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Artikel vom 14. Dezember 2020

Interview: „mit einer klaren Vision das eigene Personal Branding kreieren“

Interview Dr. Brunner

Authentisch und ehrlich eine bestimmte Vision für die eigene Gründung zu haben und zu leben, schafft Vertrauen bei Kund_innen und Konsument_innen. Foto: Brett Jordan via Unsplash

Als Gründer_in für seine eigene Idee und sein Produkt zu brennen und mit Leidenschaft davon zu erzählen, ist das Eine. Sich selbst aber mit seinen Fähigkeiten, seiner individuellen Persönlichkeit als „Marke“ zu verkaufen, eine ganz andere Herausforderung. Doch gerade im stark besetzten Markt der Coaches, Trainer_innen und Berater_innen kommt es darauf an, mit einer einzigartigen Personenmarke – dem eigenen „Personal Branding“ – aufzufallen. Und im Gedächtnis potenzieller Kund_innen zu bleiben. Neben Authentizität spielen dabei vor allem Faktoren wie Werte und Persönlichkeit eine große Rolle.

Dr. Christian Boris Brunner hat über 15 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Positionen in der Markenforschung, als Manager für Marketing und als Markenberater. Er beschäftigte sich mit den Themen Business Modelling, Persönlichkeitsentwicklung und Positiver Psychologie, bevor er vor einigen Jahren sein eigenes Unternehmen gründete. Im hei.scheckheft bietet er ab Januar 2021 u. a. ein Seminar zum Thema „Personal Branding“ an. Vorab gibt er schon einmal einen Einblick in das Thema.

Mit einer Idee rund um das Thema Coaching oder Beratung zu gründen, ist seit Jahren sehr beliebt. Für Außenstehende ist es deshalb häufig schwer, die Unterschiede in den Angeboten zu erkennen. Welche ersten Schritte sollte man also als Gründer_in selbst erstmal gehen, um sein „Personal Branding“ bzw. seine Einzigartigkeit mit Blick auf das eigene Angebot zu entdecken?

Oh ja, das stimmt absolut: Unterschiede deutlich herauszustellen und als einzigartig in der Fülle von nahezu austauschbaren Produkten oder Services wahrgenommen zu werden, ist eine wahre Herausforderung. Doch es kann gelingen. Viele Gründer_innen, mit denen ich über ihr Vorhaben spreche, denken sehr häufig direkt über ihr Produkt oder ihre Dienstleistung nach. „Ich möchte Coaching anbieten, um …“ höre ich da oft. Und dann möchten sie gleich mit Social Media Marketing anfangen. Weil aktuell fast alle davon sprechen, dass man sein eigenes Personal Branding damit aufbauen muss.

Ich empfehle in dieser Situation Gründer_innen gedanklich erstmal einen Schritt zurück zu gehen und stelle Ihnen folgende Frage: Warum gehst du zu Deiner Hausärztin? Kannst du beurteilen, ob ihre Leistung wirklich gut ist? Natürlich können wir das nicht. Aber wir gehen zu einer Ärztin, weil wir Vertrauen zu ihr haben. Und sicher sind, dass sie in unserem Sinne handelt. Und uns nichts verschreibt, weil sie vielleicht höhere Krankenkassen-Sätze damit abrechnen kann. Um das Produkt selbst geht es also nicht. Sondern um Vertrauen.

„Was ist deine Vision?“ Das ist das Zentrale, warum jede(r) Gründer_in überhaupt starten möchte. Und wenn Kunden wissen, dass du eine bestimmte Vision hast und auch lebst, dann baut das Vertrauen auf. Es wirkt ehrlich. Authentisch. Ich weiß, eine Vision ist oft zu Beginn einer Selbständigkeit nicht leicht zu benennen und ein längerer Prozess. Nichtsdestotrotz sehen wir, dass Gründer wie Walt Disney es geschafft haben, ihre Vision umzusetzen. Und viele andere Menschen und Mitarbeiter damit zu begeistern. So träumte Walt Disney von einem “place where the whole family could have fun and escape from the stresses of the real world”. Dabei ist die Vision niemals erreichbar. Sie gibt aber ganz klar eine Richtung vor. Gerade bei Coaches und Beratern ist die Persönlichkeit zentral. Wenn wir es schaffen, natürlich und authentisch nach außen zu sein, bauen wir Vertrauen auf. Unsere Mitmenschen spüren es, ob es Wirklichkeit ist oder aufgesetzt.

