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Artikel vom 19. März 2021

Gründen in der Gastronomie: Kurz-Interview mit Björn Grimm von Grimm Consulting

Existenzgründung

Aus dem Traum vom eigenen Restaurant Wirklichkeit werden lassen: Grimm Consulting berät Hotel- und Gastronomie-Betriebe aus dem Mittelstand und begleitet diese auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Foto: Artem Beliaikin via Unsplash

Einen eigenen gastronomischen Betrieb gründen – ein eigenes Restaurant oder Café eröffnen. Für viele Gründer_innen ein echter Lebenstraum. Der aber auch sehr viele Herausforderungen mit sich bringt – gerade in diesen für die Gastronomie so unsicheren Zeiten.

Wir haben Björn Grimm zu einem kurzen Interview getroffen. Grimm ist Inhaber von Grimm Consulting, einem Unternehmen, das auf die Beratung von Hotel- und Gastronomie-Betrieben aus dem Mittelstand spezialisiert ist und sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Zudem ist Björn Grimm als Referent und Experte bei unserem diesjährigen Hamburger Gründertag digital dabei und hält einen Impulsvortrag zum Thema „Gründen in der Gastronomie“. Vorab gibt er im Interview schon ein paar hilfreiche Tipps….

Lieber Björn, Was sind aus deiner Sicht die drei wichtigsten Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, wenn man sich in der Gastronomie erfolgreich selbstständig machen möchte?

1. Du liebst Menschen – ganz gleich ob Gast, Mitarbeiterin oder Mitarbeiter!

2. Du liebst das Geld!

3. Du liebst dein Konzept – feile solange mit professioneller Unterstützung daran, bis es richtig funktioniert.

Und welche Fähigkeiten würdest du als die drei wichtigsten bezeichnen?

Zu allererst: sich in Menschen und deren Bedürfnisse empathisch rein denken zu können. Zudem würde ich sagen, dass es sehr wichtig ist, Beharrlichkeit in der inhaltlichen und monetären Zielverfolgung mitzubringen. Und man sollte spontan auf komplexe Situationen reagieren können, ohne gleich den Kopf zu verlieren.

Wie bewertest du die aktuelle Pandemiesituation in Bezug auf geplante Neugründungen im Bereich der Gastronomie? Sollten Gründer_innen sich trotzdem auch zu dieser Zeit trauen?

Wir sind allesamt auf der Ebene des Glaubens unterwegs – wie in der Kirche. Wirklich wissen tun wir alles erst in der Nachbetrachtung. Ich rate dazu, die Zeit für eine effektive Planung, eventuelle Weiterbildung und Konzeptphase zu nutzen. Wer plant, der gewinnt. Dann auf eine gute Chance warten und zum richtigen Zeitpunkt zugreifen!

Welchen Rat möchtest du Gründer_innen aus dem Gastronomiebereich mit auf den Weg geben, die kurz vor der Corona-Krise gegründet haben und ausgebremst wurden, bevor ihr Business erst so richtig durchstarten konnte?

Referent Hamburger Gründertag digital

Großer Erfahrungsschatz: Björn Grimm, Inhaber von Grimm Consulting ist bereits seit 20 Jahren auf die operative und betriebswirtschaftliche Beratung der Hotellerie und Gastronomie spezialisiert.

Verliert nicht den Glauben an eure Gründung und bleibt in Gedanken positiv! Achtet darauf, die eigene Liquidität zu planen und sicher zu stellen. Macht euch schlau, welche gesetzlichen und förderrechtlich nutzbaren Angebote euch zur Verfügung stehen, nehmt diese wahr und ganz wichtig: bleibt im Dialog mit euren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denn die haben auch Angst!

Lieben Dank für das Interview! Wir freuen uns schon auf deinen Impulsvortrag beim Hamburger Gründertag digital, der vom 3. bis 7. Mai 2021 stattfinden wird.

Infos hierzu findet ihr unter: www.gruendertag.hamburg. Und falls ihr euch kostenfrei registrieren möchtet, könnt ihr das hier tun.

Artikel vom 10. März 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Heike Baltruweit von Pure Photography

Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Gründer_innen, wenn sie sich mit ihrer eigenen Kunst selbstständig machen?

