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Artikel vom 27. Juli 2021

Gründerstory: Personal Training für die Generation 50+

Personal Training

Alles andere als ruhig im Ruhestand: Sportwissenschaftler Michael Matthies hat sich mit 67 selbstständig gemacht und bietet Personal Training für die Generation 50+ an. Foto: WHY Nadja Hansen

Seit Februar 2020 ist Michael Matthies im Ruhestand – allerdings müsste man „Ruhe“ bei ihm eher durch „Bewegung“ ersetzen. Nach 25 Jahren als angestellter Sportwissenschaftler beim Verein Sportspaß und 35 Jahren nebenberuflicher Selbstständigkeit als Trainer und Referent lag es für den 67-Jährigen nahe, seinen großen Erfahrungsschatz in die Waagschale zu werfen und einfach weiterzumachen. Mit personaltraining-50plus.de wendet sich der Gründer an eine Zielgruppe, deren Bedürfnisse er bestens kennt.

Im Grunde sei seine Zielgruppe mit ihm alt geworden, lacht Michael Matthies. Er nennt sie die „Ikea-Generation“, die mit den Stones aufgewachsen, offen für Neues ist und auch in fortgeschrittenem Alter hohe Erwartungen an das Leben hat. Das Wort „Senior“ sucht man deshalb auf seiner Website vergebens. „Ich gründe gerade ein Unternehmen, mache 5 Mal die Woche Sport und habe eine Lebensleistung erbracht, ich bin kein Senior“, stellt er klar.

Doch „einfach machen“ kam für den Sportwissenschaftler nicht in Frage. Seiner Gründung liegt ein gut durchdachtes Konzept zugrunde. Vier Schwerpunkte – Kraft und Muskulatur, Ausdauer (zur Verhinderung von Herz-Kreislauferkrankungen), Koordination (für die Gedächtnisleistung und zur Vorbeugung von Stürzen) und Entspannung – gehen mit unterschiedlicher Gewichtung in verschiedene Trainingseinheiten ein. Die unter Stichworten wie „Rückentraining“, „Koordination und Beweglichkeit“ oder auch „Bewegungstraining 70plus“ firmieren.

Personal Training

Beim Personal Training mit Michael Matthies wird nicht nur Bewegung und Kraft aufgebaut – sondern auch das Selbstbewusstsein. Keine(r) muss sich verstecken, Trainingsplan und Ziele werden individuell ausgearbeitet. Foto: WHY Nadja Hansen

Selbstbewusstsein aufbauen – und ohne Druck in Bewegung kommen

Eine ausführliche Anamnese steht in der Regel am Anfang des kostenlosen Erstgesprächs. Dann definiert Michael mit seinen Kund_innen das Ziel und einen Plan, wie man es erreicht. Trainiert wird 1:1 oder in Kleingruppen mit bis zu vier Personen. „Gerade bei älteren Menschen gibt es eine Hemmschwelle, ins Fitnessstudio zu gehen“, weiß der Trainer. „Bei der Arbeit mit mir muss man sich nicht verstecken und kann erstmal Selbstbewusstsein aufbauen. Das ist in jedem Fall ein guter Einstieg, um wieder in Bewegung zu kommen.“ Denn der erste Schritt, weiß Michael, ist immer der schwerste. Wo der Sport ausgeübt wird, ob zu Hause, im Park oder im Studio, kann sich der/ die Kund_in aussuchen.

Das individuelle Coaching hat seinen Preis: Eine 60-minütige Einzelstunde kostet 90 Euro, 45 Minuten 70 Euro, bei einer Stunde zu viert ist jeder mit 30 Euro dabei. Zum Einstieg gibt es Trainingspakete mit 12 Einheiten. „Das ist Geld“, sagt Michael, „aber dafür bekommen meine Kund_innen eine hohe Qualität. Und sie investieren ja in ihre Gesundheit.“ Und dabei gilt es durchaus verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Für das Trainingspaket „G“ wie Gewicht arbeitet der gut vernetzte Sportexperte mit einer Ernährungswissenschaftlerin zusammen. Beim Trainingspaket „Rücken“ werden auch Arbeitsplätze und Matratze begutachtet.

Dort werben, wo die Zielgruppe ist

Die Pandemie hat Michaels Start in die Selbstständigkeit verzögert, doch er nutzte die Zeit, um sich gut vorzubereiten. Seinen Businessplan erstellte er über die Plattform fuergruender.de. „Die vorformulierten Fragen helfen sehr, die eigene Idee zu konkretisieren und Themen wie Finanzen, Werbung usw. komplett zu durchdenken.“ Ein Bekannter hatte ihn auch auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative aufmerksam gemacht. Beim Beratungsgespräch erhielt er das hei.scheckheft. Obwohl er als Selbstständiger schon erfahren sei, seien für ihn Seminare zu den Fragen „Wo vernetze ich mich?“ oder „Wie komme ich an den Kunden heran“ enorm wichtig, sagt der Gründer.

