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Artikel vom 30. Dezember 2016

Gründerstory: Ein Königreich zum Stöbern und Schlemmen – das Kittel’s verführt mit feinsten Waren aus Great Britain

Viel Liebe zum Detail: Das Kittel's beeindruckt

Existenzgründer Alexander Kittel erfüllte sich mit dem Conceptstore „Kittel’s“ im Lehmweg einen Lebenstraum. Foto: Hendrik Lüders

Dass wir zum Interviewtermin mit Gründer Alexander Kittel ein paar Minuten zu früh erscheinen, erweist sich als echter Glücksfall. Das aufmerksame Team seines Conceptstores im Lehmweg tut alles, um die Wartezeit kulinarisch zu verkürzen: Eine dampfende Tasse Earl Grey von einer Teeplantage in Cornwall? Dazu ein zimtduftendes Hot Cross Bun mit einem Klecks Clotted Cream? Noch etwas von der mit Single-Malt-Whisky verfeinerten Orangenmarmelade? Yes please, immer schön drauf aufs Tellerchen. Als der Chef schließlich im Kittel’s eintrifft, um über seine Existenzgründung zu berichten, sind wir königlich versorgt. 

Halber Brite voller Stil im Conceptstore

Edle Tweedweste, elegantes Hemd und eine stilvolle Krawatte mit Collegestreifen – Alexander Kittel lebt die gepflegte Britishness, die sein Laden ausstrahlt, auch privat. Als Sohn einer englischen Mutter verbrachte der 34-Jährige als Kind viel Zeit auf der Insel und schaute seiner Großmutter beim Backen über die Schulter. „Viermal im Jahr sind wir früher nach England gefahren. Auf der Rückreise wurde es für meine Schwester und mich dann immer eng auf der Rückbank, weil sich da unsere ganzen Einkäufe stapelten. Battenberg Cake, Scones, Rosmarin-Cracker, Pflaumen-Chutney, eingelegte Walnüsse – das gab’s in Deutschland nicht, deshalb mussten wir Vorräte anlegen“, lacht der Kittel’s-Gründer.

Traditioneller britischer Stil: Das Kittel's im Lehmweg

Vertreibt viele Produkte in Deutschland exklusiv: Alexander Kittel, Inhaber und Gründer vom Conceptstore „Kittel’s“. Foto: Hendrik Lüders

Von Prinz Harry’s Bartöl bis zum Pembroke Table

Heute ist es ihm ein Anliegen, möglichst vielen Hamburgern die britische Lebenswelt näherzubringen. Neben feinen Delikatessen vom Shortbread bis zum Farmhouse Cheddar hat Alexander Kittel auch Accessoires wie Portemonnaies und Krawatten sowie original britische Möbel und Pflegeserien im Angebot. Dass er viele Produkte in Deutschland exklusiv vertreibt, hat sich weit über die Grenzen Eppendorfs hinaus herumgesprochen: Auch Kunden aus dem Ruhrgebiet oder Süddeutschland finden den Weg in seinen geschmackvollen Laden im Lehmweg.

Ein Architekt folgt seinem Traum

Die Liebe zum Detail, mit der der Conceptstore eingerichtet ist, beeindruckt. Von der mattgrünen Holzfassade im traditionellen britischen Stil über das aufwändig gestaltete Pfauen-Logo bis zur hölzernen Ladentheke wirkt alles stimmig und durchdacht. Man spürt, dass Alexander Kittel vom Fach ist: Lange Jahre arbeitete er als Architekt für renommierte Büros wie Albert Speer + Partner oder gmp, bevor er das Projekt „Kittel’s“ in Angriff nahm. „Im Sommer 2014 nahm die Idee immer konkretere Züge an. Ich bin durch England gereist, habe mir Lieferanten angeschaut und war plötzlich wahnsinnig motiviert, das Konzept umzusetzen“, erklärt der Inhaber.

Berät neugierige Kunden: Mutter Wendy Kittel

Berät die Kunden des „Kittel’s“ mit Charme und britischem Akzent: Wendy, die Mutter von Gründer Alexander Kittel. Foto: Hendrik Lüders

Stay calm and say hei.

In den Beratern der hei., so berichtet der Existenzgründer, habe er hoch kompetente und integre Sparringspartner gefunden, mit denen er in Ruhe verschiedene Geschäftsansätze durchdeklinieren und Businesspläne erstellen konnte. Auch die Gutscheine aus dem hei.scheckheft setzte Kittel ein, um sich im Detail weiterzubilden und um zu entscheiden, ob ein reines Vertriebskonzept, ein Gastrokonzept oder eine Kombination am erfolgversprechendsten wäre. „Die Berater und Coaches der hei. haben mich toll unterstützt und haben sehr daran geglaubt, dass meine Geschäftsidee funktioniert – so etwas spornt einen natürlich zusätzlich an“, erklärt Kittel, der sein Geschäft im Juli 2016 eröffnete.

Britisches Conceptstore im Lehmweg: Das "Kittel's" erfreut sich großer Beliebtheit

Bei der Planung der Geschäftsidee für das britische Conceptstore halfen die Berater der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Foto: Hendrik Lüders

Die Mutter des Erfolgs

Heute wird der gebürtige Düsseldorfer in seinem Ladengeschäft von drei Mitarbeitern und seiner charmanten Mutter Wendy unterstützt, die neugierige Kunden mit hauchfeinem britischem Akzent durch das umfangreiche Warensortiment führt. „Ein echtes Verkaufstalent!“, so Alexander Kittel. Für die Zukunft wären eine Filialisierung oder ein zusätzlicher Online-Vertrieb für das Kittel’s durchaus denkbar, erklärt der Gründer. Doch bevor er sich auf Wachstumskurs begebe, wolle er sich erst einmal auf das Stammhaus im Lehmweg konzentrieren.

Erst durchrechnen, dann durchstarten

Alexander Kittel hat sich mit seinem Conceptstore einen Lebenstraum erfüllt. Was rät er als frischgebackener Existenzgründer anderen Hamburgern, die über die Selbstständigkeit nachdenken? Für die Antwort muss er nicht lange überlegen: „Nehmt Eure Träume ernst! Schreibt Eure große Idee auf, rechnet konkret durch, ob sie funktionieren könnte, so wird sie Schritt für Schritt realer. Und wenn der Plan steht, dann zögert nicht länger: Go for it!“

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