In dieser Folge sprechen wir mit der Künstlerin und Galeristin Heike Baltruweit von „Pure Photography“. Nach Jahren in der Festanstellung wollte Heike Baltruweit eigentlich selbstständig als Business-Coach durchstarten – entschied sich dann aber kurzerhand doch für die Eröffnung einer eigenen Galerie. Hier stellt sie nicht nur ihre eigenen Fotografien und Kunstwerke aus, sondern experimentiert auch mit Augmented Reality und bietet diverse andere Formate zur Entdeckung von Kunst an. Warum ihr das Verkaufen ihrer eigenen Bilder oft noch schwerfällt, welche Herausforderungen sie in der Existenzgründung generell sieht und was sie trotzdem täglich motiviert, immer weiterzumachen, erzählt sie uns im Podcast.

hei.Podcast

Heike Baltruweit ist die Künstlerin und Galeristin von „Pure Photography“. Foto: Pure Photography

Wenn ihr die Kunst von Heike Baltruweit entdecken wollt, dann bekommt ihr einen ersten Eindruck auf der Website ihrer Galerie.Und wenn ihr noch etwas mehr über Heike erfahren und über sie etwas lesen möcht – dann findet ihr hier ein Interview, das wir mit der Künsterlin und Galeristin für unseren hei.blog geführt haben.

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

Podcast-Produktion

Heike Baltruweit von „Pure Photography“ beim Podcast-Interview mit der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Für einen besseren Sound wurde der Raum mit Yogamatten getunt 😉 Foto: Privat

DANKE an Heike für dieses spannende Interview und ihre Einblicke in die Welt der Künste.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen in diesem Jahr! Zu unserem Hamburger Gründertag digital, der vom 3. bis 7. Mai 2021 stattfinden wird, erwarten euch ebenfalls brandneue Folgen!

Artikel vom 23. Februar 2021

Gründerstory: Umstandsmode zum Mieten

Mutterkleid

Jantje Warnken und Kathrin Ingelmann von Mutterkleid vermieten Umstandsmode für den besonderen Anlass – in hoher Qualität, aber zu fairen Preisen. Foto: melaniehammerphotography

Jantje Warnken und Kathrin Ingelmann sind nicht nur seit 25 Jahren befreundet, die PR-Beraterinnen wurden auch zeitgleich schwanger. Und fragten sich beide, wie sie ihrem Stil treu bleiben konnten, ohne ein Vermögen für Kleider auszugeben, die maximal vier Wochen passten. Die Lösung: Mutterkleid. Ein Online-Shop, der Umstandsmode für den besonderen Anlass vermietet – in hoher Qualität, aber zu fairen Preisen.

Ihr beide habt ja offenbar ein ziemlich gutes Timing, was eure Lebensplanung angeht. Trotzdem ist es ungewöhnlich, in der Elternzeit zu gründen. Wie kam es dazu?

Kathrin: Die Grundidee für Mutterkleid entstand, als wir beide – ich mit meinem ersten, Jantje mit ihrem zweiten Kind schwanger – auf drei Hochzeiten im gleichen Freundeskreis eingeladen waren. Trotz Babybauch wollten wir gut angezogen sein und nicht immer das Gleiche tragen. Aber wir merkten, dass uns 1. die Auswahl fehlte und dass es 2. sehr teuer und nicht nachhaltig ist, für Abendmode, die einen so kurzen Lebenszyklus hat, viel Geld auszugeben. So eine Art von Umstandsmode müsste man doch auch mieten können, dachten wir. Haben aber nichts Passendes gefunden. Deshalb haben wir kurzerhand entschieden: Dann machen wir das selbst!

Wie sahen die ersten Schritte aus?

Jantje: Von der Idee bis zur Gründung der GbR am 1. August 2020 verging immerhin ein Jahr. Am 25. November ging Mutterkleid.de dann live. Klar, es gab viel Vorarbeit. Das Miet-Modell kannten wir zwar von hochwertiger Kinderkleidung, aber einer der ersten Schritte war eine klassische Marktrecherche, um den Bedarf abzulesen. Bis Konzept und Businessplan standen, haben wir viel recherchiert, den Austausch mit anderen Gründern gesucht. So sind wir auch auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative aufmerksam geworden.

Wie konnte euch die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative unterstützen?

Jantje: Das hei. Beratungsgespräch zum Auftakt war super hilfreich, weil uns mit dem hei.ideenplan ein Schema aufgezeigt wurde, eine Art großes Brainstorming-Board, mit dem wir unsere Ideen strukturieren und das Konzept professionalisieren konnten. Außerdem erhielten wir das hei.scheckheft und besuchten jede Menge Seminare. Zum Thema Recht, was im E-Commerce wirklich wichtig ist, um nicht gleich an einer Abmahnung zu scheitern. „Keine Angst vor Zahlen“ und „Wie erstelle ich einen Finanzplan“ waren ebenfalls super. Und natürlich „Onlinehandel“ bei Stefan Knecht von Fleet [40], da haben wir wichtige Impulse bekommen. Eine andere Teilnehmerin riet uns zum Beispiel, erstmal die Labels zu kontaktieren, um zu schauen, wie unser Konzept bei potentiellen Partnern ankommt. Denn ohne die geht es ja nicht.