Aktuell macht er Werbung über seine Internetpräsenz personaltraining-50plus.de. Beim Aufbau der Seite unterstützte ihn sein Sohn, der Werbekaufmann ist und sein Fachwissen einbringen konnte. „Wichtig war im Google Ranking aufzutauchen, aber auch Anzeigen auf nachbarschaftshilfe.de und in Wochenblättern sind geplant. “Mit Flyern wirbt er dort, wo er seine Zielgruppe trifft: bei Ärzt_innen, in Senioreneinrichtungen, ebenso in Supermärkten. Auch kostenfreie Vorträge in Senioreneinrichtungen zu Themen wie „Gesund älter werden“ helfen beim Netzwerken. Besonders viele Kontakte seien bei einem über ein Jahr angelegten Firmenseminar zum Thema „Was mache ich, wenn ich in Rente gehe“ geknüpft worden, freut sich Michael.

Personal Training

Über die eigene Internetpräsenz personaltraining-50plus.de bewirbt Michael Matthies sein Personal Training. Ein gutes Google Ranking war ihm beim Aufbau der Seite besonders wichtig. Foto: WHY Nadja Hansen

„Zeigt, was Ihr geleistet habt und leisten könnt“

Sein Ziel ist es, von Harvestehude aus auch andere Stadtteile zu erschließen. Langfristig möchte er gar ein Netzwerk für ältere Menschen aufbauen. „Eine Art Facebook für Ältere, die einen Trainingspartner_in suchen oder etwas zusammen erleben möchten“. Als Franchise, glaubt er, könne man ein solches Netzwerk auch an andere Trainer_innen in anderen Städten weitergeben.

Sein wichtigster Rat für Gründer_innen: Sich einfach mal fragen, was man gut kann und das nutzbar machen. „Gerade von der Lebensleistung älterer Menschen können andere profitieren. Da möchte ich Mut machen. Traut euch, zeigt, was ihr geleistet habt und leisten könnt.“ Und, nicht weniger wichtig: „Sport und Bewegung verbinden einfach. Es geht auch darum, neue Kontakte zu knüpfen, niemand in meiner Generation muss alleine sein.“ Michael Matthies ist dafür wohl das beste Beispiel.

Artikel vom 14. Juli 2021

hei.gründerinnen: Interview mit Nicole Bachmann & Silke Eschrich-Steidle von der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative

Frauennetzwerk

FRAUENPOWER: die hei.Hamburger ExistenzgründungsInitivative hat ein eigenes Netzwerk – die hei.gründerinnen – für Frauen ins Leben gerufen. Als Plattform, damit Frauen die Möglichkeit haben, sich gezielt zu den Themen auszutauschen, die sie besonders bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit bewegen. Foto: Cowomen via Unsplash

Die hei.Hamburger ExistenzgründungsInitiative bietet im eigenen Veranstaltungsangebot ein neues Netzwerk an – die hei.gründerinnen. Ein – derzeit noch digitaler – Ort, an dem Gründerinnen die Möglichkeit haben, sich schon während ihrer Vorbereitung oder in der Anfangsphase ihrer Gründung gezielt miteinander zu vernetzen. Nicole Bachmann und Silke Eschrich-Steidle sind Beraterinnen bei der hei. Auf die Nachfrage und den Wunsch vieler Gründerinnen aus ihren Beratungsgesprächen nach einem Netzwerk, das sich ausschließlich an Frauen richtet, haben die zwei direkt reagiert. Und die hei.gründerinnen ins Leben gerufen. Als Plattform, damit Frauen die Möglichkeit haben, sich gezielt zu den Themen auszutauschen, die sie besonders bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit bewegen.

Wir haben Nicole und Silke zu einem kurzen Interview getroffen.

Wenn man sagt „Frauen gründen anders“ – was heißt das konkret? Inwiefern unterscheiden sich Gründerinnen und Gründer aus eurer Sicht in ihrer Art, sich selbstständig zu machen?

Silke: Obwohl die generellen Fragestellungen zum Thema Gründen letztlich für die meisten Gründer_innen die gleichen sind, stellen wir bei den Gründerinnen eine andere Art der Herangehensweise fest. Sie sind oft vorsichtiger in ihren ersten unternehmerischen Entscheidungen wie bspw. der Preisfindung oder auch der Auslagerung von Aufgaben. Wollen alles möglichst zu 100% „richtig“ vorbereiten und umsetzen. Und  treten in der Kundenakquise oder Verhandlungen deutlich zurückhaltender auf als männliche Gründer. Zudem lassen sie sich vermehrt von außen verunsichern. Sei es von vermeintlichen Rückschlägen oder kritischen Bemerkungen anderer. Zusammengefasst kann man vielleicht sagen, dass sie sich insgesamt immer noch mehr zurücknehmen.

