie wissen: Gerade der Schritt auf den Marktplatz Amazon erzeugt bei manchen Gründer_innen viele Fragezeichen im Kopf. Wir haben vor Start in das neue Scheckheft-Jahr schon einmal nachgefragt, worauf es beim Onlinehandel als Existenzgründer_in ankommt. Weiterlesen

Artikel vom 09. November 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Andreas Kirsch von „Die Eselei“

Wie ist es statt in Rente in den „aktiven Ruhestand“ zu gehen und neu zu gründen?

In dieser Folge des neuen Podcast Formats „Gründung in Sicht“ der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative berichtet Andreas Kirsch, Gründer von „Die Eselei“ über seine Selbstständigkeit. Nach vielen Jahren der Festanstellung entschied er sich 2016 für den „aktiven Ruhestand“ und den Schritt in die Existenzgründung. Der ehemalige Schiffbauingenieur bietet heute geführte Wanderungen mit Eseln in Hamburg-Bergedorf an. Er erzählt uns im Interview, wie er auf die Idee mit den Eselwanderungen kam, welche Überlegungen bei der Entscheidung für die Gründung eine Rolle spielten und wie sich das Leben mit den grauhaarigen Langohren heute für ihn anfühlt. Außerdem gibt er Tipps zum Thema Gründung und Einblicke in außergewöhnliche Erlebnisse mit Eseln.

Mehr Informationen zur Gründung findet ihr hier: https://www.dieeselei.de/
Und wenn ihr noch mehr über „Die Eselei“ lesen und nicht nur hören möchtet, dann findet ihr hier auch noch einen Gründerstory-Blogbeitrag mit Andreas Kirsch.

Podcast Gründung in Sicht

Andreas Kirsch von „die Eselei“ zu Besuch bei der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative für sein Podcast-Interview. Foto: privat

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Interviews und über jeden neuen Audio-Follower 😉

Artikel vom 26. Oktober 2020

Gründerstory: Ein Pizzawagen als zweite Bühne

Gründung Pizzawagen

Bei „Chriss Kross Pizza“ geht es nicht nur um die Pizza, sondern um die Dramaturgie, das Pizzaerlebnis. Zudem stehen außergewöhnliche Eigenkreationen auf dem Programm der „Pizzawagen-Bühne“. Christopher Ammann selbst ist Schauspieler, seine zweite Pizzabäckerin auch Musicaldarstellerin. Foto: Privat

Christopher Ammanns Pizzakreationen tragen Namen wie „Ätna, die Sonnige“ oder „Großglockner, die Alpine“. Seine Gründung „Chriss Kross Pizza“ hat er nach dem (fast) gleichnamigen Rap-Duo benannt. Und damit ist schon eine Menge gesagt über den geborenen Kärntner, Bergliebhaber und bekennenden 90er Jahre-Fan. Dabei ist sein Pizzawagen mehr als eine Snackbar: Er ist seine Bühne. Denn eigentlich ist der 37-jährige Schauspieler, stand unlängst für den „Tatort“ und die „SOKO Kitzbühel“ vor der Kamera, und seine Gründung sollte „nur“ sein zweites Standbein sein. Doch dann kam Corona.

Christopher, dein Timing ist erstaunlich: Kaum hattest du die ersten Schritte in die Wege geleitet, kam der Shutdown. Und aus dem zweiten Standbein wurde eine Vollzeitbeschäftigung.

Stimmt! Im März hatte ich noch eine Theaterproduktion in Österreich, dann wurde alles abgesagt. Am 10. Juli gründete ich offiziell als Cateringunternehmer. Die Zeit davor nutzte ich, um alles startklar zu machen: Pferdewagen fertig umbauen, Logo und Website erstellen, Hängerführerschein machen. Im Moment arbeite ich in Vollzeit, es hätte nicht besser anlaufen können. Aber die Geschäftsidee hatte mit Corona nichts zu tun. Als freischaffender Künstler habe ich schon lange überlegt, wie ich ein zweites Standbein aufbauen und die spielfreie Zeit nutzen kann.

Wie bist du auf die Gastronomie gekommen?