Online-Shop

Selbstständig und unabhängig. Jantje und Kathrin von Mutterkleid haben sich zum Start ihrer Gründung auch technisch fit gemacht – um ihren Online-Shop selbst zu erstellen und zu betreuen. Fotos: inlytics | LinkedIn Analytics Tool via Unsplash; melaniehammerphotography

Und? Wie war die Reaktion der Modemarken?

Kathrin: Wir haben drei Marken ausgewählt, die uns besonders gefielen. Die haben wir angesprochen und superpositives Feedback bekommen. Alle drei waren offen für die Vermietung. Wichtig war uns, dass die Qualität stimmt – umso höher ist auch der Lebenszyklus. Und natürlich ein außergewöhnlicher Stil, denn wir setzen nicht auf Basics, die man überall bekommt, sondern auf kuratierte Einzelstücke. Da muss man sich nicht erst durch 20 Seiten klicken. Wegen Corona haben wir unser Angebot etwas angepasst in Richtung hohe Qualität und Office-Mode, auf Events wie Hochzeiten kann man ja gerade nicht setzen.

Unabhängigkeit ist euch offenbar besonders wichtig – gilt das auch für Technik und Finanzen?

Kathrin: Absolut. Wir wollten den Shop selbst erstellen, einfach um uns mit dem Produkt in ganzer Tiefe auseinanderzusetzen und später nicht vom Support anderer abhängig zu sein. Als wir den Shop aufbauten, waren das viele Nachtschichten. Ein guter Freund, den wir aus Abi-Zeiten kennen, hat uns toll unterstützt. Wenn es jetzt Probleme gibt – wie den Fehler 404, der Albtraum aller Shopbetreiber – können wir das selbst lösen. Das spart Geld, Zeit und Nerven. Auch zu finanziellen Förderungen haben wir uns beraten lassen, aber gemerkt, dass wir lieber mit Eigenkapital gründen und auf organisches Wachstum setzen.

Versandverpackung

Dass Mutterkleid keine Basics verleiht, sondern kuratierte Einzelstücke mit außergewöhnlichem Stil, merkt man auch an der liebevoll gestalteten Verpackung, mit der die Umstandsmode verschickt wird. Foto: Mutterkleid

Wo steht ihr jetzt mit Mutterkleid – und wie geht es weiter?

Jantje: Seit Januar sind wir im klassischen Order-Zyklus, Bestellungen haben ja 6 bis 10 Monate Vorlauf. Wir haben jetzt 40 bis 50 Artikel im Shop, er wächst. Werbung läuft vor allem Mund-zu-Mund über die Mama-Community, aber natürlich planen wir auch Social Media Kooperationen, posten Stories auf Instagram, machen PR in Elternmagazinen. Und verteilen Flyer in Praxen und Familienbildungsstätten, wo wir unsere Zielgruppe gut erreichen. Dass wir in Hamburg in der gleichen Straße wohnen, macht vieles einfacher. Ein Riesenvorteil der Selbstständigkeit ist ja, dass man die Termine so legen kann, wie es passt. Und wenn eine ausfällt, ist die andere da. Mit kleinen Kindern ist das enorm wichtig.

Habt ihr Tipps für andere Gründer_innen?

Kathrin: Ideal ist natürlich, wenn man zu zweit gründet. Man braucht jemanden, der ein echter Sparringspartner ist und einen auch mal schubst, wenn man zu viel grübelt. Wir sind zwischendurch an unserem Perfektionismus fast verzweifelt. Irgendwann muss man einfach raus und live gehen mit seinem Angebot. Marktrecherche im Vorfeld ist zwar wichtig, aber für das Finetuning braucht man das Echo aus dem Markt und konstruktives Feedback, sonst schießt man am Ziel vorbei. Wir wachsen sozusagen mit unseren Kundinnen.

Artikel vom 05. Februar 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Maximilian Bleß von audioBoutique

Wie wichtig ist eigentlich der Mut zur Akquise für Gründer_innen?

Sehr wichtig, findet Maximilian Bleß von audioBoutique, mit dem wir in dieser Folge von unserem Podcast „Gründung in Sicht“ sprechen. Bei seiner Gründung dreht sich alles um gute Sounds. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Davide Russo bezeichnen sich die beiden als Spezialisten für sonic branding und composing und führen ihr eigenes full-service Audio-Produktionsstudio in Hamburg-Eimsbüttel.

Doch Max hat während seiner Selbstständigkeit ebenfalls festgestellt, wie wichtig es ist, zudem ein Spezialist auf dem Gebiet der Akquise zu werden. Und heraus zu finden, wie man die passenden Kunden für die eigene Gründung findet und für sich gewinnt.

audioBoutique bietet mittlerweile neben guten Sounds auch die Produktion von Podcasts an. Gerade in Corona-Zeiten ein Kommunikationstool, das einen großen Hype erlebt hat. Auch für die Produktion unseres eigenen Intros durften wir Max in seinem Studio besuchen.