Nicole: Die meisten Gründerinnen schrecken vor Krediten zurück und versuchen, ihre Gründung dann eher im Nebenerwerb auf die Beine zu stellen. Oder, wenn sie aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, mit Hilfe des Gründungszuschusses der Agentur für Arbeit.

Was genau bietet mir das Netzwerk?

Silke: Die hei.gründerinnen sollen Gründerinnen und gründungsinteressierten Frauen die Möglichkeit bieten, sich untereinander mit ihrem Know-how und ihren Fähigkeiten zu vernetzen. Und sich auf diese Weise gegenseitig zu unterstützen. Der Austausch, das geballte Wissen, aber auch die Erkenntnis, nicht allein mit verschiedenen Fragestellungen und Entscheidungen konfrontiert zu sein, hilft dabei, den Weg in die eigene Gründung ein Stück weit gelassener zu gehen. Wir als hei. unterstützen die Teilnehmerinnen dabei natürlich auch mit unserem Gründungswissen. Und sorgen für den organisatorischen Rahmen.

Einmal im Monat treffen wir uns für zwei Stunden – aktuell noch in einem virtuellen Rahmen – mit den hei.gründerinnen. Zunächst tauschen wir uns alle gemeinsam aus. Dann geht es in Kleingruppen mit maximal zehn Teilnehmerinnen, in denen Raum und Zeit für intensiveren Austausch ist. Zum Ende werden dann in der großen Gruppe noch einmal Tipps und Insights ausgetauscht. Neben diesen Treffen ermuntern wir unsere hei.gründerinnen natürlich auch, sich privat weiter miteinander zu vernetzen. Und stellen mit großer Freude fest, dass das auch fleißig getan wird und sich dadurch schon tolle Kontakte gefunden haben. So soll es sein!

Warum habt ihr euch dazu entschlossen, das Netzwerk ins Leben zu rufen?

Nicole: Frauen sind oft an uns herangetreten mit der Frage, ob wir auch ein Netzwerk für Frauen anbieten. Natürlich gibt es auch einige andere Frauennetzwerke, die sehr gut sind. Aber wir wollten bewusst den Frauen, die sich in den ersten Schritten ihrer Gründung befinden, die Möglichkeit geben, sich in kleinen Gruppen gegenseitig zu unterstützen.

Silke: Genau. Und die Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie notwendig Austausch, Unterstützung und Netzwerken mit anderen Gründer_innen ist. Viele Präsenzformate sind weggefallen, die meisten Gründer_innen haben plötzlich allein vor ihrer Gründungsidee gesessen. Vor allem Frauen haben den fehlenden Austausch als erschwerend für ihren Start in eine mögliche Selbstständigkeit empfunden. Zudem ähnelten sich die Fragestellungen der Frauen immer mehr. Für uns wurde es schnell offensichtlich, dass wir hier möglichst zügig eine Möglichkeit schaffen möchten, die den potenziellen Gründerinnen eine gemeinsame, unkomplizierte Austauschplattform bietet. So sind die hei.gründerinnen mitten in der Pandemie entstanden. Und die regelmäßigen Treffen erfreuen sich einer großen Beliebtheit!

Und aus eurem eigenen Beratungsschatz: Welchen Rat gebt ihr besonders Frauen häufig mit auf den Weg in die Selbstständigkeit?

Nicole Bachmann und Silke Eschrich-Steidle von der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative beraten und begleiten Hamburger Existenzgründer_innen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit

Nicole: Nutzt die Kontakte, die ihr sammeln könnt! Andere Gründer_innen sind nicht immer Konkurrent_innen, nur weil sie vielleicht in der gleichen Branche gründen. Empfehlungsmarketing ist das halbe Leben. Und analysiert die Zielgruppe möglichst genau. Vor allem: Legt irgendwann auch los und lasst euch nicht durch innere Widerstände daran hindern.

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Nicole und Silke.

 

Wenn euer Interesse geweckt wurde bei den hei.gründerinnen selbst dabei zu sein, dann nutzt am besten unser Kontaktformular oder ruft uns an. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!

 

Artikel vom 08. Juli 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Gründungsberaterin Brit Tiedemann zum Umgang mit inneren Widerständen

Wie löse ich innere Widerstände, um mit voller Überzeugung den Weg der Existenzgründung zu wagen?