Deshalb empfehle ich in einem zweiten Schritt, die eigenen Werte herauszubilden. Das kann bspw. in Marken-Workshops geschehen. Zudem empfehle ich immer andere Menschen zu befragen, wie sie einen selbst wahrnehmen. Einerseits Freunde, die einen gut kennen. Andererseits flüchtige Bekannte. Frage sie konkret, welche Assoziationen sie mit mir als Person verbinden. Bei welchen Themen sie dich um Rat fragen würden. Und wo du wahrscheinlich die letzte Person wärst, die sie fragen. Hilfreich ist zudem in deiner Vergangenheit nach Mustern zu suchen. Die aufdecken, welche Themen sich bei dir im Leben wiederholen. Wofür du vielleicht gekämpft hast. Oder bei welchen Themen du dich für andere Personen besonders eingesetzt hast. Ich habe für meine Arbeit selbst diesen Prozess vollzogen und festgestellt, dass für mich die Werte „Leidenschaft“, „Freiheit“ und „Empathie“ immer sehr zentral sind.

Erst nachdem du die eigenen Werte für dein Personal Branding herausgestellt hast, solltest du dich mit deinem Angebot und der Kommunikation beschäftigen. Denn im Gegensatz zum Produktmarketing, bei dem ich ein Angebot nahezu genauso gestalten kann wie ich will, sind bspw. Berater oder Coaches eingeschränkter. Sie haben bestimmte Fähigkeiten und Skills sowie eine Persönlichkeit, die sie nicht groß ändern können. Deshalb sind die Fähigkeiten, Skills und persönlichen Werte die Basis und geben vor, wie ein Coach oder Berater_in auch später wahrgenommen wird. Ansonsten wirkt die aufgesetzte Kommunikation wie die Fassade eines schönen Hauses von außen. Das sobald man hineingeht jedoch noch im Rohbau ist oder ein komplett anderes Interior hat.

Die eigenen Werte stellen also die Leitplanken für das eigene Handeln und das zukünftige Angebot sowie das gesamte Marketing dar. Wenn ich bspw. Freiheit als Wert meiner eigenen Arbeit habe, dann sollten auch meine Bildsprache in den sozialen Netzwerken, meine Website und die gesamte Kommunikation dies ausstrahlen. Ebenso sollte mein Angebot flexibel sein. Und ohne Abhängigkeiten für meine Kunden. Damit ich den Wert auch wirklich in der täglichen Arbeit „lebe“.

Interview Personal Branding

Dr. Christian Brunner empfiehlt, sich authentisch in den Social Media Kanälen zu präsentieren. So wie man ist und mit den Themen, die einen persönlich beschäftigen. Dadurch zieht man automatisch ähnlich tickende Follower an, die sich verstanden fühlen. Foto: Dole 777 via Unsplash

Manchen Menschen fällt es schwer, ihre eigenen positiven Seiten und Fähigkeiten so richtig offensiv nach außen zu tragen. Oft sind die eigenen kritischen Stimmen im Kopf ja viel lauter. Was rätst du jenen, denen es eher schwer fällt, sich offensiv und gut nach außen zu „verkaufen“?

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Gerade Gründer_innen, die introvertiert sind, müssen sich hier oft überwinden. Hier ist aus meiner Sicht die Content-Planung sehr wichtig. Zu Beginn denken viele Gründer_innen daran, wie sie auf ihr Angebot hinweisen können. Doch das ist an der falschen Ecke angesetzt.

Wichtig ist, dass du dich in die Situation deiner User Persona bzw. eines(r) typischen Wunschkund_in hineinversetzt. Welches Problem hat er/sie? Wie fühlt er/sie sich? Welche Themen beschäftigen ihn/sie im Alltag? Darauf aufbauend kann man Themenfelder bilden, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Angebot zu tun haben. Aber genau darum geht es. Menschen wollen verstanden werden und „nichts verkauft bekommen“. Meine Empfehlung ist deshalb bspw. auf Instagram oder Facebook sich ganz normal zu zeigen. Wie man ist und was einen beschäftigt. Dadurch zieht man automatisch ähnlich tickende Follower an, die sich verstanden fühlen. Man beschäftigt sich also quasi mit Themenfeldern um das eigene Leben herum. Die kritische Stimme im Kopf hat somit keine Chance durchzudringen.