Studio audioBoutique

Claudia-Marie Dittrich und Julia Penkert von der hei.Hamburger ExistenzgründungsInitiative im Studio von audioBoutique zur Aufnahme des Intros für den Podcast „Gründung in Sicht“. Foto: Privat

Wie fühlt es sich für Max an, der eigene Chef zu sein, wie gelingt es ihm, Beruf und Privatleben weiterhin zu trennen und warum findet er den Mut zur Akquise besonders wichtig? All das erzählt er uns im Interview.

Wenn ihr mehr über die Leistungen, die audioBoutique anbietet, erfahren wollt, dann schaut doch auf ihrer Website vorbei. Oder wenn ihr Lust habt, ein Interview mit Max zu lesen, dann findet ihr hier noch einen zusätzlichen hei.Blogbeitrag mit ihm.

audioBoutique

Maximilian Bleß von audioBoutique probiert in seinem Studio eigene neue Sounds aus. Foto: Nadja Hansen WHY

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Max für dieses authentische Interview.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen in diesem Jahr!

Artikel vom 27. Januar 2021

Gründerstory: Namaste aus dem Laptop

Namastay Together

Stefanie Hornig gründete während der aktuellen Corona-Krise ihre eigene Yoga-Plattform „Namastay Together“. Hierüber bietet sie Gruppenstunden, Einzelstunden oder Workshops mit Schwerpunktthemen in digitaler Form an. Foto: Privat / Stefanie Hornig

Eigentlich war sie mit einer anderen Gründungsidee unterwegs, sagt Stefanie Hornig. Aber dann kam Corona. Und die 43-Jährige sah sich vor der Herausforderung, schnell ein relevantes Angebot zu machen. Das auch digital funktionierte. „NamastayTogether“ , ihre Yoga-Plattform für zu Hause, bot im Claim genau das, wonach sich im März 2020 alle sehnten: „Bleib fit. Bleib gesund. Bleib in Verbindung.“

Der Zeitpunkt war perfekt. Stefanie, die lange Jahre als Journalistin beim NDR tätig war und seit einiger Zeit als freie Journalistin arbeitete, hatte gerade bei Spirit Yoga in Berlin ihre nebenberufliche Ausbildung zum Advanced Yogateacher abgeschlossen. „Ich war total inspiriert und Feuer und Flamme, das beste Yoga weiterzugeben“, sagt sie. Dann kam der Shutdown. „An dem Abend, als die Schließung der Studios verkündet wurde und ich meine letzte Stunde hielt, versprach ich: „Ich denke mir was aus, ich lass euch nicht alleine.“ Auf Instagram blieb sie mit vielen Interessenten in Kontakt. Über das Buchungstool „Eversports“ konnte man die Teilnahme buchen. Stefanie hielt Wort. „Schon fünf Tage nach dem Shutdown gab ich in meiner Eimsbüttler Wohnung das erste kostenfreie Online-Yoga zum Ausprobieren. Sogar Freunde aus Berlin, München und Nürnberg machten mit, das war toll.“

„Practice and all is coming“

Nicht nur für die Gründerin war der März als Testphase ideal. Viele waren durch den Lockdown von jetzt auf gleich aus ihrem Rhythmus geworfen, hatten Orientierungsschwierigkeiten im Home-Office, fühlten sich isoliert. „Yoga bietet tolle Möglichkeiten, sich zu zentrieren, Kraft zu sammeln und einen roten Faden für die Woche mit festen Verabredungen zu haben“, sagt die gebürtige Nürnbergerin. Deshalb hat sie jetzt zu Beginn des neuen Jahres offiziell gegründet. Ob Gruppenstunde, Einzelstunde oder Workshops mit Schwerpunktthemen, ob Einzelbuchung oder Abo: Schnuppern ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht. „Die Stunden sind jetzt noch sehr günstig, um die Leute auf den Geschmack zu bringen. Damit man selbst erfährt, wie gut die Regelmäßigkeit tut. Ganz nach dem Yoga-Motto `Practice and all is coming´.“ Wer die eigene Kamera anlassen und sich korrigieren lassen möchte, kann das tun. „Wenn nicht, ist das völlig ok“, so die Yoga-Expertin.

Um ihre Bekanntheit zu steigern, ging sie eine Kooperation mit „On Stage Fitness“ ein. Während der Pandemie können die Mitglieder an Yoga-Einheiten teilnehmen. „Die Mitgliedschaft wird dadurch attraktiver und ich bekomme Reichweite und je nach Teilnehmerzahl auch ein Honorar“, freut sich Stefanie über die Win-Win-Situation.

