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Artikel vom 16. September 2025

hei.gründer:innenstory: Dr. Claire Guillemin – Parfum-Atelier

Düfte, Sinnlichkeit und individuelle Parfumkreationen – das ist das Herzensprojekt von Dr. Claire Guillemin. Statt auf Massenware setzt sie auf persönliche Duft-Erlebnisse, die Freude, Erinnerungen und Emotionen wecken. Mit ihrem Parfum-Atelier bringt sie das französische Konzept der individuellen Duftgestaltung nach Hamburg und ermöglicht es ihren Gästen, hochwertige Düfte selbst zu kreieren.

Wir haben Claire zu ihrer Gründungsgeschichte befragt und erfahren, wie sie ihre Leidenschaft für Düfte, ihre internationale Erfahrung und ihre Expertise im Parfumrecht in ein eigenes Unternehmen verwandelt hat:

“Ich bin Französin und lebe seit über 20 Jahren in Hamburg, wo ich an der Bucerius Law School über Parfumrechtsschutz promoviert habe. Daraufhin habe ich für die International Fragrance Association (IFRA), die für die Sicherheit und Qualität von Duftstoffen zuständig ist, gearbeitet und Lobbyarbeit für die Duftindustrie bei den Europäischen Institutionen in Brüssel geleistet. Dort habe ich viele interessante Personen getroffen und viel Erfahrung in „Duftevents“ gesammelt.

Mein Job ist es, gut zu riechen und Personen gut riechen zu lassen – sozusagen „make the world a better place“. Mir liegt es am Herzen, den „vergessenen“ Geruchssinn sowie die Sinnlichkeit und Freude, die damit verbunden sind, wieder zu erwecken und meine Liebe und Expertise für Düfte weiterzugeben. Dafür habe ich ein Parfum-Atelier, ein Konzept aus Frankreich, nach Hamburg gebracht, in dem meine Gäste ohne großen Aufwand individuelle und hochwertige Düfte kreieren können. Das bedeutet viel Arbeit, aber auch viel Spaß: Duftnoten aussuchen und bestellen, Räume besichtigen und vermieten, die perfekten Messbecher oder Flakons auswählen, die Internetseite aufbauen, den Finanzplan kalkulieren, Google Ads schalten … ich langweile mich nicht!”

Foto: Mohammed Alhaibi

 

Das Interview mit Dr. Claire Guillemin – Parfum-Atelier:

 

Nicht nur deine Gründungsidee, auch dein Werdegang ist besonders – vom Parfumrecht zur eigenen Duftwerkstatt. Was hat dich angetrieben, das Parfum-Atelier in Hamburg zu gründen?

Die Idee, ein Duftzentrum nach Hamburg zu bringen, hatte ich schon immer. Durch die Begegnung mit Stephanie Schaub vom Chocoversum, die dann meine Mentorin wurde, und nach einer Reise nach Grasse, wo ich Kurse im Parfumrecht an der Universität gab, habe ich das Konzept ziemlich schnell entwickelt.

 

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Artikel vom 16. September 2025

hei.expert:inneninterview: Mit Gabriele Albers vom Haus der Selbstständigen (HDS)

Wir freuen uns sehr, dass wir Gabriele Albers für ein hei.expert:inneninterview gewinnen konnten!

Gabriele ist beim Haus der Selbstständigen (HDS) in Hamburg aktiv und setzt sich mit großer Leidenschaft für die Interessen von Solo-Selbstständigen ein. Das HDS vernetzt, stärkt und berät und rückt Themen ins Rampenlicht, die viele betreffen: faire Honorare, bessere Rahmenbedingungen und mehr Sichtbarkeit.

Im Interview erzählt Gabriele, warum kollektives Handeln so entscheidend ist, welche Herausforderungen Solo-Selbstständige aktuell am meisten bewegen und weshalb es so wichtig ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Ein inspirierender Einblick in die Arbeit des HDS – und ein klares Plädoyer für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in der Selbstständigkeit.

Foto: Henning Angerer

 

Hi, ich bin Gaby vom Haus der Selbständigen.

Neugier ist mein Markenzeichen – ich probiere gerne Dinge aus, die ich noch nicht kenne, egal ob im Supermarkt, auf Reisen oder beruflich. Geht auch mal daneben, sorgt aber dafür, dass das Leben aufregend bleibt.