Zu Beginn kann man dadurch bspw. bei Instagram oder Facebook die eigene Sicherheit gewinnen und über diese Themen diskutieren. Mit der Zeit ist es dann sinnvoll nebenbei darauf hinzuweisen, was man anbietet. Aus meiner Sicht sind dabei diejenigen die besten Verkäufer, die nie offensiv übers Verkaufen sprechen. Sondern über die Inhalte, die sie und ihre Zielgruppe betreffen. Aber ich gebe natürlich zu: In die Kamera sprechen und eine Story zu machen ist meistens erstmal Überwindung. Doch die eigenen Themen faszinieren die meisten Menschen so sehr, dass sie mit der Zeit dann diese als „künstlich“ wahrgenommen Situationen schnell vergessen.

Stichwort Authentizität. Gibt es klassische Fehler bei der Entwicklung der eigenen Personenmarke, die man unbedingt vermeiden sollte?

Der größte Fehler ist aus meiner Sicht der Folgende: Jemanden nach außen darstellen zu wollen, der du nicht bist! Und so zu tun, als hättest du keine Schwächen. Studien im Marketing haben bspw. ergeben, dass eine Marke, die eigene Fehler gegenüber ihren Kunden eingesteht und sich dafür entschuldigt, als sympathisch wahrgenommen wird. Bei Produktfehlern war teilweise die Bindung zur Marke sogar nachher höher (als im Falle von keinen Produktfehlern), wenn die Marke klar den Fehler zugab. Und bemüht war, eine Lösung für den Kunden zu finden. Wir dürfen menschlich sein, unsere Fehler zeigen! Denn genau darin, dass wir uns verletzlich und nicht perfekt zeigen, steigt die Sympathie von anderen Menschen zu uns. Denn ähnliche Menschen ziehen sich an. Und kein Mensch von uns ist perfekt! Darüber hinaus baut es Vertrauen auf. Denn andere Menschen wissen, dass du ehrlich zu ihnen bist, wenn mal etwas nicht optimal läuft.

Personal Branding

Dr. Christian Boris Brunner hat über 15 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Positionen in der Markenforschung, als Manager für Marketing und als Markenberater. Als selbstständiger Coach unterstützt er u. a. dabei das eigene Personal Branding zu kreieren. Foto: Jan Wassmuth, 2020

Abgesehen von Coaches, Trainer_innen oder Berater_innen: Empfiehlst du auch Gründer_innen mit anderen Vorhaben und Ideen, ein „personal branding“ zu entwickeln? Wenn ja, warum?

Absolut. Steve Jobs ist eines der besten Beispiele. Oder Lea-Sophie Cramer, die Gründerin von AMORELIE. Gründer_innen prägen ganz klar die Markenwerte eines Startups. Egal ob es Coaches, Trainer_innen, Berater_innen oder Startups sind, die physische Produkte darstellen. Wir alle kennen wahrscheinlich die Situation eines Bewerbungsgespräches. Selbst wenn man die Marke, für die man arbeiten soll, toll findet, denkt man trotzdem darüber nach, welche(n) Chef_in man zukünftig haben wird. Denn diese(r) prägt sehr stark unsere tägliche Arbeit. Genauso wichtig ist es, sich als Gründer_in authentisch zu zeigen. Sprich konkret die Werte zu leben. Als Gründer_in eines Startups hat man jedoch einen Vorteil. Man hat die tolle Möglichkeit, selbst die Werte im Umgang mit Unternehmenspartnern, zukünftigen Mitarbeiter_innen und Kund_innen zu bestimmen. Und ganz nebenbei: Kund_innen nehmen die Angebote eines Startups auch individueller wahr, wenn die Persönlichkeit der Gründer_in oder des Gründer-Teams sichtbar ist.