Ihre erste Produktidee aus dem Bereich Nachhaltigkeit, mit der sie sich vor dem Lockdown selbstständig machen wollte, verfolgt sie inzwischen nicht mehr. „Und eine neue Idee habe ich auch schon“, lacht sie, verrät aber nur so viel, dass sie Yogalehrer_innen, Sportlehrer_innen und Coaches mit einem speziellen Software-Tool bei der eigenen Gründung unterstützen will. Schließlich kennt sie das Gefühl, gründen zu wollen, aber nicht genau zu wissen, wie. „Für mich war es damals eine große Inspiration, dass ich Menschen kennengelernt hatte, die nicht nur eine Idee hatten, sondern wirklich loslegten. Da dachte ich: Wow! Das will ich auch machen!“

Gründerstory

`Practice and all is coming´, das ist Stefanies Yoga-Motto. Mit ihrem Online-Modell hat sie sich mir Ihrem Yoga-Angebot auch für die Zukunft gerüstet.Und bleibt anpassungsfähig. Foto: Privat / Stefanie Hornig

hei. vermittelt Know-how

Doch schnell wurde klar: Gründen verlangt bestimmte Vorkenntnisse. Als sie ihre Yoga-Plattform startete – „einfach weil zunächst keiner wusste, wo es hingehen würde“ – kam Stefanie zugute, dass sie sich für ihre verworfene, erste Geschäftsidee bereits als Gründerin fit gemacht hatte. „Anfang 2020 hatte ich das hei.scheckheft bekommen, bereits mehrere tolle Gründerfrühstücke besucht – die ich jetzt total vermisse –, und auch nach dem Shutdown gab es großartige Webinare“, sagt Stefanie. Sie besuchte Schulungen zu den Themen AGBs, Buchhaltung und Finanzen, „meine offizielle Gründungsberatung hatte ich am Telefon mit Frau Bachmann, die mich super beraten hat“.

Dass das Netz derzeit mit Yoga-Tutorials geflutet wird, schreckt die Jung-Unternehmerin nicht. „Ich hoffe, die Leute merken, dass kostenfreie Youtube-Videos mit Werbeunterbrechung auf Dauer nicht zum Ziel führen“, sagt sie. „Bei mir gibt es einen Spannungsbogen. Man geht auch in schwierigere Übungen hinein, in denen man etwas dazulernt, so dass man am Ende der Stunde wirklich zufrieden ist.“ Eine Playlist mit einer speziell auf die Stunde abgestimmten Musik gibt es obendrein.

Das richtige Timing

Ab Februar 2021 bekommt sie auf ihrer Plattform „NamastayTogether“ Unterstützung von ihrer Freundin Tanja, die die gleiche Yoga-Ausbildung absolviert hat. Eine höhere Reichweite will sie über Instagram erreichen, auch Gespräche mit Firmen stehen auf dem Plan. Bis sie auch ihre zweite Geschäftsidee verwirklichen kann, wird es noch ein bisschen dauern. Schließlich weiß sie inzwischen, wie wichtig das Timing ist. „Um den Laden am Laufen zu halten, arbeite ich weiter nebenher als Journalistin und treibe das parallel ohne Hast voran“, sagt sie.

„Die Coronakrise hat viele eingeschüchtert, aber wenn du eine gute Idee hast, glaube daran“, rät sie künftigen Gründer_innen. „Gerade wenn man im richtigen Moment eine passende Idee hat, kann das eine tolle Dynamik ergeben.“ Dass ihr Online-Modell auch für die Zukunft gerüstet und anpassungsfähig ist, ist für sie ein großes Plus: „Wir sehen ja dauernd, es geht vor und zurück, vor und zurück mit den Möglichkeiten. Da ist es natürlich toll, wenn man ein Geschäftsmodell hat, das im gleichen Rhythmus atmet.“

Artikel vom 18. Januar 2021

Das hei.scheckheft: Vielfältiges Seminarprogramm zur schnellen Unterstützung der eigenen Gründung

hei.scheckheft mit Seminarprogramm für Gründer_innen aus Hamburg

Was ist das hei.scheckheft mit Seminarprogramm und wie kann ich eine Förderung beantragen? Foto: hei.