Podcast Gründung in Sicht

Manchmal blockieren innere Widerstände den Weg in die Selbstständigkeit. Brit Tiedemann erzählt im Interview wie man diese aber auch als positive Warnsignale sehen kann. Foto: hello i`m nik via unsplash

In dieser Folge spricht Gründungsberaterin & Coach Brit Tiedemann über den Umgang mit inneren Widerständen im Laufe der Existenzgründung. Wie findet man als Gründer_in überhaupt heraus, ob es etwas gibt, das einen blockiert oder zurückhält? Und woher weiß man, was es genau ist? Wie kann man lernen, innere Widerstände zu überwinden? Und welche Methoden gibt es hierfür? Brit Tiedemann erklärt auch, warum innere Widerstände als Warnsignale auch positiv gesehen werden können. Und warum die Auseinandersetzung mit den eigenen Widerständen den Gründzungsprozess bereichert.

Wenn ihr mehr über Brit Tiedemann, ihr Angebot und ihre Beratung erfahren wollt, dann schaut doch auch auf ihrer Website vorbei. Und wenn ihr Interesse habt, ein Interview mit Brit Tiedemann zu lesen, dann findet ihr in diesem Blogbeitrag hilfreiche Tipps von ihr zum Start in die Selbstständigkeit.

Podcast Gründung in Sicht

Brit Tiedemann ist Unternehmenscoach und Gründungsberaterin seit über 18 Jahren. Foto: Brit Tiedemann

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Expert_innen zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben. So wie in dieser Folge Brit Tiedemann uns Rede und Antwort gestanden hat.

DANKE an Brit Tiedemann für dieses spannende Interview und den richtigen Motivationsschub, sich von den eigenen Gründungsplänen durch innere Blockaden nicht abbringen zu lassen. Sondern diese zu lösen und dran zu bleiben an den eigentlichen Plänen.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen rund um alle wichtigen Themen der Existenzgründung! Stay tuned 🙂

Artikel vom 28. Juni 2021

Gründerstory: Bombige Blumengrüße

Selbstständig mit Seedbombs: Diana Laube

Ursprünglich gar nicht als eigenes Produkt für die Selbstständigkeit gedacht: Die Seedbombs in stylischer Designverpackung von Gründerin Diana Laube. Foto: Nadja Hansen (WHY)

Als Selbstständige war sie eigentlich ein alter Hase. Doch obwohl sie viele Aufträge hatte, konnte Diana Laube von ihrem Job als Buchillustratorin kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten. Als Nebenprodukt für einen Wettbewerb kreierte die 39-jährige dann etwas, das überraschend einschlug wie eine Bombe: Seedbombs – in Lehm und Erde geknetete Blumensamen, stylisch verpackt und das perfekte Mitbringsel für natursehnsüchtige Großstädter. Ihr STUDIOLAUBE startet seitdem durch.

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Artikel vom 16. Juni 2021

„Kein Startup kann sich heute leisten, nicht nachhaltig zu gründen“ – Interview mit Elina Artis

nachhaltig gründen

Kunden werden zunehmend kritischer und fordern Nachhaltigkeit ein, weiß Elina Artis, Expertin zum Thema Nachhaltigkeit. Foto: priscilla du preez via Unsplash

Das Thema Nachhaltigkeit gleich von Anfang an in seine Gründungsidee, sein Produkt oder seine Dienstleistung mit einzuflechten, ist absolut sinnvoll. Denn: Immer mehr Gründer_innen haben den Wunsch und den Willen, Nachhaltigkeit auch im beruflichen Kontext zu leben und umzusetzen. Aber: Wie fängt man an und baut überhaupt ein nachhaltiges Business auf? Welche Ansätze und Tools gibt es, um nachhaltig als Unternehmer_in zu agieren? Und welche Chancen und Vorteile bieten sich beim nachhaltig Gründen? Elina Artis ist Coach, Expertin und Dozentin, u.a. bei der Kreativgesellschaft Hamburg sowie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Macromedia Hochschule in Hamburg. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit, auch im Kontext der Modeindustrie. Sie hat eine eigene Business-Online-Plattform für nachhaltige Geschäftsmodelle in der Modebranche aufgebaut und berät Gründer_innen und Selbstständige. Im hei. Live-Chat wird sie darauf eingehen, worauf es bei der Gründung eines nachhaltigen Unternehmens ankommt. Wir haben sie vorab schon einmal für ein kurzes Interview befragt. Weiterlesen

Artikel vom 27. Mai 2021

Gründerstory: In lässiger Atmosphäre Keramik bemalen

Malbucht

Zusammen mit seiner Frau Kerstin betreibt Det Martens seit Ende 2017 einen eigenen Laden, in dem man Keramik selbst bemalen kann – die Malbucht in Hamburg-Hamm. Foto: Lucas Martens

Für Det Martens war es genau der richtige Zeitpunkt: Nach 30 Jahren in der IT konnte er mit einer Abfindung aus seiner alten Firma aussteigen. Die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen, in dem Keramik bemalt wird, hatte er schon länger. Und durch die Abfindung war auch die Finanzierung gesichert. Seit September 2017 betreibt der Hamburger in HH-Hamm “Die Malbucht – Keramik selbst bemalen“, mittlerweile ist auch seine Frau Kerstin eingestiegen. Doch kreativ sein muss der Gründer jetzt in vielerlei Hinsicht, denn die Corona-Pandemie setzt auch seinem Geschäftsmodell zu.