Und hast du einen Tipp für Gründer_innen, den du mit auf den Weg geben möchtest – vielleicht auch aus eigener Erfahrung?

Am Anfang einer Gründung wollen viele Gründer_innen perfekt starten. Das wollten wir mit unserem eigenen Startup ebenso. Meine Empfehlung ist hier aber vom Lean-Startup Gedanken zu lernen. Nicht perfekt sein wollen. Sondern sich Schritt für Schritt zu entwickeln. Das bedeutet viele kleine Schritte zu machen. Und kontinuierlich diese Schritte schnell zu gehen. Diese Methode kennen wir aus dem Design Thinking. Man justiert ständig und ist agil.

Genauso ist meine Empfehlung von Beginn an, klar die eigenen Werte herauszubilden und eine Strategie zu entwickeln. Dann aber bspw. mit der Kommunikation in einem sozialen Netzwerk zu starten. Und aus dem Feedback zu lernen. Stets zu optimieren und die User besser zu verstehen. Anschließend kann man dann einen weiteren Kanal nutzen. Auch ich wollte am Anfang zuviel auf einmal und habe gemerkt, dass „weniger“ am Anfang mehr ist.

Info: Ab 2021 bietet Dr. Christian Boris Brunner zwei Seminarthemen im hei.scheckheft an: „Personal Branding: Wie Sie als Coach oder Expert_in selbst zur Marke werden“ und „Brand Launch & Marketing-Plan: Der perfekte Start für Ihre Marke“. Der Antrag für eine Förderung durch das hei.scheckheft ist ab dem 1. Januar auf der Website der hei. abrufbar.

Das erste Seminar zum Thema „PERSONAL BRANDING“ findet bereits am 21. Januar 2021 statt und kann hier gebucht werden.

Artikel vom 05. Juni 2020

Interview: „Gerade in der Krise zählt die persönliche Empfehlung noch mehr“

Krisenmanagement in Zeiten von Corona mit Hilfe von Netzwerkpflege und Empfehlungsmarketing

Welchen Stellenwert Netzwerkpflege und Empfehlungsmarketing in Zeiten von Corona für Gründer_innen haben kann, erläutert Personal- und Teamentwicklerin Dagmar Rissler. Foto: Adam Jang via Unsplash

Die Corona-Krise stellt gerade Gründer_innen vor große Herausforderungen. Was gestern noch die eigene Geschäftsidee voranbrachte, muss heute womöglich neu überdacht werden. Andere, kreative Strategien sind gefragt. In (Online-)Seminaren der hei. geben Experten wertvolle Ratschläge, wie man besser durch die Krise kommt. Die erfahrene Personal- und Teamentwicklerin Dagmar Rissler zeigt zum Beispiel auf, welchen Stellenwert Netzwerkpflege und Empfehlungsmarketing auch in der Krise und in Zeiten von Corona haben können.

Frau Rissler, was sind Ihrer Meinung nach aktuell die größten Herausforderungen für Gründerinnen und Gründer?

Das ist aus meiner Sicht die Liquiditätssicherung. Um durchhalten zu können, braucht es jetzt Reserven. Finanzielle Unterstützung gibt es beispielsweise mit Soforthilfe und Kurzarbeitergeld, dennoch sollte man genau überprüfen, welche monatlichen Kosten – wie Miete, Investitionen oder Beiträge – reduziert werden können.

Eine schwierige Aufgabe ist auch die Strategieentwicklung. Hält man mit dem bestehenden Angebot durch? Hat man die Bedürfnisse des Kunden im Blick? Muss man das Angebot neu ausrichten? Eine Marktbeobachtung und möglicherweise strategische Neuausrichtung halte ich für eine große, aber notwendige Herausforderung – die im Moment umso größer ist, da sie nicht geplant werden kann. Das ist für Selbstständige eine riesige Hürde. Allerdings kann gerade hierbei das eigene Netzwerken wichtige Impulse geben.

Welche Impulse könnten das sein?