Mein Vorbild ist der Wiener Schauspieler und Gastronom Hanno Pöschl. Der hat sich eine Kneipe gekauft und beides wunderbar miteinander verbunden. Meine Großeltern hatten auf dem Land ein Gasthaus, da habe ich oft gekellnert, mir war die Gastro also nie fremd. Zur Pizza kam ich über einen 25 kg schweren Steinofen, den ich mir vor 4 Jahren mehr aus Spaß gekauft habe. Im Internet habe ich einen Caterer in Portugal gefunden, der Pizza aus dem Pferdeanhänger verkauft. Genau so wollte ich das auch machen.

Gründung Pizzawagen

Schauspieler Christopher Ammann hat mit seinem Pizzawagen ein zweites Standbein gegründet – und sich eine zweite Bühne geschaffen. Foto: Privat

Wie hebst du dich als Seiteneinsteiger, der mit 19 seine erste Pizza probiert hat, von der – gerade im Pizzasegment – stattlichen Konkurrenz ab?

Bei mir geht es nicht nur um die Pizza, sondern um die Dramaturgie, das Pizzaerlebnis. Ich backe auf neopolitanische Art, da fliegt der Teig auch mal, meine Mitarbeiterin ist Musicaldarstellerin. Statt des Vorhangs geht jetzt eben die Klappe auf. Und es gibt außergewöhnliche Eigenkreationen. Im Wagen ist wenig Platz, da muss ich vereinfachen. Meine Sommerpizza hatte z.B. nur vier Zutaten: gebratenen Salbei, Caciocavallokäse, frisch gemahlenen Pfeffer und Zitronenabrieb. In Kombination mit den aufwendigeren Pizzen war das ein perfektes Programm. Am Ende ist es wie im Theater: Viele Dinge passen plötzlich extrem gut zusammen.

Wie hast du dich für die geschäftlichen Dinge fit gemacht?

Der Motivationsschub schlechthin war der Hamburger Gründertag. Du triffst dort Förderer, Experten und natürlich auch andere Gründer_innen, die dir erzählen, wie sie es geschafft haben. Jennie von Rho Kombucha z.B. oder Phillip von FirstLoveCoffee, die waren total offen, ich habe denen Löcher in den Bauch gefragt. Im Vorfeld hatte ich auch einen 30-minütigen Time Slot gebucht, um meine Idee den Gründungsberaterinnen von der hei. zu präsentieren. Das Feedback war positiv! Ich wurde nicht als kleiner Fisch betrachtet, sondern absolut ernst genommen. Für spezifische Fragen haben sie mich an Expert_innen verwiesen, die sich z.B. mit Hygienevorschriften auskannten, dazu gab es sogar einen Workshop der Handelskammer Hamburg. Auch das hei.scheckheft war toll, ich habe gleich ein Seminar zu Steuern gemacht. Davon hatte ich keine Ahnung.

Gründung Pizzawagen

Auf beiden Bühnen stehen: Christopher Ammann will zwar weiterhin auch Schauspieler bleiben, aber seine Gründung „Chriss Kross Pizza“ um einen zusätzlichen Pizzawagen vergrößern. Foto: Privat

Hast du einen Gründerzuschuss in Anspruch genommen?

Nein. Deshalb war es großartig, dass ich im Budget geblieben bin und die Annahmen aus dem Business-Plan 1:1 gepasst haben. Das habe ich der unglaublichen Hilfe meiner Freunde und Bekannten zu verdanken. Für den Pferdeanhänger habe ich 500 Euro bezahlt – ein Foodtruck hätte mich 25.000 Euro gekostet.

Wie geht es weiter?

Dieses Jahr sammle ich Erfahrungen und optimiere Arbeitsabläufe, teste Standorte und übe mich in der Kunst des neapolitanischen Pizzabackens. Die möchte ich auch an meine Mitarbeiter_innen weitergeben. Gerade habe ich die ersten beiden auf 450-Euro-Basis angemeldet. Mein Ziel ist es, zu wachsen und einen zweiten Wagen auszubauen. Dann könnte ich einen für Märkte und vor Cafés einsetzen und den anderen flexibel für Caterings verplanen. Und zum echten 90er-Pferdeanhänger gehört natürlich auch eine Konsole, auf der man Super Mario spielen kann…

Was rätst du anderen Gründer_innen?