Das Streben nach einer besseren und gerechteren Welt ist mein Erfolgsfaktor – egal ob für das Haus der Selbstständigen oder bei meinem ehrenamtlichen Engagement in der Politik. Ich bin davon überzeugt, dass wir es selbst in der Hand haben, Dinge zum Besseren zu verändern.

Meine Superkraft wäre es, Menschen dazu zu befähigen, sich besser in andere hineinversetzen zu können und dadurch mehr in Gemeinschaft und weniger in persönlicher Nutzenmaximierung zu denken.

 

Das Interview mit Gabriele Albers von Haus der Selbstständigen (HDS):

 

Moin Gabriele, du bist beim Haus der Selbstständigen (HDS) aktiv – was genau ist eure Mission dort, und wie unterstützt ihr Solo-Selbstständige ganz konkret? Und für alle, die euch noch nicht kennen: Was ist das „Haus der Selbstständigen“ eigentlich genau?

Das HDS ist ein vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt, das Solo-Selbstständige vernetzen, stärken, beraten und sichtbarer machen möchte. Es gibt Standorte in Leipzig, Köln, Berlin und Hamburg, die alle unterschiedliche Schwerpunkte haben.

Beim HDS Hamburg steht die Vernetzung der rund 50.000 Solo-Selbstständigen und ihrer Interessenvertretungen im Mittelpunkt. Dabei ist es egal, aus welcher Branche sie kommen und welche Erfahrungen sie mitbringen. Wichtig ist nur, dass sie davon überzeugt sind, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als allein und dass sie bereit sind, sich dafür auch einzusetzen. Das HDS Hamburg bietet dafür die nötige Plattform und – zusammen mit den sechs anderen Projektpartner:innen – auch das passende Beratungs- und Qualifizierungsangebot. Damit die Solo-Selbstständigen endlich sichtbar werden und ihre Anliegen nicht länger ignoriert werden.

 

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Artikel vom 15. August 2025

hei.faq – E wie Effectuation

hei.faq – E wie Effectuation! Gründen ist mehr als ein starrer Businessplan – es ist ein flexibler Prozess voller Entscheidungen und Veränderungen. Aber was bedeutet eigentlich „Effectuation“? Und wie kann diese Denkweise euch helfen, euer Startup erfolgreich zu gestalten?

In unserer Social-Media-Reihe hei.faq – A–Z der Gründung – erklären wir wichtige Begriffe aus dem Gründer:innenalltag. Dieses Mal dreht sich alles um Effectuation – die clevere Methode, mit dem zu starten, was man hat, flexibel zu bleiben und das eigene Business pragmatisch und smart aufzubauen.

Effectuation – Die Geheimwaffe erfolgreicher Unternehmer:innen

Gründen ist kein festes Drehbuch, kein starrer Plan, den man einfach nur abarbeiten muss. Stattdessen ist es ein spannendes Abenteuer voller Herausforderungen, Umwege und Überraschungen. Und genau dafür gibt es eine Denkweise, die vielen erfolgreichen Gründer:innen den Weg geebnet hat: Effectuation.

Was steckt hinter Effectuation?

Effectuation ist ein unternehmerischer Denkansatz, der von Saras D. Sarasvathy entwickelt wurde. Er beschreibt, wie Gründer:innen nicht auf die perfekte Idee oder den idealen Zeitpunkt warten, sondern mit den Ressourcen starten, die ihnen gerade zur Verfügung stehen – das können Fähigkeiten, Netzwerke oder ein vorhandenes Budget sein. Statt den klassischen Businessplan mit starren Zielen zu verfolgen, arbeiten sie flexibel und nutzen Chancen, die sich unterwegs ergeben.

Die Grundprinzipien von Effectuation

  1. Starte mit dem, was du hast:
    Du brauchst nicht den perfekten Businessplan oder das größte Kapital, um loszulegen. Stattdessen schaust du auf deine eigenen Fähigkeiten, Kontakte und vorhandenen Mittel. Was kannst du jetzt schon tun? Wie kannst du diese Ressourcen bestmöglich einsetzen?