Im Gegensatz zu anderen Marketingmaßnahmen kostet Empfehlungsmarketing in der Regel kein Geld. Wenn ich als Unternehmer überzeugend arbeite, wird das meine potenziellen Kunden überzeugen – und gerade in der Krise, bei sinkenden Budgets, zählt die persönliche Empfehlung noch mehr. Deshalb ist es jetzt wichtig, im Gespräch zu bleiben, nachzufragen, was der Kunde braucht und den Kontakt zu halten. Das wird sich später auszahlen.

Ein anderes wichtiges Argument für Netzwerkpflege ist auch die positive Auswirkung auf mich selbst. Netzwerken gilt als eine der Säulen der Resilienz, also der inneren Widerstandskraft. Gerade in belastenden Situationen kann der Kontakt zu anderen Selbstständigen eine große Unterstützung sein und dabei helfen, die psychischen Belastungen zu mildern. Je größer und stabiler das soziale Netz, desto mehr Hilfe kann ich erwarten – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext.

Darüber hinaus kann ich mich mit Netzwerkpartnern über Innovationen, Marktveränderungen usw. austauschen. Ich empfehle, regelmäßige Termine mit wichtigen Netzwerk-Partnern einzuplanen, möglichst per Video-Chat.

Krisenmanagement in Zeiten von Corona: Per Telefon und Videokonferenz Kontakt halten und sich auf den "Circle of Influence" besinnen

Dagmar Rissler hält per Telefon und Videokonferenz Kontakt zu ihrem Netzwerk und besinnt sich auf ihren „Circle of Influence“. Foto: Privat

Wie gelingt es Ihnen persönlich, in der jetzigen Situation Ihr Netzwerk lebendig zu halten und neue Kontakte zu knüpfen?

Neue Kontakte sind im Moment nicht die Priorität. Mir kommt es darauf an, mit meinen mir nahestehenden Netzwerkpartnern zu telefonieren oder per Video-Chat Kontakt zu halten. Dafür plane ich feste Termine ein. Auf diese Weise tauschen wir Neuigkeiten und Informationen aus, die unser Business betreffen und die uns helfen, strategisch zu planen. Darüber hinaus gibt es immer wieder einen positiven Impuls, Rat oder eine Aufmunterung – also positive Aspekte, die es in der jetzigen Zeit braucht.

Ich kann außerdem nur empfehlen, diese Zeit für die eigene Fortbildung zu nutzen – es gibt derzeit sehr viele qualitativ hochwertige Online-Schulungen, nicht zuletzt die der hei.. Auch eine strategische Neuausrichtung kann jetzt gut auf den Weg gebracht werden. Und zu guter Letzt kann man immer auch an sich selbst arbeiten, zum Beispiel Sport treiben und die eigene seelische Widerstandskraft stärken. Persönlich hilfreich ist für mich gerade jetzt der sogenannte „Circle of Influence“: Mir immer wieder bewusst zu machen, welche Handlungsmöglichkeiten ich habe, worauf ich Einfluss nehmen kann – und was ich schlicht akzeptieren muss.

Dagmar Rissler bietet im Rahmen des Seminarangebots der hei. das Thema: „Akquisitionsstrategie: Empfehlung“

Artikel vom 11. Oktober 2019

SEO in der Gründungsphase – 3 Fragen an den Website-Experten

SEO

Wer nicht im Kampf um die vorderen Plätze bei Google und Co. untergehen will, sollte strategisch bei der Website-Planung vorgehen. Foto: Merakist via unsplash.com

Egal ob Grafikdesigner, Einzelhändler oder Handwerksbetrieb: An einer eigenen Website führt kein Weg vorbei. Doch was nützt der schönste Internetauftritt, wenn er von potentiellen Kunden nicht gefunden wird?

Wer bei Google nach oben will, sollte die Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung (SEO) beherrschen. Vor allem gezielte Maßnahmen auf der eigenen Website (Onpage-Optimierung) können sich positiv auf das Google-Ranking auswirken. Günther A. Biebl, Inhaber von Collaborato Training und hei. Seminaranbieter, ist Experte für Website-Erstellung. Er weiß, was schon beim Aufbau einer Seite bedacht werden muss, um auf Google und Co. besser gefunden zu werden.

