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Artikel vom 25. Mai 2020

Gründerstory: Keine Angst vor hohen Wellen

Mit Wind und Wellen gründen

Gründerin Lisett Kretzschmann sticht für unterschiedliche Forschungsprojekte in See, um u.a. Wasserproben zu entnehmen und diese zu analysieren. Foto: Lisett Kretzschmann, Between Waves

Dass eine Seefahrt mit starken Wellen nicht immer lustig ist, schreckt Lisett Kretzschmann nicht ab. Seit fünf Jahren ist die 33-Jährige für das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie auf der Nord- und Ostsee unterwegs, nimmt Wasserproben und analysiert sie im Labor. Als die Arbeit an Land immer mehr Zeit in Anspruch nahm, gründete sie nebenberuflich „Between Waves“ – und sticht nun, wann immer es geht, mit wechselnden Crews in See.

Minus 5 Grad, schräger Wind, hohe Wellen – bei Deinem Job muss man ganz schön tough sein. Wie kommt jemand, der wie Du im Erzgebirge aufgewachsen ist, zur Seefahrt?

Nachdem ich in Dresden Chemie-Ingenieurwesen studiert hatte, wollte ich eigentlich zum Landeskriminalamt, aber das hat nicht geklappt. Meine erste berufliche Station war dann beim Institut für Biogeochemie und Meereschemie der Universität Hamburg. Wasserproben nehmen, Huminstoffe, gelöster organischer Kohlenstoff und Isotopenbestimmung an Meerwasser – das war fünf Jahre lang mein Job. Das Beste daran: Ich entdeckte meine Faszination für die Seefahrt. Als ich dann zum Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie wechselte, verbrachte ich aber immer mehr Zeit im Labor und vermisste total die Zeit auf dem Wasser zwischen Wind und Wellen.

Also hast Du Dich umorientiert?

Nur teilweise. Meinen festen Job beim BSH wollte ich behalten. Über die niederländische Organisation „By the Ocean we Unite“ fand ich aber eine Gelegenheit, nebenberuflich in See zu stechen: Um auf die Plastikverschmutzung in den Meeren aufmerksam zu machen, nimmt ein Team aus Wissenschaftlern immer wieder Interessierte auf längere Törns mit. Dabei werden u.a. Wasserproben genommen und Wissen über Ursachen und Folgen der Verschmutzung vermittelt. Nachdem ich 14 Tage lang im wissenschaftlichen Team von Rotterdam nach Kopenhagen mitgesegelt war, stand für mich fest: Das will ich öfter machen. Aber ich musste einen Weg finden, meine Ausgaben zu finanzieren.

Mit Wind und Wellen gründen

Mit Blick aufs Meer – so kann man sich Lisett Kretzschmanns „Schreibtisch“ zwischen den Wellen vorstellen. Foto: Lisett Kretzschmann, Between Waves

Ausgaben?

Für Hochseereisen muss man je nach Einsatzgebiet mehrere Offshore-Sicherheitstrainings vorweisen, sonst bekommt man keine Aufträge. Außerdem braucht man etwas Ausrüstung. Aber durch die ersten Aufträge habe ich das schnell wieder hereinbekommen.

Was genau bietet „Between Waves“ an?

„By the Ocean we Unite“ war für mich der Anstoß, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Durch meine Ausbildung bin ich ja sehr flexibel als technische Unterstützung einsetzbar. Meine Gründung bietet drei Schwerpunkte: Der erste sind Offshore-Tätigkeiten wie z.B. die Probenahme von Luft-, Sediment- oder Wasserproben für verschiedene Forschungsprojekte. Der zweite ist die Erfassung von Zug- und Rastvögeln durch Sichtbeobachtungen und Radarmessungen auf dem Wasser und der dritte Schwerpunkt ist der Bereich Umweltbildung. Hier begleite ich studentische Ausbildungsseefahrten oder Naturschutzorganisationen im Bereich Meereswissenschaften.

War Dir schon vor der Gründung klar, welchen Kurs Du nehmen wolltest oder hast Du Dir Rat gesucht?