  2. Flexibles Handeln statt starrer Planung:
    Anstatt stundenlang Pläne zu schmieden, probierst du aus, lernst dazu und passt dich ständig an neue Situationen an. Veränderungen sind normal und werden genutzt, um das Geschäft weiterzuentwickeln.

  3. Partnerschaften statt Alleingang:
    Statt dein Konzept hinter verschlossenen Türen zu entwickeln, suchst du aktiv den Austausch. Partnerschaften, Kooperationen und Netzwerke spielen eine wichtige Rolle – gemeinsam können Lösungen entstehen, die allein schwer vorstellbar sind.

  4. Frage nicht „Was könnte ich erreichen?“ sondern „Was kann ich jetzt tun?“
    Es geht weniger um langfristige Visionen, sondern um das Machbare im Hier und Jetzt. Was ist mit deinen Mitteln heute möglich? Welche nächsten Schritte bringen dich weiter?

Warum ist Effectuation so wirkungsvoll?

Viele Gründer:innen stehen vor der Herausforderung, dass Pläne nicht so funktionieren wie gedacht. Effectuation setzt genau hier an: Es nimmt die Unsicherheit und macht sie zur Chance. Statt auf eine Glaskugel zu starren, fordert dieser Ansatz ein echtes „Macher:innen-Mindset“ – Kreativität, Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren und dabei zu lernen.

Das führt zu mehr Agilität und Resilienz, gerade in den frühen Phasen der Gründung, wenn sich Märkte und Anforderungen schnell verändern können. Auch die Fähigkeit, durch Kooperationen Ressourcen und Wissen zu bündeln, stärkt das Unternehmen nachhaltig.

Für wen ist Effectuation geeignet?

Effectuation ist besonders wertvoll für Gründer:innen, die pragmatisch und flexibel an ihr Business herangehen wollen. Wer nicht darauf wartet, dass alle Rahmenbedingungen perfekt sind, sondern mutig den ersten Schritt macht und auf dem Weg wächst, findet in Effectuation eine hilfreiche Methode.

Buchtipp: „Effectuation“ von Saras D. Sarasvathy

Wer sich noch tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, dem empfehlen wir das Buch „Effectuation: Wie erfolgreiche Unternehmer denken, entscheiden und handeln“. Sarasvathy beschreibt darin anschaulich und praxisnah, wie diese Denkweise funktioniert und gibt viele Beispiele aus der Gründerwelt.

Gründen ist kein starres Konzept, sondern ein lebendiger Prozess. Effectuation zeigt, wie man mit dem, was man hat, beginnt, flexibel bleibt und Chancen nutzt. Damit wird das Abenteuer Unternehmertum zu einer echten Erfolgsgeschichte. Bist du bereit, loszulegen?

 

hei.faq – E wie Effectuation! – Check 

Artikel vom 15. August 2025

hei.gründer:innenstory: Johanna Ludwig-van Tricht – Slow Fashion mit Haltung

Langlebige Mode für starke Frauen – das ist Hanne mit ihrer Slow Fashion Brand VAN TRICHT. Statt auf kurzlebige Trends setzt sie auf klare Designs, hochwertige Materialien und verantwortungsvolle Produktion in kleinen Auflagen. Ihr Ziel: Kleidungsstücke zu schaffen, die Freiheit, Kraft und Würde ausstrahlen und über viele Jahre hinweg begleiten.

Wir haben Hanne zu ihrer Gründungsgeschichte befragt und erfahren, wie sie mit VAN TRICHT Mode neu denkt:

“Ich bin Hanne, die Gründerin der Slow Fashion Brand VAN TRICHT. In meiner Mode verbinde ich Robustheit und ich schaffe langlebige Kleidungsstücke für Frauen, die einem ein Gefühl von Freiheit, Kraft und Würde geben. Dabei arbeite ich mit verschiedenen Firmen und Freelancern zusammen. Das Design, die Entwicklung der Schnitte und die Materialrecherche mache ich selbst, die Digitalisierung und Gradierung werden extern gemacht. Ich lasse in kleinen Auflagen produzieren und arbeite dafür mit einer Näherei in Bayern, sowie Strickereien in Belgien und Holland zusammen. Naturfärbung, also färben mit Pflanzenfarben, ist ein Thema, das ich gerade untersuche. Dafür bin ich im Gespräch mit einer Färberin in der Schweiz. Die Kollektion ist bewusst sehr dauerhaft gestaltet. Im krass schnell wechselnden Rhythmus der Modeindustrie mache ich nicht mit. Ich vertreibe die Kollektion über meinen eigenen Onlineshop, veranstalte Pop-Up Events und gehe auf Designmessen.”