Beim hei.gründerfrühstück im Oktober gibt er einen ersten Überblick über das Einmaleins der Suchmaschinenoptimierung am Beispiel von WordPress-Websites. Wir haben ihm im Vorfeld drei Fragen gestellt.

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Artikel vom 17. Juni 2019

Online-Marketing: Drei Fragen an zwei Agentur-Profis

Online-Marketing

Daumen und Herzchen sind toll, aber nicht alles, wenn es um gutes Online-Marketing geht. Foto: George Pagan III via unsplash.com

Alles spricht über Online-Marketing – doch im Dschungel an Schlagworten und Möglichkeiten verlieren Unternehmer schnell den Überblick, welche Maßnahmen für sie wirklich zielführend sind. Richtig genutzt kann Online-Marketing ein effektiver Katalysator sein, um Aufmerksamkeit und Reichweite für seine Marke, sein Produkt oder seine Dienstleistung zu schaffen. Aber welche Maßnahmen eignen sich besonders für Unternehmen, die neu am Markt sind? Und wie setzt man auch mit wenig Vorwissen, Budget und Manpower erfolgreich Ideen aus dem Online-Marketing um?

Die Marketing-Experten und Agentur-Inhaber Daniel Plötz und Patrick Gust von Customized Whatever beschäftigen sich seit über 15 Jahren mit Online-Tools wie Influencer-Marketing, SEO/SEA oder personalisierter Werbung. Im Juni sind sie Gast beim hei.gründerfrühstück. Wir haben den beiden im Vorfeld drei Fragen gestellt.

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Artikel vom 15. Februar 2019

Storytelling: „Kunden werden immer sensibler, wenn es um Manipulation oder verschenkte Zeit geht“

Storytelling

„Geschichten folgen einer Form, die wir intuitiv erkennen“, sagt Sibylle Krapp, Expertin für Storytelling. Foto: s-o-c-i-a-l-c-u-t via unsplash.com

In Zeiten, in denen Unternehmen mit allen Mitteln um das Interesse der Konsumenten buhlen, werden Informationen knallhart selektiert. Gehört wird nur, wer nachhaltig Aufmerksamkeit erzeugt. Aber wie können kleine Unternehmen ohne große Werbebudgets hier mithalten?

Schon lange ist Storytelling als vielversprechendes Marketingtool in aller Munde. Eine möglichst emotionale Geschichte soll es sein, die ein Produkt oder ein Unternehmen so inszeniert, dass es aus der Flut an (Werbe-) Botschaften und Informationen heraussticht. Doch was macht eine gute Story aus? Und was, wenn eine Story nicht gerade auf der Hand liegt?

Sibylle Krapp, Inhaberin des Schauspielstudios Krapp, ist unsere Referentin beim nächsten hei.gründerfrühstück. In ihrem Vortrag erörtert sie die Grundlagen des Storytellings und gibt Tipps und Inspiration für eine aufmerksamkeitsstarke Unternehmens- und Selbstdarstellung. Wir haben ihr im Vorfeld ein paar Fragen gestellt. Weiterlesen

Artikel vom 27. Oktober 2017

Content Marketing: „Relevante Informationen gegen bewusste Aufmerksamkeit tauschen“

Content Marketing bedeutet Wissen und Informationen gratis teilen und dafür Aufmerksamkeit bei seiner Zielgruppe erreichen

Content Marketing bedeutet auch: Sein Wissen gratis teilen – und damit die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden erreichen. Foto: Pixabay

Alle sprechen darüber, einige wissen, wie es geht, wenige setzen es konsequent um: Die Rede ist von Content Marketing. Was für viele Unternehmer-Neulinge in der Anfangsphase eher abschreckend klingt, kann, wenn man es richtig angeht, einen enorm positiven Effekt auf den Umsatz haben. Content Marketing ist das Mittel der Wahl, um die eigenen Angebote im Netz zielgerichteter, kostengünstiger und mit weniger Streuverlusten zu präsentieren als klassische Werbung das könnte. Denn: „Content Marketing ist moderner Tauschhandel von relevanten Informationen gegen bewusste Aufmerksamkeit“, sagt Marketing-Profi Kai Ulrich, Inhaber von startklar Kommunikationsberatung. Was gutes Content Marketing allerdings unbedingt braucht, ist eine klare Strategie sowie Zeit und Ausdauer. Ulrich weiß, wie auch Gründer und Kleinunternehmer mit geringem Budget und begrenzten Ressourcen erfolgreich eine „Gratis-Strategie“ mittels Content Marketing fahren können. Für uns hat Ulrich, der ab 2018 hei. Seminare zu diesem Thema anbietet, ein paar Tipps zusammengestellt.