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit geht, ein eigenes Unternehmen aufbaut oder als Freiberufler arbeiten möchte, sucht häufig nach Unterstützung. Denn: Das Wissen mit Blick auf die eigene Idee und Branche ist groß, aber oft fehlt es an Orientierung, zusätzlichen Kenntnissen oder tiefergehendem Wissen über weitere gründungsrelevante Themen. Hier kommt das hei.scheckheft mit Seminarprogramm ins Spiel. Weiterlesen

Artikel vom 12. Januar 2021

Interview: die Zielgruppe mit der Persona-Methode durchleuchten

Zielgruppe durchleuchten

Vor dem Start einer Gründung sollte die Zielgruppe detailliert recherchiert und durchleuchtet werden. Foto: Patrick Tomasso via Unsplash

Das Produkt, die angebotene Dienstleistung kann noch so gut sein. Wenn man als Gründer_in die eigene Zielgruppe nicht detailliert kennt und gar nicht genau weiß, wen man eigentlich ansprechen möchte, bleibt die Gründung vermutlich erfolglos. Daher ist es essentiell, schon zum Start der Gründung, die eigene Zielgruppe ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Sie zu durchleuchten. Und als einen der wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Gründung zu erkennen.

Aber wie recherchiert man die eigene Zielgruppe mitsamt ihren Wünschen und Erwartungen? „Die Gastfreunde“ Katherina Horn und Franziska Olbricht nutzen dafür die Persona-Methode. Als Unternehmensberaterin und Konzeptentwicklerin sowie eigene Gründerinnen der Beratungsgesellschaft für Gastronomen „Gastfreunde“ bringen beide fundiertes Know-How mit, das für alle Gründer_innen spannend ist. Ab Januar 2021 sind die beiden im hei.scheckheft zu finden. Und unterstützen dabei mit ihrem Seminar durch Anwendung der Persona-Methode die passgenaue Zielgruppe zu ermitteln. Sowie die jeweiligen Kunden zu verstehen.

Mit eurer Agentur für Beratung und Entwicklung „Gastfreunde“ unterstützt ihr bei der Umsetzung von gastronomischen Vorhaben. Begleitet diese von der Gründung bis zum laufenden Betrieb. Was sind aus eurer Sicht die wichtigsten Voraussetzungen für ein tragfähiges und kreatives Gründungskonzept?

Aus unserer Erfahrung bildet die Vision das Fundament für das Konzept. Daran schließen sich dann alle weiteren Schritte an, wie z.B auch die Ausarbeitung des Alleinstellungsmerkmals. Das bei dem großen Angebot heute immer wichtiger wird. Es ist entscheidend, genau zu wissen, wo die Stärken und vielleicht auch Schwachpunkte des Konzepts liegen. Was macht mich einzigartig? Wodurch hebe mich vom Wettbewerb ab? Was kann ich besonders gut? Wer ist überhaupt mein potenzieller Gast und was wünscht er sich? Der konsequente Blick aus Kundenperspektive ist Teil der intensiven Arbeit am Business Plan und Produkt. Und damit aus unserer Sicht erfolgskritisch. Das schönste Konzept bringt nur Geld ein, wenn es auch bei den Kunden ankommt. Sich dafür, und auch für mögliche Schwachstellen vorab zu sensibilisieren, macht es leichter, sich am Markt zu positionieren. Aber auch in Krisensituationen schnell auf Veränderungen reagieren zu können.

Zielgruppe durchleuchten

Die Persona-Methode ermöglicht die genaue Visualisierung von „Phantasie“-Personen. Je detaillierter man hierbei in der Beschreibung vorgeht, umso klarer wird die Wunsch-Zielgruppe. Foto: Aaron Burden via Unsplash

Ab 2021 steht bei eurem Seminar in unserem hei.scheckheft das Thema „Zielgruppe“ im Fokus. Warum ist es aus eurer Sicht so wichtig, diese jeweils ganz individuelle Zielgruppe bereits zum Start der Gründung zu kennen, bzw. kennenzulernen?

Dein Gast bzw. Kunde ist DER entscheidende Faktor im ganzen Unternehmen. Jeder Gründer sollte sich bereits zu Beginn der Gründungsphase sehr konkret mit ihm auseinandersetzen. Da er durch ihn auch wichtige Teile seines Geschäftsmodells und Leistungsangebots erarbeiten kann. Zum Beispiel lassen sich Preispolitik oder auch Werbemaßnahmen nur richtig aufsetzen, wenn sich der Gründer bereits zu diesem Zeitpunkt seiner Zielgruppe bewusst ist. Im Grunde baut das gesamte Konzept auf der Zielgruppe auf. Was gerade in der ersten Euphorie oft übersehen wird. Man ist überzeugt von seiner Idee. Was aber noch nicht heißt, dass es andere auch sind. Ein klarer Blick auf die eigene Wunsch-Zielgruppe wird am Ende entscheidend sein. Dafür, ob das Konzept tragfähig ist oder nicht.

Um die Zielgruppe zu identifizieren, nutzt ihr die Persona-Methode. Könnt ihr in wenigen Sätzen die wichtigsten Ansätze dieser Methode beschreiben?