Foto: Johanna Ludwig-van Tricht

 

Du hast VAN TRICHT im Januar 2024 gegründet – was war der Moment, in dem Du wusstest: Jetzt oder nie? Gab es einen Auslöser oder war es eher ein schleichender Prozess?

Es hat verschiedene solcher „Jetzt oder nie- Momente“ gegeben und ein langer Prozess war es auch! Ausschlaggebend, um wirklich in die Umsetzung zu gehen, war der Workshop „Erfolgswerk“, den ich im Sommer 2022 mitgemacht habe. Darin ging es darum, innerhalb von einem Jahr ein Herzensprojekt umzusetzen. Er hat mir geholfen, die Brücke zwischen meiner Vorstellung von dem eigenen Modelabel, die ich schon sehr lange in mir hatte, und der Wirklichkeit zu bauen. Weniger als 1 Jahr später hat mich mein damaliger Arbeitgeber gehen lassen. Ab dem Moment konnte ich mich voll und ganz auf die Selbständigkeit konzentrieren und mit der Abfindung habe ich einen Teil der Produktion finanziert.

 

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Artikel vom 15. August 2025

hei.expert:inneninterview: Mit Gila Otto, Regionalvertreterin der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga)

Wir freuen uns sehr, dass wir Gila Otto für ein hei.expert:inneninterview gewinnen konnten!

Gila ist seit vielen Jahren Regionalvertreterin der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) in Hamburg. Die bga setzt sich bundesweit für Gründerinnen und Unternehmerinnen ein und wurde sogar als europäisches Erfolgsmodell ausgezeichnet. Im Interview erzählt Gila, wie sie Frauen mit ihrem Know-how unterstützt, warum Vernetzung so entscheidend ist und welchen Unterschied es macht, wenn Beratung aus eigener Gründungserfahrung kommt.

Ein spannender Einblick in die Arbeit für Gründerinnen und die Bedeutung von Empowerment.

Foto: Gila Otto

 

Das Interview mit Gila Otto von Frau und Arbeit Hamburg:

 

Du bist – u. a. – Regionalvertreterin der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) – was genau machst du in dieser Funktion, und wie profitieren Frauen in Hamburg konkret von deinem Know-how? (Und für alle, die die bga noch nicht kennen: Was ist das überhaupt – und warum ist sie für gründende Frauen so wichtig?)

Herzlichen Dank für die Einladung zum Interview!

Ja, ich vertrete die bundesweite gründerinnenagentur (bga) schon seit etwa 17 Jahren für das Bundesland Hamburg. Die bga hat Vertreterinnen in jedem Bundesland und ist als europäisches Erfolgsmodell ausgezeichnet. Wir sehen unsere Aufgabe unter anderem darin:

  • Gründerinnen und Unternehmerinnen ins Licht der Öffentlichkeit zu setzen,

  • Fachöffentlichkeit auf frauenspezifische Themen aufmerksam zu machen,

  • innovative Ansätze in Projekten auszuprobieren,

  • für Politik und Wirtschaft Unternehmerinnen und Gründerinnen als Wirtschaftsfaktor präsent zu halten,

  • Expert:innen eine Plattform zu bieten, auf der sie Angebote für Gründerinnen und Unternehmerinnen bundesweit vorstellen,

  • an Aktionstagen, wie dem zur weiblichen Nachfolge, aktuelle Themen aufzugreifen und weibliche Rolemodels zu präsentieren: Gerade befinde ich mich selbst in einem Übergabeprozess an meine Nachfolgerin Stefanie Wilkens.

Die bga wendet sich also eher an Multiplikatorinnen und die Gründerinnen und Unternehmerinnen profitieren indirekt.