Am Anfang stand die Lust, etwas zu machen, das sie vorher noch nicht gemacht hatten, erklärt Det. „Nach dem Motto: Du weißt erst, ob es funktioniert, wenn du es ausprobiert hast. Das Keramikmalen anders zu machen als andere, das trieb mich an.“ „Anders“ hieß: Dem Gewerbe das typisch Weibliche zu nehmen. „Dass ein Kerl hinter dem Tresen steht und wir rustikal mit Paletten eingerichtet sind, ist schon ein Unterschied“, grinst Det. „Wir nehmen den Männern die Schwellenangst und ermutigen auch die, die nicht aus kreativen Berufen kommen, den Pinsel zu schwingen.“

Offenbar gelingt ihm das. Ob Junggessell_innen-Abschied oder Kindergeburtstag, Team-Event oder Malstunde mit Freund_innen – in der Malbucht gibt es jede Menge Raum zum Ausprobieren. „Viele sind erstmal skeptisch und sagen, sie hätten zuletzt in der Schule gemalt. Aber wenn wir sehen, wie glücklich sie am Ende sind und sich freuen, dass sie eine neue Seite an sich kennengelernt haben, ist das total erfüllend“, findet Kerstin, die die ersten gemeinsamen Malerfahrungen mit ihrem Mann während einer Reha gemacht hat. Dass sie ausgerechnet kurz vor dem ersten Corona-Lockdown ihren Job in einer Kita aufgab, um Vollzeit bei ihrem Mann einzusteigen, macht die aktuelle Situation allerdings zu einer echten Bewährungsprobe.

Gründerstory

Ob Junggesell_innen-Abschied oder Kindergeburtstag, Team-Event oder Malstunde mit Freund_innen – in der Malbucht gibt es jede Menge Raum zum Ausprobieren. Det war von Anfang an besonders wichtig, alle und jeden anzusprechen – das Keramikmalen anders zu machen als andere und dem Gewerbe das „typisch Weibliche“ zu nehmen. Foto: Lucas Martens

„Die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative legt den Finger in die Wunde“

„Wäre Corona nicht gewesen, hätten wir unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sicher noch gesteigert“, glaubt Det. Allein die zentrale Lage des Ladens an einer großen Kreuzung in Hamm-Mitte brachte von Anfang an jede Menge Laufkundschaft und Kunden aus dem Quartier. Doch ohne eine gründliche Beratung im Vorfeld, da ist sich der Jungunternehmer sicher, hätte das solide Wirtschaften kaum geklappt. „Bei der hei. wird man mit offenen Armen aufgenommen, man kümmert sich. Und die legen den Finger in die Wunde, wenn sie sehen, dass etwas noch nicht ausgereift ist – das war vor der Gründung extrem wichtig“, sagt Det.

Auch für das „Monstrum Businessplan“ und die Beantragung des Gründerzuschusses stand ihm eine Beraterin von der hei. zur Seite. „Ich rate jedem, seinen Businessplan zu nutzen. Mir half das, alles zu strukturieren, von der Markt- über die Wettbewerbsanalyse bis hin zu den erwarteten Zahlen. Daraus habe ich die Sicherheit gewonnen, dass es funktioniert“, sagt der Gründer. Viel Unsicherheit steckte vor allem in den unbekannten Faktoren: Wie groß muss das Studio sein, damit es den Lebensunterhalt trägt? Wie viele Sitzplätze braucht man? Welchen Brennofen? Wie hoch sind die Energiekosten? Wieviel Geld lässt der Durchschnittskunde im Laden? „Dieses Wissen früh an die Hand zu bekommen, ist super wichtig“, sagt er, „aber weil man das nicht googeln kann, habe ich vor der Gründung ein mehrtägiges Seminar für angehende Studiobesitzer besucht.“ Mit dem hei.scheckheft erarbeitete er sich zusätzliches Wissen in den Bereichen „Finanzplan“, „Businessplan“ und „Papierloses Büro”.

Kreativ durch den Lockdown

Rücklagen helfen dem Paar momentan, durch die Lockdown-Zeit zu kommen. Kerstin und eine weitere Mitarbeiterin, die in Teilzeit angestellt wurde, um das Paar in Stoßzeiten zu entlasten, sind in Kurzarbeit. Aber die unternehmerische Kreativität ist ungebrochen. Mit einer To go-Tüte, Click & Collect und dem Aufbau eines Online-Shops entwickeln sie ihr Geschäftsmodell weiter.