Innehalten und schauen, was man geschafft hat. Das vergisst man immer, weil noch so viel zu tun ist. Man braucht Freunde oder Familie, die einen unterstützen, weil der Arbeitsumfang immer größer ist, als gedacht. Abends bin ich oft erst um 22 Uhr zu Hause und muss dann noch den Wagen fit machen für den nächsten Einsatz. Aber wenn du das für dein eigenes Geschäft machst, fühlt sich das trotzdem gut an. Eins ist aber klar: Im nächsten Jahr möchte ich wieder auf beiden Bühnen stehen!

 

 

 

Artikel vom 19. Oktober 2020

Gründen in der Kreativwirtschaft: Interview mit Andreas Rautenberg von der Hamburg Kreativ Gesellschaft

Kreativ gründen

Seit der Gründung im Jahr 2010 versteht sich die Hamburg Kreativ Gesellschaft mit ihren vielfältigen Angeboten als zentrale Anlaufstelle für alle Akteur_innen der Hamburger Kreativwirtschaft. Foto: James Pond via Unsplash

Wie bist du zur Hamburg Kreativ Gesellschaft gekommen?

Durch meine vorherigen Tätigkeiten in der Musikwirtschaft hatte ich seit der Gründung Kontakt zur Kreativ Gesellschaft. Von Beginn an habe ich als Berater die Hamburger Labelförderung der Behörde für Kultur und Medien betreut. Dann wurde diese zur organisatorischen Abwicklung an die Hamburg Kreativ Gesellschaft übertragen und es intensivierte sich unser Kontakt. Es bot sich dann schließlich die Möglichkeit, für die Kreativ Gesellschaft im Bereich Beratung und Qualifizierung zu arbeiten. Und diese habe ich dann gern wahrgenommen.

Was verbindet dich mit der Kreativgesellschaft und was mit dem Thema „Existenzgründung“?

Das Ziel der Kreativ Gesellschaft, die Bereiche der Kreativen und der Wirtschaft enger zu verzahnen. Ein Bewusstsein bei den Kreativen für die Ökonomie und gleichzeitig ein Bewusstsein bei der Ökonomie für die Kreativen zu schaffen, ist aus meiner Sicht eine interessante Aufgabe. Bei der ich gern mitwirke. Nach der Universität und auch in späteren Phasen in meinem Berufsleben stand ich auch vor der Entscheidung, ob ich eine Selbständigkeit verfolge oder mir doch lieber einen Job suche. Ich habe in beiden Feldern Erfahrungen gesammelt. Und kann die Situationen, in denen sich Gründer_innen befinden, gut nachvollziehen.

Wie sieht dein genauer Tätigkeitsbereich aus?

Hauptsächlich biete ich Beratungen an, sowohl telefonisch als auch persönlich. Zur ersten Orientierung können sich Interessierte zur Fragestunde anmelden. Bei dieser können wir in einer Gruppe erste Fragen zur Selbständigkeit und Gründung klären. Ergänzend bin ich für ein Coachingprogramm zuständig. Hierbei können Kreative zu günstigen Konditionen alle Fragen rund um ihr Geschäftsmodell und ihr unternehmerisches Handeln mit einem Business-Coach klären.

Was sind eure besonderen Programme für Gründer?

Neben der Fragestunde und den Einzelgesprächen bieten wir vor allem das Programm „Butter bei die Fische“ an. Dieses wird von meiner Kollegin Isabel Jansen betreut. Hier vermitteln Expert_innen in kurzen Vorträgen und Gesprächen Grundlagenwissen an Gründer_innen und Interessierte.

Wie habt ihr auf die Corona-Krise reagiert? Und was hat sich dadurch in eurem Angebot geändert?

Uns haben die Pandemiemaßnahmen genauso unvorbereitet getroffen, wie wahrscheinlich die gesamte Gesellschaft. Zunächst haben wir alle verfügbaren Informationen zusammen getragen. Um Kreative möglichst umfassend beraten zu können. Dafür wurde zusätzlich eine Hotline eingerichtet. Wir mussten uns sehr schnell an die digitalen Werkzeuge gewöhnen, damit wir unsere Angebote auf dem virtuellen Weg aufrecht erhalten konnten. Aber es wurden auch neue Formate etabliert. Podcasts, neue Förderprogramme wie die Crowdfunding-Kampagnenförderung oder auch das Emergency Lab, bei dem wir Kreative und traditionelle Unternehmen zusammengebracht haben, um an neuen Lösungen zur Krisenbewältigung zu arbeiten.