 

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Artikel vom 18. July 2025

hei.gründerstory: Michael Christian Hoffmann – Videograf aus Hamburg

Video-Content für Unternehmen, Marken und Agenturen – wichtiger als man denkt. Von Social-Media-Reels über YouTube-Formate bis hin zu Eventfilmen ist bei Michael alles dabei. Sein Fokus liegt hierbei auf visuellem Storytelling mit Qualität und Charakter, um echte Verbindungen zu schaffen – quasi als Gegenrichtung zu der Welle an KI-generiertem Content.

Wir haben Michael interviewt und hier findet ihr die spannende Gründungsgeschichte zur Produktion von Video-Content:

“Ich bin Michael Christian Hoffmann, 29 Jahre alt und selbstständiger Videograf aus Hamburg. Ich liebe es, Menschen und Marken sichtbar zu machen und arbeite dabei am liebsten authentisch, nahbar und professionell.”

Foto: Michael Christian Hoffmann

 

Du hast schon früh angefangen, Videos zu drehen – was hat dich damals so gepackt, dass du heute damit dein Business aufgebaut hast?

Mit 14 Jahren habe ich schon meine ersten Videos für YouTube im Jahr 2009 erstellt. Ich war schon immer fasziniert davon, wie Bilder technisch produziert werden und zugleich, wie sie Emotionen auslösen können. Schon mit der ersten Kamera in der Hand wollte ich nicht einfach nur filmen, sondern Geschichten erzählen. Diese Faszination ist immer geblieben, und heute darf ich sie beruflich leben.

 

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Artikel vom 18. July 2025

hei.experteninterview: Mit Josef Bogner von den Wirtschaftssenioren Hamburg

Wir freuen uns sehr, dass wir Josef Bogner für ein hei.experteninterview gewinnen konnten!

Josef Bogner ist von den Wirtschaftssenioren Hamburg und dort ist er seit letztem Jahr Vorstandsvorsitzender. Beruflich war er 25 Jahre in einem großen Energiekonzern mit Schwerpunkt Retail tätig. Den Verein Wirtschafts-Senioren Beraten e. V. gibt es bereits seit über 40 Jahren in Hamburg. Er besteht aus ca. 30 ehemaligen Unternehmer:innen bzw. Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen. Die Intention ist es, deren langjährige Erfahrung u. a. mit Gründer:innen und kleinen bis mittleren Unternehmen zu teilen. Das Handeln ist dem Gemeinwohl verpflichtet und nicht auf Profit ausgerichtet.

Im Interview verrät Josef Bogner, warum Selbstorganisation so wichtig ist und worauf es wirklich ankommt.

Foto: Josef Bogner

 

Hi, ich bin Josef von den Wirtschaftssenioren Hamburg.

Erfahrung ist mein Markenzeichen. Viele Situationen, Herausforderungen, Erfolge und Misserfolge habe ich in meiner Karriere erlebt. Diese Erkenntnisse teile ich gerne.

Reflexion ist mein Erfolgsfaktor. Lerne aus Erfolgen und aus Misserfolgen. Scheitern ist kein Problem, wenn man daraus seine Lehren zieht. Auch in Zeiten des Erfolgs sollte man sich letztendlich selbst fragen, was man ändern muss, um weiterhin erfolgreich zu bleiben.

Meine Superkraft ist, Dinge und Prozesse pragmatisch zu beschreiben. Lass es nicht zu kompliziert werden. Oft sind es die Basics, die am meisten bewirken.

 

 

Das Interview mit Josef Bogner von den Wirtschaftssenioren Hamburg:

 

Eines eurer Seminare bei der hei. heißt: „Praktische Wege zu einer effektiven Selbstorganisation“. Klingt nach einem Gamechanger für den Gründungsalltag! Was sind denn die häufigsten Probleme, die Gründer:innen bei ihrer Organisation haben – und was sind deine Lieblingslösungen dafür?

Meist sind es unbewusst eingefahrene Verhaltensweisen, die im Alltag oftmals effizientes Arbeiten erschweren. In unserem Workshop halten wir einfach auch mal den Spiegel vor. Oftmals hilft schon eine Selbstreflexion, um Dinge zu ändern. Also ist es weniger ein Gamechanger, den wir ausarbeiten, sondern eher ein Impuls zu Verhaltensveränderungen.

 

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Artikel vom 14. July 2025

hei.faq – G wie Gewerbe!

hei.faq – G wie Gewerbe! – und plötzlich steht man vor Formularen, Pflichten und Fragen. Was genau bedeutet „ein Gewerbe anmelden“ eigentlich? Welche Schritte sind nötig und wo lauern typische Fehlerquellen?