„Bestimmt führen wir das ein oder andere auch nach der Pandemie fort“, so Det. Bei Google ist die Website der Malbucht, die ein Grafikbüro entwickelt hat, unter den Top 3 im Bereich Keramikmalen in Hamburg gelistet. „Das ist meine Werbung nach außen, deshalb lohnt es sich, dafür Geld in die Hand zu nehmen“, findet er. Die Pflege der Seite übernimmt der Gründer allerdings inzwischen selbst, so bleibt er flexibel und spart weitere Kosten. Kontakt zur Kundschaft hält er über Instagram. Und das Telefon ist mittlerweile nach Hause umgeleitet, so dass Interessent_innen sie jederzeit erreichen. Dass sie nach wie vor hinter ihrem Laden stehen, ist für das Paar keine Frage.

Gründerstory

In Corona-Zeiten ist unternehmerische Kreativität besonders gefragt: Mit einer To go-Tüte, dem „Malbüdel“, Click & Collect und dem Aufbau eines Online-Shops entwickeln Det und Kerstin ihr Geschäftsmodell weiter. Foto: WHY / Nadja Hansen

Auch in Krisenzeiten dran bleiben

„Uns kommt zugute, dass wir für unsere Sache brennen und das Feuer haben, das durchzuziehen“, sagt Det. „Und dass wir keine Höhenflüge machen, uns erden und der Zukunft ins Gesicht gucken.“ Dass man sich als Paar so gut versteht, dass man es 24 Stunden 7 Tage die Woche miteinander aushält und die ganze Familie dahinter steht, war für beide die Voraussetzung. „Unsere Kinder sind schon 25 und 22, das gibt uns Freiraum – neben der Tatsache, dass wir das Startkapital zur Verfügung hatten“, ergänzt Kerstin. Gibt es ein Rezept für eine gute Zusammenarbeit? Kerstin lacht: „Es ist wichtig, dass es mit Det einen Chef gibt. Aber wir entscheiden trotzdem alles zusammen, so dass wir zu 100 Prozent dahinter stehen. Das war von vornherein klar.“

Artikel vom 26. April 2021

Gründerstory: Lektorieren mit Herz

Lektoratsbüro

Birte Spreng gründete Ende 2020 ihr eigenes Lektoratsbüro „Herz und Zeile“. Durch ein starkes Netzwerk und gute Akquise ist sie für das nächste Halbjahr schon gut gebucht und muss sich wenig Sorgen um die Auftragslage machen. Foto: Behr in mind Photography & Design

Der Wunsch, Lektorin zu werden, war immer da. Doch Birte Spreng wurde gewarnt. Es sei schwierig, eine Stelle zu finden. Sie wagte es trotzdem. Und ergatterte eine der begehrten Volontariatsstellen. Zwei Verlage und viele Bücher später fragte sich die 32jährige: Darf ich das hier wirklich aufgeben? Am 1. Dezember 2020 gründete die Lektorin schließlich „Herz und Zeile“, ihr eigenes Lektoratsbüro  – und muss sich um die Auftragslage wenig Sorgen machen.

Birte, du hast dich auf Umwegen zur Lektorin gemausert. Warum?

Im Nachhinein würde ich sagen, ich traute mir das lange nicht zu. Während meines Kultur- und Literaturwissenschaftsstudiums in Lüneburg habe ich einiges ausprobiert: Uniradio, Redaktionspraktika – da deutete noch alles auf Journalismus hin. Bei einem Praktikum im Literaturbüro Lüneburg kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit Autoren, bei der Edition Körber mit dem Büchermachen – und fing Feuer. Ich setzte in Leipzig noch einen Master in Buchwissenschaften darauf und jobbte bei verschiedenen Verlagen, u.a. im Vertrieb. Ich dachte, ich müsste andere Wege finden, um den Büchern nahe zu sein – weil mich viele warnten, ich würde als Lektorin keine Stelle finden. Aber immer, wenn ich mit Lektoratsvolontären sprach, regte sich ganz viel in mir. Da dachte ich: „Wenn du es nicht probierst, wirst du es bereuen.“ Zum Glück klappte es mit einem Volontariat bei meinem Lieblingsverlag, dem Kinder- und Jugendbuchverlag Carlsen. Ich fühlte mich sofort pudelwohl und wusste: Das ist es!

Lektoratsbüro

Bücher sind ihre große Leidenschaft: Nach Stationen in unterschiedlichen Verlagen schaffte Birte erst nach einer persönlichen Krise und einer kleinen beruflichen Auszeit den Sprung in die Selbstständigkeit. Foto: Behr in mind Photography & Design

Wie ging es weiter?