Die Persona-Methode kommt ursprünglich aus dem Produktdesign bzw. der Software-Entwicklung. Sie ermöglicht eine realistische Abbildung von Bedürfnissen und Erwartungen des Nutzers bzw. Käufers. Heute wird sie auch häufig in Design Thinking Prozessen eingesetzt. In denen geht es ja darum, möglichst gut zu verstehen, was sich die Zielgruppe wünscht. Die Methode ermöglicht die genaue Visualisierung von „Phantasie“-Personen mitsamt ihren Eigenschaften wie z.B. Alter, Geschlecht, Einkommen, Beruf, Freizeitaktivitäten. Aber – und das ist der entscheidende Unterschied – vor allem auch persönlichen Vorlieben, Wünschen, Erwartungen und der Gefühlswelt. Ein wichtiges Kriterium im Bereich Gastronomie ist z.B., welche Vorstellung von Atmosphäre die beschriebene Kundengruppe hat. Jemand, der viel Wert darauf legt, dass er beim Gegenüber Eindruck schindet, hat einen anderen Bedarf als ein pragmatischer Business Luncher. So findet der Gründer schnell heraus, was eventuell noch in seinem Konzept fehlt. Bzw. worauf er sich noch mehr fokussieren sollte und wen genau er wie ansprechen möchte.

hei.scheckheft 2021

Helfen Gründer_innen dabei, die eigene Zielgruppe zu ermitteln: Die Gastfreunde Katherina Horn (links) und Franziska Olbricht. Foto: Privat

Ihr seid ja selbst Gründerinnen und kennt den Weg in die Selbstständigkeit. Welchen ganz persönlichen Rat würdet ihr anderen Gründer_innen mit auf den Weg geben?

Einen ganz pauschalen „guten Rat“ gibt es wahrscheinlich gar nicht. Aber wir finden, es sollten sich viel mehr Menschen in Deutschland trauen, ihren Weg und Traum zu verfolgen. „Mehr Mut!“ wäre ein passender Slogan. Mit gründlich ausgearbeitetem, nachhaltigem Konzept und einem klaren Fokus kommt man dem Ziel auch bei Wind von vorn ein gutes Stück näher. Und es gibt viele Methoden, die helfen, auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben. Zum Beispiel arbeiten wir selbst mit OKRs. Das hilft, nicht im alltäglichen Kleinklein unterzugehen. Sondern sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren.

Das Seminar „Zielgruppe – mit der Persona-Methode die Kunden verstehen“ findet sich im aktuellen
hei.scheckheft mit Seminarprogramm 2021. 
Der Antrag für eine Förderung durch das hei.scheckheft ist seit dem 1. Januar auf der Website der hei. abrufbar.
Artikel vom 21. Dezember 2020

Gründerstory: Von der Designagentur zum eigenen Produkt

Maskegg Tasja Jauns

Ein stylischer Mund-Nasen-Schutz im Silikon-Ei – Tasja Jauns hat das „Maskegg“ erfunden. Nachdem sie sich 2018 mit einer eigenen Designagentur selbstständig gemacht hat, ist sie mit dem Maskegg nun auch zusätzlich Herstellerin eines eigenen Produkts. Foto: Alexander Schönberg (Hamburg)

Design und Funktionalität: Für Gründerin Tasja Jauns gehört das eng zusammen. Mit ihrer Ideenschmiede „Brainbooking“ entwickelt sie nicht nur ganzheitliche Konzepte – mit ihrem Partnerunternehmen sorgt sie auch für deren Umsetzung. Schließlich ist der Alltag voll mit Herausforderungen, die nicht nur schön, sondern auch praktisch bewältigt werden wollen. Das jüngste Produkt der 38-jährigen: das „Maskegg“, das in seiner Silikonhülle einen stylischen Mund-Nasen-Schutz versteckt. Der Clou: In der Hülle lässt sich die Fashionmaske leicht in Mikrowelle oder Wasserkocher reinigen.

An Ideen hat es der Wahlhamburgerin nie gemangelt. Wenn ihr nachts eine kommt, landet eine Notiz am Kühlschrank. Dass ihr Produkt aber vom Kühlschrank bis zum Kunden viele, viele Schritte bewältigen muss, schreckt sie nicht ab. „Während des Design- und Projektmanagement-Studiums an der Fachhochschule Südwestfalen lernte ich, alle Gewerke zu verstehen und anzuleiten. Und im Team ein Design zu produzieren, das verkäuflich ist und sich im Alltag bewährt“, erklärt sie. Wie die Paletten-Betten, die sie in einer ihrer ersten Anstellungen entwickelte. Das Produkt war erfolgreich. Und Tasja wurde klar, dass sie etwas Eigenes auf die Beine stellen wollte.