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Artikel vom 13. Oktober 2017

Content Marketing: „Informationen, Unterhaltung und Wissen auf Augenhöhe“

Content Marketing ist auch für Gründer ein relevantes Marketing-Tool

Content Marketing als moderner Tausch-Handel: Für relevante Inhalte geben Kunden bewusste Aufmerksamkeit. Foto: Pixabay

Content Marketing: Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren – nicht nur bei Marketing- und Kommunikationsprofis – so viel Aufmerksamkeit erhalten. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Content Marketing? Was hat Content Marketing mit Kundenkommunikation zu tun? Was heißt es konkret, wenn man „Storytelling“ für seine Zielgruppe macht oder das „Gratis-Prinzip“ anwendet? Und warum ist Content Marketing als Instrument im Marketing gerade für Gründer interessant? Vor dem nächsten hei.gründerfrühstück zu diesem Thema haben wir Kai Ulrich, Seminaranbieter der hei. und Inhaber der startklar Kommunikationsberatung dazu befragt. Weiterlesen

Artikel vom 28. August 2017

Gründerstory: Direkt von der Uni in die virtuelle Welt

Existenzgründung direkt nach dem Uniabschluss

Von der Uni direkt in die Selbstständigkeit: Die drei Gründer Reza, Claudia und Tobias von omnia360 sind Experten für 360 Grad-Content und ein eingespieltes Team. Foto: Nadja Hansen WHY

„Virtual Reality wird Unternehmen und Konsumenten ganz neue Türen öffnen.“ Reza Kiani, Claudia Berger und Tobias Rempe glaubt man das sofort. Die Gründer von omnia360 sind nicht nur technikbegeistert, sie bringen auch den nötigen Background für die Umsetzung mit. Mit hochkarätigem 360 Grad-Content will das Trio bislang ungenutzte Möglichkeiten für das Marketing erschließen: Rundgänge, die dem Betrachter ein direktes Eintauchen in die Produktwelt erlauben, die Interaktionen und Perspektivwechsel möglich machen – und damit ein ganz neues Storytelling erlauben. Die hei. hat sich von den jungen Existenzgründern in ihre virtuelle Welt mitnehmen lassen. Weiterlesen

Artikel vom 30. November 2016

Noch mehr Wissen für Hamburgs Gründer! Neue Seminare im hei.scheckheft 2017

hei.scheckheft 2017Eigentlich befinden sich Alle schon im Jahresendspurt. Doch bevor auch wir als Team von der hei. uns in den Festtagstrubel und -jubel stürzen, haben wir heute noch eine Neuigkeit für Euch. Wir waren nämlich in den letzten Wochen richtig fleißig und haben das hei.scheckheft 2017 vorbereitet. Und nun ist es fertig – und wird gerade durch die Druckerpresse gerollt. Deshalb stellen wir Euch heute vorab vier neue Experten und ihre Seminarangebote im hei.scheckheft 2017 vor. Insgesamt bietet das hei.scheckheft 99 Seminare von 60 Experten. Dabei werden alle für Gründer relevanten Themenbereiche abgedeckt: Vertrieb, Marketing, Recht, Steuern, Versicherungen, Geschäftskultur und Unternehmensstruktur… – die Auswahl ist riesig und bereitet bestmöglich auf eine erfolgreiche Selbstständigkeit vor. Um die Förderung von der Stadt Hamburg für die Teilnahme an den Seminaren zu erhalten, muss ein Antrag für das hei.scheckheft gestellt werden. Den Antrag findet ihr hier. Und: Wir geben wirklich Gas. Die Bearbeitung dauert in der Regel nur wenige Werktage. Das hei.scheckheft 2017 findet ihr ab Ende Dezember auch online im Service-Bereich auf www.hei.hamburg Weiterlesen

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