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Artikel vom 11. Juli 2024

hei.interview: Was verbindet die Marke IDEE-KAFFEE mit Gründer:innen?

Ideen

Die Geschichte der Marke IDEE-KAFFEE begann vor über 100 Jahren durch eine bahnbrechende Idee – und die Verbindung zu diesem Ursprung ist nie in Vergessenheit geraten. Daher bietet die Marke Menschen mit kreativen, sinnvollen und innovativen Ideen eine Kommunikations-Plattform, die auch die Produktverpackungen umfasst. Foto: IDEE-KAFFEE

Erstmalig wird die Marke IDEE-KAFFEE bei unserem diesjährigen Hamburger Gründer:innentag am 13. September 2024 in der Handelskammer Hamburg mit einem eigenen Stand auf der Ausstellerfläche mit dabei sein. Wir haben daher Ute Lund – Leiterin der Unternehmenskommunikation von J.J. Darboven sowie langjährige Projektleiterin des IDEE-Förderpreises – zu einem kurzen hei.interview getroffen. Und erfahren, was hinter dem Markennamen IDEE-KAFFEE steckt, welche Verbindung zu Gründer:innen sowie kreativen und innovativen Ideen besteht und worum es bei dem IDEE-Förderpreis geht.

Liebe Ute, was verbindet die Marke IDEE KAFFEE mit Gründer:innen?

IDEE KAFFEE versteht sich als Ideenförderer für alle Neugierigen. Die Marke ist selbst vor über 100 Jahren durch eine bahnbrechende Idee entstanden und steht seitdem für Kaffeegenuss, der Ideen weckt. Wir bieten daher Menschen mit kreativen, sinnvollen und innovativen Ideen eine Kommunikations-Plattform, die auch die Produktverpackungen umfasst. Aktuell stellen wir zwei Start-ups vor. Das sind die Unternehmen LipoCheck und Otinga. Bei LipoCheck handelt es sich um eine Gesundheitsplattform für Frauen mit Lipödem und Otinga stellt Fahrradtaschen her, die sich durch ein patentiertes Faltsystem in einen Rucksack verwandeln lassen. Zwei Ideen, von denen wir überzeugt sind, dass sie eine Inspiration bieten, die den Alltag lebenswerter machen. Wer mehr über die Gründer:innen und ihre Konzepte erfahren will, kann dies auf der Webseite „idee-kaffee.com“ tun.

Zudem engagiert sich die Marke bereits seit 1997 mit dem IDEE-Förderpreis für mehr weibliches Unternehmertum.

Albert Darboven

Nina Heine von Shit2Power ist die Gewinnerin des 16. IDEE-Förderpreises, der Ende 2023 verliehen wurde. Albert Darboven (l.) und Prof. Dr. Rolf Eggert, Juryvorsitzender des IDEE-Förderpreis (r.) überreichten ihr feierlich den Scheck über 50.000 Euro. Foto: Daniel Reinhardt

Den IDEE-Förderpreis verleiht ihr einmal im Jahr an eine Gründerin – in diesem Jahr in Polen und im nächsten Jahr bereits zum 17. Mal in Deutschland. Was genau ist der IDEE-Förderpreis, an wen richtet sich dieser, wie kann man sich als Gründerin bewerben?

Der IDEE-Förderpreis zeichnet Frauen aus, die sich mit einem innovativen und nachhaltigen Konzept selbstständig machen. Wir wollen damit den Frauen Mut machen, das Risiko der Selbstständigkeit zu übernehmen. Daher erhält die erste Preisträgerin auch ein Preisgeld von 50.000 Euro. Wir wollen somit eine Starthilfe in der frühen Phase der Unternehmensgründung leisten. Bewerben können sich Frauen, die die Gründungsidee selbst erarbeitet haben. Es dürfen aber durchaus gemischte Teams sein. Es ist wichtig, dass die Gründerin die Mehrheit am Unternehmen hält und zum Beispiel auch die Patenthalterin ist. Darüber hinaus darf das Unternehmen nicht älter als fünf Jahre sein.

Bewerben kann man sich im ersten Schritt ganz einfach mit einem sechsseitigen, standardisierten Bewerbungsformular. Erst von den Topkandidatinnen fordern wir zu einem späteren Zeitpunkt weiterführende Unterlagen, wie z.B. einen Businessplan an.

Für dich persönlich ist der IDEE-Förderpreis sicherlich ein jährliches Herzensprojekt. Was macht für dich den Preis zu einem ganz besonderen?

Durch den IDEE-Förderpreis wird aufgezeigt, welche großartigen und innovativen Unternehmerinnen es gibt. Die Erfolgsgeschichten werden viel zu wenig erzählt und daher sind wir immer noch weit von einer Gleichstellung bei Existenzgründungen entfernt. Es fehlt an weiblichen Vorbildern und die klassischen Rollenklischees sind immer noch stark vertreten. Vor allem in innovativen Bereichen wird fehlendes Know-how bei den Frauen mehr unterstellt als bei den männlichen Gründern. Und auch Investoren und Banken sind zögerlicher bei weiblich geführten Unternehmen. Hier leistet der Preis zum einen eine klare Starthilfe, er zeigt das Potenzial auf und thematisiert immer wieder die Notwendigkeit, dass in unserer Gesellschaft noch viel passieren muss, bis wir eine Gleichbehandlung der Frauen erreicht haben.

Wie nimmst du das Thema „Frauen gründen“ in Deutschland wahr?

Darboven

Ute Lund leitet die Unternehmenskommunikation des Hamburger Heißgetränke-Experten J.J. Darboven und ist langjährige Projektleiterin des IDEE-Förderpreis. Foto: IDEE-KAFFEE

Ich finde es bemerkenswert, wie viele mutige Frauen mit wunderbaren Ideen sich jedes Jahr beim IDEE-Förderpreis bewerben. Wir haben sowohl in Polen als auch in Deutschland eine enorme Resonanz und die Auswahl der Topkandidatinnen ist keine leichte Aufgabe für unsere Jury. Zudem kann man über die Jahre bemerken, dass die Gründerinnen immer jünger werden und es bewerben sich zunehmend Gründerinnen-Teams.

Im Sinne der Gleichstellung ist nach wie vor leider erschreckend, wie sukzessive der Frauenanteil bei Existenzgründungen sinkt, wenn es um innovative und kapitalintensive Gründungskonzepte geht. Im Bereich der Einzelunternehmungen ist die Frauenquote gar nicht so schlecht, aber man muss sich die Statistiken dann schon etwas genauer ansehen, um zu erkennen, dass die Förderung von Frauen immer noch berechtigt und notwendig ist. Auf Managementebene weiß man heute sehr genau um die Erfolgsquote von gemischten Teams, im Bereich der innovativen Unternehmensgründungen muss sich da aus meiner Sicht noch ein Bewusstsein schärfen.

Herzlichen Dank für das sehr informative Interview, liebe Ute. Wir freuen uns auf eure Teilnahme am Hamburger Gründer:innentag am 13. September in der Handelskammer Hamburg. Alle, die dabei sein wollen, bekommen ein Ticket vorab hier.

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