In unserer Social-Media-Reihe hei.faq – A–Z der Gründung – G wie Gewerbe nehmen wir gemeinsam mit Expert:innen zentrale Begriffe aus dem Gründer:innenalltag unter die Lupe.
Dieses Mal geben uns Expert:innen von der Handelskammer Hamburg einen klaren Überblick: Was ihr zur Gewerbeanmeldung wissen solltet, wie die Handelskammer euch unterstützt und worauf ihr unbedingt achten müsst.

hei.faq - G wie Gewerbe!

1. Was macht die Handelskammer Hamburg zur besten Anlaufstelle für gewerbliche Gründer:innen?

Die Handelskammer Hamburg ist eine zentrale Anlaufstelle für gewerbliche Gründer:innen, weil sie persönliche Beratung, praxisnahe Veranstaltungen und hilfreiche Tools wie die Unternehmenswerkstatt bietet. Sie unterstützt bei Themen wie Businessplan, Finanzierung und Gewerbeanmeldung. Durch ihr Netzwerk und ihre Expertise erleichtert sie den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit.

2. Wie unterstützt die Handelskammer speziell bei der Gewerbeanmeldung und was sind häufige Stolpersteine, die Gründer:innen beachten sollten?

Die Handelskammer Hamburg unterstützt Gründer:innen bei der Gewerbeanmeldung mit individuellen Beratungen, Checklisten und Informationen zu den notwendigen Formalitäten und Anlaufstellen. Sie klärt über branchenspezifische Besonderheiten, gesetzliche Pflichten und die richtige Wahl der Rechtsform auf. Häufige Stolpersteine sind unvollständige Angaben im Anmeldeformular, eine falsche Einschätzung der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten oder das Fehlen notwendiger Nachweise wie Führungszeugnis oder Sachkundenachweis.

3. Wie läuft ein typisches Beratungsgespräch bei der Handelskammer ab und welche Themen werden dabei besonders behandelt, um Gründer:innen bestmöglich auf ihre gewerbliche Gründung vorzubereiten?

Ein Beratungsgespräch beginnt meist mit einer kurzen Vorstellung der Geschäftsidee. Danach folgen Fragen zur Zielgruppe, Finanzierung, Rechtsformwahl, steuerlichen Aspekten, Businessplan und Genehmigungen. Die Beratenden geben praxisnahe Tipps, prüfen auf Fallstricke und verweisen bei Bedarf an Spezialisten.

Ziel ist es, realistische Erwartungen zu schaffen und den Gründungsweg strukturiert anzugehen.

4. Welche Beratungsmöglichkeiten bietet die Handelskammer für Gründer:innen und in welchen Bereichen kann man sich Hilfe holen?

Die Handelskammer Hamburg bietet Gründer:innen vielfältige Beratungsformate – von virtuellen Einzelgesprächen über Webinare bis hin zu Workshops und Infotagen. Je nach Anliegen vermitteln wir passgenaue Informationen und praktische Orientierung. Bei speziellen Fragestellungen lotsen wir zudem gezielt an spezielle Fachabteilungen oder externe Institutionen weiter.

5. Gibt es spezielle Programme oder Veranstaltungen, die Gründer:innen helfen, Netzwerke zu bilden und sich mit anderen Unternehmen auszutauschen?

Die Handelskammer Hamburg bietet verschiedene Programme und Veranstaltungen an, die Gründer:innen dabei unterstützen, Netzwerke zu bilden und sich mit anderen Unternehmen auszutauschen:

  • Gründertreff der Wirtschaftsjunioren: Ein monatlicher Informationsabend, der Themen rund um die Existenzgründung behandelt und Gelegenheit zum Networking bietet.
  • Infotag zur Existenzgründung: Monatliche kostenfreie Veranstaltung mit Vorträgen zu wichtigen Aspekten der Unternehmensgründung, gefolgt von individuellen Beratungsmöglichkeiten.
  • Hamburg Next Level: Ein Programm, das Start-ups bei der Internationalisierung unterstützt, einschließlich Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten mit internationalen Märkten.
  • Nordic Startup Challenge: Eine Veranstaltung, die Start-ups aus Nordeuropa mit dem Hamburger Innovationsökosystem vernetzt und den Austausch mit lokalen Unternehmen fördert.