Nach dem Volontariat arbeitete ich im Lektorat des Aladin Verlags, wo ich viel über Bilderbücher und Illustration lernte, allerdings nur halbtags. Nachmittags lektorierte ich freiberuflich für andere Verlage, begleitete ein Leseförderprojekt, schrieb Rezensionen. Das war mein erster Kontakt mit der Selbstständigkeit und mir hat es super gefallen. Aber da ich die Sicherheit der Festanstellung hatte und mich von allem so begeistern ließ, verkaufte ich meine Leistungen oft unter Wert. Das ist immer noch meine Baustelle. 2018 bekam ich die Chance, bei HarperCollins in Vollzeit den Launch eines neuen Kinder- und Jugendbuchimprints zu begleiten, da habe ich wieder viel von tollen Vorbildern gelernt. Den Sprung in die Selbstständigkeit schaffte ich erst nach einer persönlichen Krise und einer kleinen beruflichen Auszeit, in der ich meine Träume und Prioritäten neu ordnete.

Hast du dich vor diesem wichtigen Sprung beraten lassen, um Baustellen wie die Honorarverhandlung besser in den Griff zu kriegen?

Natürlich! In Hamburg gibt es ein großes Angebot für Gründer_innen, aber nichts ist so kompakt wie die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Den ersten Kontakt hatte ich schon während meiner Teilzeitselbstständigkeit, diesen Faden nahm ich wieder auf. Bei einem Gruppenvideomeeting mit Frau Bachmann konnte ich die drängendsten Fragen loswerden. Danach hatte ich ein Einzelgespräch mit ihr, den Businessplan gab es schon und sie konnte mir direkt Feedback geben. Das war auch deshalb wichtig, weil ich den Gründungszuschuss beantragen wollte. Auch ihr Hinweis auf das Gründerinnen-Netzwerk war super. Unter den hei.gründerinnen herrscht eine sehr unterstützende Atmosphäre und echte Aufbruchstimmung – eine besondere Art der Verbundenheit.

Hast du auch Seminare mit dem hei.scheckheft besucht?

Ja, „Buchführung für Freiberuflerinnen“ und ein Seminar zu SEO, da muss ich noch die Balance zwischen guten Texten und Suchmaschinenoptimierung finden. Zwei Social Media Seminare von Freibeuter waren für mich auch sehr interessant, weil ich einen Instagram-Buchblog begonnen habe. Dort erzähle ich über Bücher und das Büchermachen. Außerdem habe ich mich für Seminare zu den Themen „Innere Widerstände“ und „Verhandeln“ angemeldet, weil ich nicht erneut den Fehler machen will, mich vor lauter Begeisterung unter Wert zu verkaufen. Der Businessplan war für mich eine gute Übung, um zu schauen, was ich verlangen muss, um von meinem Lektoratsbüro leben zu können.

Lektoratsbüro

Um ihr Lektoratsbüro in den Sozialen Medien zu präsentieren, hat Birte einen eigenen Instagram-Buchblog begonnen. Dort erzählt sie über Bücher und das Büchermachen. Die Blogbeiträge sind zudem auf der Website von „Herz und Zeile“ integriert. Foto: XPS via Unsplash

Und? Wie ist die Auftragslage?

Im Januar startete ich in die Akquise und kontaktierte Verlage und Literaturagenturen, die mich schon kannten. Schnell war ich bis August ausgebucht. Es ist ein großartiges Gefühl, dass mir so viele Menschen nach wie vor ihr Vertrauen schenken und das Netzwerk so super trägt.

Was gefällt dir an deinem Leben als selbstständige Lektorin?

Ich kann mich wieder mehr auf die Arbeit an Texten und Bildern und die Zusammenarbeit mit den Urheber_innen konzentrieren. Gerade für kleine Tausendsassa wie mich ist die Vielfalt der Aufgaben im Verlag großartig. Aber wenn ich ehrlich bin: Weniger Meetings in Riesenrunden und dafür mehr kreative Anteile, das ist schon schön. Ich hatte etwas Sorge, die Nähe zu den Büchern zu verlieren. Aber mit der Überarbeitung von Texten für Verlage und Literaturagenturen, dem Projektmanagement vom Manuskript zum Buch, der Begutachtung von Skripten und der Autoren-Beratung kann ich sie auch als Freie mit meinem eigenen Lektoratsbüro ein großes Stück ihres Weges begleiten. Das Beste an der Freiberuflichkeit ist, dass ich mehr Freiheiten habe. Ich versuche auch, auf meine Bedürfnisse zu achten und habe schon potenzielle Jobs abgesagt, damit ich wirtschaftlich arbeiten kann.

Hast du einen Tipp für andere, die gründen wollen?

Traut euch, es lohnt sich! Und: Ihr seid nicht allein! Das tolle Angebot der hei. als Ausgangspunkt sollte man auf jeden Fall nutzen. Sucht euch Berufsverbände, in denen ihr euch mit Leuten aus eurer Branche austauschen könnt – und wenn’s nur um eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung geht. Ich bin z.B. im „Verband Freier Lektorinnen und Lektoren“. Vor allem: Schüttelt die Angst vor dem Scheitern ab. Es ist viel anstrengender, die Angst davor über Jahre mit sich herumzutragen, als einmal mutig zu sein.