Als ich „Gründungsberatung“ gegoogelt habe, bin ich gleich bei der hei. gelandet. Vor der Erstberatung dachte ich noch „ohne coole App schicken die mich gleich wieder nach Hause“. Im Gegenteil! Meine Gesprächspartnerin hat genau zugehört, geholfen, die Gedanken zu sortieren und sogar erste Kontakte hergestellt. Und dann habe ich gleich zwei Seminare besucht: „Nebenberufliche Selbstständigkeit“ und „Rechtlich sicher auftreten“ mit Blick auf Logo, Social Media und Bildrechte. Auf das Programm des hei. scheckheftes komme ich sicher wieder zurück. Oft merkt man erst nach einer gewissen Zeit, wo es hakt, Steuern zum Beispiel. Und bei Social Media und Akquise könnte ich auch Hilfe brauchen.

Mit Wind und Wellen gründen

Auch die Erfassung von Zug- und Rastvögeln durch Sichtbeobachtungen gehört zu Lisetts Tätigkeiten mit ihrer Gründung „Between Waves“. Foto: Lisett Kretzschmann

Wie findest Du Deine Kunden? Und hat Deine Chefin den Zweitjob gleich akzeptiert?

Ich komme ja aus dem Bereich und hatte schon viele Kontakte. Wenn man auf engstem Raum miteinander arbeitet, nimmt man gerne jemanden, der ins Team passt; viel läuft deshalb über Empfehlung. Zuerst hatte ich schon Bedenken, meine Chefin anzusprechen. Aber der Arbeitgeber hat ja auch etwas davon, wenn man motiviert ist. In meinem Job bin ich zwischen sechs Tagen und sechs Wochen auf See, da sammelt sich Einiges an Überstunden an – die ich dann für meine freiberuflichen Projekte nutze.

Welche Ziele steuerst Du in den nächsten Jahren an?

So, wie es ist, bin ich zufrieden und freue mich über jeden neuen Auftrag – ich würde gerne mal für ein Projekt in die Antarktis.

Hast Du Tipps für Menschen, die in Hamburg gründen wollen?

Dranbleiben, auch wenn noch keine klare Linie für die Umsetzung da ist. Es gibt viele Anlaufstellen wie die hei. oder die Lawaetz-Stiftung, wo man gemeinsam eine Lösung finden kann. Außerdem: Mut, gutes Bauchgefühl und nicht zu viel Perfektionismus – sonst bleibt man womöglich für immer an Land.

Artikel vom 29. September 2017

Positionierung – das Herzstück des Geschäftsmodells

Positionierung

Wer gezielt herausarbeitet, was sein Unternehmen zum besten Anbieter der Branche macht, legt das Fundament für ein erfolgreiches Business. Foto: rawpixel via unsplash

Jeden Monat stellen sich unsere Seminar-Anbieter mit einem Gastbeitrag in ihrem jeweiligen Fachgebiet vor. Heute gibt uns Susanne Diemann, Inhaberin von Stark am Markt, Einblicke in das Thema „Positionierung“.

Wenn es um Auftrags- und Kundengewinnung geht, fragen sich viele Gründer, wo sie anfangen sollen. Wer erfolgreich in der Akquise sein will, braucht jedoch zuerst eine eindeutige, klare Unternehmens-Positionierung als Fundament für das eigene Angebot.

Gründer in Dienstleistungsbranchen sind meist in vielen Arbeitsfeldern aktiv und es fällt vielen schwer, die eigenen Kernkompetenzen klar herauszustellen. Oft wird befürchtet, wertvolle Chancen zu vertun, wenn nur ein bestimmtes Leistungsprofil zur Schau gestellt wird. Doch wie stelle ich mein Alleinstellungsmerkmal so heraus, dass ich in mehreren Arbeitsfeldern gleich gut und von meinen Zielkunden als Experte wahrgenommen werde?

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Artikel vom 30. Juni 2017

SEO: Dos und Don‘ts für Gründer

SEO-Tipps vom Experten, Illustration: Pixabay

Eine vordere Platzierung bei Google ist der Traum jedes Unternehmers. Nur ist dies nicht so leicht bzw. lassen sich Suchmaschinen ein Top-Ranking gut bezahlen. Unser Gastautor und hei. Seminaranbieter Dominik Mackenroth gibt Gründern in seinen Kursen Tipps und Tricks für die Suchmaschinenoptimierung ihrer Website an die Hand. Hier hat er für uns erste SEO-Tipps zusammengestellt.
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Artikel vom 28. April 2017

Gründerstory: Mit 62 dem Trend immer einen Schritt voraus

Erika Mierow beweist als Trendcoach, dass Existenzgründung keine Frage des Alters ist. Foto: Nadja Hansen WHY

Kommt Marmor wieder groß raus? Ist Messing das neue Kupfer? Wenn es um aktuelle Trends in Design und Lifestyle geht, kann man Erika Mierow nichts vormachen. 40 Jahre war die Hamburgerin im Einkauf großer Wohnaccessoire-Unternehmen tätig und reiste auf der Suche nach Inspirationen um die Welt. Ein schöner, aber stressiger Job: Kurz vor ihrem 60. Geburtstag zog sie die Reißleine, kündigte ihren Job und machte sich als Trendcoach selbstständig.