6. Welche Fördermöglichkeiten oder Finanzierungshilfen können Gründer:innen durch die Handelskammer erhalten?

Die Kammer selbst vergibt keine finanziellen Mittel, aber sie berät umfassend zu passenden Förderprogrammen der IFB Hamburg, der KfW und zu BAFA Zuschüssen. Darüber hinaus unterstützt sie Gründende mit Konzeptberatungen und hilft dabei, dass sie bestens auf Bankgespräche vorbereitet sind.

7. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für Gründer:innen in Hamburg und wie hilft die Handelskammer dabei, diese zu meistern?

Gründer:innen in Hamburg stehen häufig vor Herausforderungen wie der Wahl der passenden Rechtsform, bürokratischen Anforderungen oder der Finanzierung ihres Vorhabens. Die Handelskammer Hamburg, als gewerbliche Institution, bietet Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie praxisnahe Informationen, Orientierung und gezielte Veranstaltungen bereitstellt – insbesondere, um die erste Hürde gut vorbereitet zu meistern. Dabei spricht sie keine Empfehlungen aus, sondern informiert neutral über mögliche Optionen, z. B. bei der Rechtsformwahl oder Förderprogrammen.

Gut vorbereitet gründen? Die Handelskammer Hamburg bietet euch Beratung, Infos & Events rund ums Gewerbe – persönlich, praxisnah, kostenlos.

hei.faq – G wie Gewerbe! – Check 

Artikel vom 24. June 2025

hei.gründerstory: Kurtus Hancock – Der Cidermacher!

Cider machen ist das eine – dann aber auch noch einen eigenen mobilen Ausschank auf die Beine zu stellen, das andere. Kurtus ist der Gründer und Cidermacher hinter Hancock Craft Cider aus Kanada.

Wir haben Kurtus interviewt und hier findet ihr die spannende Gründungsgeschichte zur Herstellung von Cider:

“Ich bin Kurtus Hancock, 33 Jahre alt, komme aus Kanada und bin eigentlich ein ausgebildeter und erfahrener Forschungsingenieur für Wasserstoff-Brennstoffzellen. Seit April 2024 bin ich der Gründer und Cidermacher hinter Hancock Craft Cider.”

Foto: Kurtus Hancock

 

Kurtus, wie kommt man eigentlich auf die Idee, Cider zu machen – und dann auch noch einen eigenen mobilen Ausschank auf die Beine zu stellen?

“Die Idee, Cider zu machen, lässt sich indirekt auf die Apfelanbau-Wurzeln meiner Familie in Naramata, BC, Kanada zurückführen. Ich bin auf einer 10 Hektar großen Apfelplantage
zusammen mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester aufgewachsen. Mein Vater, Onkel, Opa und Uropa waren alle Apfelbauern, und die ersten 18 Jahre meines Lebens war
ich komplett von der Welt der Äpfel umgeben. Als es dann Zeit wurde, meine ersten großen Entscheidungen im Leben und Beruf zu treffen, stand Apfelanbau nicht auf meiner
Prioritätenliste. Ich wollte Ingenieur werden.

Etwa 15 Jahre voller Studium und Arbeit als Forschungsingenieur in Kanada und Deutschland später – habe ich entschieden, dass es Zeit war, etwas Neues auszuprobieren.
Am Ende war es eine Dreifach-Inspiration: Meine Nachbar:innen und engen Freunde haben ihre eigene Cidery in Naramata gestartet, und nutzen manchmal sogar die Äpfel meiner Eltern – durch sie habe ich Cider als Hobby begonnen.

Als ich einmal angefangen hatte, Cider zu denken und zu produzieren, war ich immer wieder überrascht, dass es in Hamburg – obwohl es direkt an eines der größten Apfelanbaugebiete Deutschlands grenzt – kaum lokale Craft Cider Optionen gab.

In Kanada und den USA hat Cider in den letzten zehn Jahren richtig an Fahrt aufgenommen – und ich dachte mir: Warum nicht auch in Hamburg?