Artikel vom 22. April 2021

Existenzgründung im Nebenerwerb – Kurzinterview mit Gundula Zierott

Nebenerwerb

Gründer_innen im Nebenerwerb brauchen ein gutes Händchen für das Thema Zeitmanagement: Welche Zeiten stehen für die Teilzeit-Gründung zur Verfügung? Was bleibt für Familie und Freunde? Foto: mpho mojapelo via Unsplash

Wer nicht gleich mit vollem Risiko in die Selbstständigkeit starten will, finanziell abgesichert bleiben möchte durch eine (Teilzeit)-Festanstellung oder auch erst einmal herausfinden muss, ob die Selbstständigkeit überhaupt zur eigenen Persönlichkeit passt, der gründet im Nebenerwerb. Eine Entscheidung, die Gründer_innen immer häufiger für sich treffen – unabhängig davon, ob die Selbstständigkeit dann zu einem späteren Zeitpunkt in Vollzeit fortgeführt wird. Die Gründungsberaterin Gundula Zierott berät seit vielen Jahren auch zum Thema Existenzgründung im Nebenerwerb. Als Referentin beim Hamburger Gründertag digital vom 3. bis 7. Mai wird sie zu diesem Thema auch einen Live-Chat anbieten und neben einem Impulsvortrag auch direkt Fragen dazu beantworten. Wir haben sie vorab für ein Interview zum Thema befragt. Weiterlesen

Artikel vom 15. April 2021

Hamburger Gründertag digital 2021: Eine Woche voller Infos, Tipps & Inspiration

Hamburger Gründertag digital

Der Hamburger Gründertag digital 2021 findet vom 3. bis 7. Mai statt. Foto: Mongta Studio via Shutterstock

Am 3. Mai ist es soweit: Der Hamburger Gründertag digital geht in seine zweite Runde. Eine Woche lang – also vom 3. bis 7. Mai – haben Gründungsinteressierte sowie Gründer_innen in der Startphase dann die Gelegenheit, sich virtuell fit zu machen für die Selbstständigkeit und die Gründung des eigenen Unternehmens. Und die hei. als Veranstalterin legt gemeinsam mit den Partner_innen aus dem Hamburger Gründungsnetzwerk diesmal noch eine Schippe drauf: Neben den bekannten Formaten wie Live-Chats mit Expert_innen und Impulsvorträgen gibt es diesmal auch Gründer-Talks und neue Podcast-Folgen – allesamt verfügbar auf der zentralen Website des Hamburger Gründertags digital: www.gruendertag.hamburg. Weiterlesen

Artikel vom 08. April 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Judith Glatzer von Milk Made Ice Cream

Sollte man als Gründer_in mit Freunden zusammen arbeiten oder besser strikt Privates und Berufliches trennen?

Diese Fragen hat sich auch Judith Glatzer während ihrer Gründung gestellt und arbeitet mittlerweile mit einigen Freunden in ihrem Team täglich und eng zusammen. Und es funktioniert!

In dieser Folge von unserem Podcast „Gründung in Sicht“ berichtet Judith von Milk Made Ice Cream über ihre Selbstständigkeit. Neben einer eigenen Eismanufaktur und einem Eis-Catering betreibt sie seit März 2020 auch ihren eigenen Eisladen in der Eppendorfer Landstraße in Hamburg. Neu hinzugekommen ist gerade kürzlich ein zweiter Ice Cream Shop im Stadtteil Ottensen.

Die studierte Sozialpädagogin erzählt uns, wie es zu ihrer beruflichen Wendung hin zum Eis kam. Wie es ist, mit Freunden zu arbeiten. Wie es sich anfühlt, wenn die Geschäftspartnerin aussteigt und man allein weitermacht und an der Idee festhält. Und welche Herausforderungen, aber auch welche ganz besonderen Glücksmomente eine eigene Gründung mit sich bringt.

Alle weiteren Informationen zu Judiths Gründung findet ihr unter milkmadeicecream.de
Und wenn ihr Interesse habt, ein Interview mit Judith zu lesen und zu erfahren, wie sie durch die Corona-Krise kommt, findet ihr hier einen Blogbeitrag mit ihr.

Milk Made Ice Cream

Claudia-Marie Dittrich, Julia Penkert und Judith Glatzer (v.l.n.r.) nach dem Podcast-Interview bei der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Alle hatten sichtlich Spaß! Foto: Privat

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Judith für dieses spannende Interview! Und allen Leser_innen, die sich bald in Judiths Läden auf ein Eis blicken lassen – lasst es euch schmecken 🙂

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen in diesem Jahr! Zu unserem Hamburger Gründertag digital, der vom 3. bis 7. Mai 2021 stattfinden wird, erwarten euch ebenfalls brandneue Folgen!

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