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Artikel vom 20. April 2017

„Kluge Gründer beherrschen das Chaos“ – Ablagesysteme für Gründer

Unübersichtliche Papierperge müssen nicht sein: Mit logischen Ablagesystemen wird der operative Arbeitsalltag leichter.

Ein logisches Ablagesystem vermeidet Chaos und Frust – Gründer fangen am besten schon zu Beginn damit an, ihr Ablagesystem einheitlich umzusetzen. Foto: hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative

Papier, Dateien, Emails, Ordner, Mappen, Flyer… – Das Thema „Ablagesysteme“ umfasst viele Elemente des operativen Arbeitsalltags  und ein einheitliches Ablagesystem verbessert die Übersichtlichkeit ungemein. Doch wie fängt man an, ein sinnvolles Ablagesystem zu etablieren? Welche Bereiche müssen berücksichtigt werden? Und ist eine ausschließlich elektronische Ablage von Dokumenten überhaupt machbar? Diesen Fragen ging Nicole Stroot von Nicole Stroot Management & Consulting beim hei.gründerfrühstück im April auf den Grund. Einige Tipps und Tricks zum Thema Ablagesysteme haben wir hier noch einmal für Euch zusammengefasst. Weiterlesen

Artikel vom 30. Dezember 2016

Gründerstory: Ein Königreich zum Stöbern und Schlemmen – das Kittel’s verführt mit feinsten Waren aus Great Britain

Viel Liebe zum Detail: Das Kittel's beeindruckt

Existenzgründer Alexander Kittel erfüllte sich mit dem Conceptstore „Kittel’s“ im Lehmweg einen Lebenstraum. Foto: Hendrik Lüders

Dass wir zum Interviewtermin mit Gründer Alexander Kittel ein paar Minuten zu früh erscheinen, erweist sich als echter Glücksfall. Das aufmerksame Team seines Conceptstores im Lehmweg tut alles, um die Wartezeit kulinarisch zu verkürzen: Eine dampfende Tasse Earl Grey von einer Teeplantage in Cornwall? Dazu ein zimtduftendes Hot Cross Bun mit einem Klecks Clotted Cream? Noch etwas von der mit Single-Malt-Whisky verfeinerten Orangenmarmelade? Yes please, immer schön drauf aufs Tellerchen. Als der Chef schließlich im Kittel’s eintrifft, um über seine Existenzgründung zu berichten, sind wir königlich versorgt.  Weiterlesen

Artikel vom 30. November 2016

Noch mehr Wissen für Hamburgs Gründer! Neue Seminare im hei.scheckheft 2017

hei.scheckheft 2017Eigentlich befinden sich Alle schon im Jahresendspurt. Doch bevor auch wir als Team von der hei. uns in den Festtagstrubel und -jubel stürzen, haben wir heute noch eine Neuigkeit für Euch. Wir waren nämlich in den letzten Wochen richtig fleißig und haben das hei.scheckheft 2017 vorbereitet. Und nun ist es fertig – und wird gerade durch die Druckerpresse gerollt. Deshalb stellen wir Euch heute vorab vier neue Experten und ihre Seminarangebote im hei.scheckheft 2017 vor. Insgesamt bietet das hei.scheckheft 99 Seminare von 60 Experten. Dabei werden alle für Gründer relevanten Themenbereiche abgedeckt: Vertrieb, Marketing, Recht, Steuern, Versicherungen, Geschäftskultur und Unternehmensstruktur… – die Auswahl ist riesig und bereitet bestmöglich auf eine erfolgreiche Selbstständigkeit vor. Um die Förderung von der Stadt Hamburg für die Teilnahme an den Seminaren zu erhalten, muss ein Antrag für das hei.scheckheft gestellt werden. Den Antrag findet ihr hier. Und: Wir geben wirklich Gas. Die Bearbeitung dauert in der Regel nur wenige Werktage. Das hei.scheckheft 2017 findet ihr ab Ende Dezember auch online im Service-Bereich auf www.hei.hamburg Weiterlesen

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