Was das KegBike betrifft – da gibt es zwei Hauptaspekte. Erstens: Aufgewachsen mit den kanadischen Alkoholgesetzen fand ich die Musik- und Straßenfestkultur in Deutschland
einfach großartig – und dachte, mein Cider könnte da als lokale Bio-Option gut reinpassen. Zweitens: Wenn man eine Cidery gründet, steht am Anfang eine ziemlich große Investition
im Raum. Ein Taproom oder fester Verkaufsstandort war als erster Schritt schlicht zu teuer. Eine mobile Verkaufsoption war die beste Idee, wie ich mir direkten Zugang zu
Endkund:innen verschaffen konnte (und wenn ich ehrlich bin, auch zu den besseren Margen im B2C-Geschäft). Dann noch eine Prise Ingenieur-Leidenschaft oben drauf – und heraus kam das KegBike.”

 

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Artikel vom 06. June 2025

hei.experteninterview: Mit unserer Kommunikationsdesignerin Franziska Meier

Wir freuen uns sehr, dass wir Franziska Meier für ein hei.experteninterview gewinnen konnten!

Franziska Meier ist Kommunikationsdesignerin und eine der Gründerinnen von LOCKVOGEL, einem Werbe- und Designbüro, das 2012 in Hamburg ins Leben gerufen wurde. Bereits während ihres Studiums war ihr Schwerpunkt auf der Entwicklung von Corporate Designs – eine Leidenschaft, die seither die Basis ihrer Arbeit bildet.

Ihr kreatives „Nest“ begleitet kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) sowie Start-ups bei der Gestaltung ihres visuellen Markenauftritts – von der ersten Idee über die Konzeption bis hin zur Umsetzung. Dabei unterstützen sie sowohl die Entwicklung neuer Designkonzepte als auch die Weiterführung und Optimierung bestehender Erscheinungsbilder und Werbematerialien.

Franziska ist persönlich in allen Projektphasen involviert – von der strategischen Beratung über die Entwurfsphase bis zur Produktionsbetreuung. Seit 2017 gibt sie zudem ihr Wissen an Gründer:innen im hei.seminar „Logo & Design“ weiter.

Im Interview verrät sie, warum Kommunikationsdesign so wichtig ist, worauf es wirklich ankommt – und gibt jede Menge Tipps, die bei der Ideenfindung helfen.

Foto: Tina Quardon

 

Hi, ich bin Franziska von LOCKVOGEL

Flexibilität ist mein Supertool – ich passe mich blitzschnell neuen Herausforderungen an und finde kreative Lösungen, wo andere Probleme sehen.

Perfektionismus mit einer Prise Chaos macht mich aus – ich liebe es, Ideen in geordnetem Durcheinander wachsen zu lassen, bis sie perfekt sind.

Design ist für mich Kommunikation – jedes Element erzählt eine Geschichte, und ich sorge dafür, dass sie gehört wird.

 

 

Das Interview mit unserer Kommunikationsdesignerin Franziska Meier:

 

Was sind die häufigsten Missverständnisse über Logos und Corporate Design, die du bei Gründer:innen erlebst?

Missverständnis Nr. 1 ist sicherlich: „Ein Logo allein ist meine Marke.“ Viele denken, das Logo sei das Corporate Design. Tatsächlich ist es nur ein Teil eines größeren visuellen Erscheinungsbildes, das Farben, Typografie, Bildstil und viele andere Elemente umfasst.

Missverständnis Nr. 2 ist: „Mein Logo muss alles über mein Unternehmen erzählen.“ Ein gutes Logo ist einfach, wiedererkennbar und flexibel einsetzbar. Natürlich sollte es so gestaltet sein, dass es 100% zum Unternehmen, den Werten und den Produkten/Leistungen passt, es muss aber nicht jede kleinste Facette der Marke abbilden.

Als letztes Missverständnis würde ich in jedem Fall noch folgendes nennen: „Günstig oder selbstgemacht reicht aus.“ Ein unprofessionelles Design kann Vertrauen und Glaubwürdigkeit kosten. Das ist vielen Gründer:innen, die sich auch noch nie mit dem Thema Design und Wahrnehmungspsychologie befasst haben, nicht klar. Ein gutes Logo sollte immer eine durchdachte Strategie haben, denn sonst kann viel Potenzial verpuffen.

 

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