Welche Berufsgruppen aus der Kreativwirtschaft trifft die Krise aus eurer Sicht besonders hart? Und was könnt ihr für diese gerade tun?

Ich habe den Eindruck, dass es neben den Kreativen, deren Aktivitäten in öffentlichen Räumen stattfinden – wie zum Beispiel Musiker_innen und Schauspieler_innen – vor allem diejenigen trifft, die als Selbständige durch ihre Arbeit Impulse bei vielen Projekten größerer Firmen gesetzt haben. Wie zum Beispiel Designer_innen, die zur Zeit kaum Aufträge bekommen.

Ihnen bieten wir unser Wissen und unser Netzwerk an, um ihnen mögliche Alternativen und weitere Optionen aufzuzeigen. Viele unserer Angebote zielen darauf, neue Qualifikationen zu erwerben. Und im besten Fall neue Ideen in eine Gründung münden zu lassen. Zuletzt haben wir in Zusammenarbeit mit dem Designxport den „Silberstreifen-Award“ vergeben. Damit waren Designer_innen eingeladen, Konzepte, Methoden und Produkte zu entwickeln, die Lösungsansätze für Herausforderungen wie Pandemien, Klimawandel oder gesellschaftspolitische Missstände bieten.

Was ist dein Ratschlag, den du Gründern aus der Kreativwirtschaft am häufigsten mitgibst und hast du einen besonderen Ratschlag auf die aktuelle Krise?

Kreativ gründen

Seit 2015 betreut Andreas Rautenberg die Labelförderung für die Hamburg Kreativ Gesellschaft. Außerdem ist er für den Coach- und Expertenpool sowie Beratungen bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft zuständig. Foto: Hamburg Kreativ Gesellschaft

Ein genereller Ratschlag würde womöglich die besondere Situation jedes einzelnen nicht genügend berücksichtigen. Ich möchte vor allem aber dazu ermutigen, sich von den formalen Anforderungen einer Selbständigkeit nicht abhalten zu lassen, seine Geschäftsidee zu verwirklichen. Neben den individuellen Hilfestellungen, die ich in meinen Gesprächen gebe, möchte ich eigentlich alle auffordern, neue Perspektiven einzunehmen. Neues Wissen zu erarbeiten und neue Netzwerke aufzubauen, um zu erkennen, wo ihre Kreativität in diesem Umbruch am besten einzusetzen ist.

Herzlichen Dank für das Gespräch, lieber Andreas!

Artikel vom 13. Oktober 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Nadine Herbrich von recyclehero

Wie gründet man eigentlich ein Unternehmen mit Social Impact?

Im neuen Podcast Format der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative „Gründung in Sicht“ spricht Nadine Herbrich mit uns über ihr eigenes Unternehmen recyclehero – Deutschlands erstem Abholservice für recyclebare Wertstoffe. Eine Gründung mit vielschichtigem Social Impact. Denn die Abholtouren werden mit Ebikes gefahren und die Mitarbeiter von recyclehero sind sozial Benachteiligte – Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge und Obdachlose.

Nadine hat zusammen mit ihrem Partner Alessandro gegründet. Wie ist es plötzlich, nicht nur Liebespaar, sondern auch Geschäftspartner zu sein? Wie fühlt es sich an, seinen sicheren Job in der Immobilienbranche gegen eine sozial orientierte Selbstständigkeit einzutauschen? Warum ist Hamburg genau der richtige Gründungsstandort für recyclehero?

Auf all diese Fragen gibt Nadine im Interview Einblicke in ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Podcast Gründung in Sicht

Nadine Herbrich, Gründerin von recyclehero auf dem Weg zum Podcast-Interview mit einem ihrer Ebikes. Foto: Privat

Mehr Infos zum Unternehmen findet ihr hier: www.recyclehero.de
Und wenn ihr Lust habt, noch mehr über recyclehero zu erfahren, dann findet ihr hier auch noch einen Blogbeitrag über die Held_innen.

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

Stay tuned – wir freuen uns schon auf das nächste Interview, das wir für unseren Podcast führen dürfen!

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