In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Verdienst?

Doch im provinziellen Soest, glaubte Tasja, hätte das mangels Vernetzung nicht geklappt. Also zog sie mit Mann und drei Kindern nach Hamburg. Und nahm sich eine kurze Auszeit, um ihre Selbstständigkeit vorzubereiten. 2018 war dann der Startschuss für Brainbooking. Der Claim: „Book our brain for your solution.“ „Ich übernahm das Produktdesign für Firmen, die nicht weiterkamen. Passte Produkte auf die Zielgruppe an. War der frische Wind von außen und zugleich der erfahrene Berater, der genau wusste, wo es bei der Umsetzung haken könnte.“ Freelancer buchte sie nach Bedarf hinzu. Inneneinrichtungsprojekte kamen dazu, sie erhielt gute Referenzen und knüpfte Kontakte. Aber: Arbeitsaufwand und Lohn standen in keinem guten Verhältnis. „Da war der Punkt erreicht, wo ich dachte, entweder ich schmeiße hin oder lasse mich beraten.“

Unterstützung kam von der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. „Das Gespräch war wirklich total wertschätzend. Mit dem hei.scheckheft besuchte ich gleich ein Seminar für Preisgestaltung, mit einer tollen, sehr menschlichen Speakerin, die auch von sich berichtete und so alles greifbar machte“, berichtet Tasja. Das Seminar öffnete ihr die Augen: „Erkenne deinen Wert, das war ein wichtiges Learning für mich. Ich war viel zu günstig, weil ich alle Aufträge reinholen wollte. Jetzt habe ich die Preise angepasst. Bekomme vielleicht nicht mehr jeden Auftrag. Aber ich kann mir die Arbeit besser einteilen. Das ist mit drei Kindern sehr wichtig.“

Maskegg Tasja Jauns

Gemeinsam mit Jaime Vidal Martinez (rechts) und Jules Ayoub (links) hat Tasja Jauns die Hansa Brain GmbH für den Vertrieb und die Produktion des Maskeggs gegründet. In der Zukunft wollen die drei gemeinsam weitere Produkte kreieren. Foto: Alexander Schönberg (Hamburg)

Erfahrene Partner für Herstellung und Vertrieb

Und noch etwas änderte die Jung-Unternehmerin: Sie suchte sich feste Partner. Durch die Corona-Pandemie war bei den Firmen weniger Geld für die Produktentwicklung da. Aber Tasja hatte schon eine neue Idee: Ein stylischer Mund-Nasen-Schutz im Silikon-Ei, der sich mit einem Karabinerhaken an den Schlüsselbund hängen ließ, so dass er stets zur Hand ist. Eine Agentin in China, mit der sie schon seit Jahren in Kontakt stand, half Tasja bei der Auswahl der Fabriken für die Produktion. Sie übernahm auch die  Qualitätssicherung vor Ort.

Auch für Herstellung und Vertrieb brauchte Tasja Unterstützung. Ein Freund machte sie mit Jaime Vidal Martinez und Jules Ayoub von Hansa B2B-Consulting bekannt. „Die fanden das Produkt super. Und da sie 30 Jahre Erfahrung in Strategie und Vertrieb mitbringen, war die Entscheidung schnell klar.“ Gemeinsam gründeten sie die Hansa Brain GmbH, die seit Juni 2020 den Vertrieb des Maskeggs übernimmt – und meldeten ein Patent an, um es vor Nachahmern zu schützen. Denn die Ansprüche an die Produktentwicklung sind hoch: „Welche Textilrichtlinien gibt es? Was muss man für die TÜV-Abnahme beachten? Wenn sich jemand daran verletzt, bin ich haftbar, und dann noch die juristischen Hinweise auf der Verpackung. Das alles muss man sich zusammensuchen – es würden sicher mehr Produkte entstehen, wenn das einfacher wäre.“

Maskegg Tasja Jauns

Das Maskegg von Tasja Jauns ist in unterschiedlichen Farben erhältlich. Der Clou: In der Hülle lässt sich die Fashionmaske leicht in der Waschmaschine, in Mikrowelle oder Wasserkocher reinigen. Foto: Alexander Schönberg (Hamburg)

Im besten Fall ist man mit einem funktionierenden Netzwerk für alle Anforderungen gerüstet. „Unser Ziel ist es, mit der Hansa Brain GmbH weitere Produkte zu kreieren und diese von der Idee bis zur Markteinführung zu entwickeln“, umreißt Tasja die nächsten Schritte. „Durch unser erfahrenes, kleines Team sind wir für viele Dinge offen. Mit der Firma Brainbooking werde ich weiterhin kreative Konzepte im Bereich Interieur und Design anbieten. Mal schauen, was noch alles kommt.“ Da ist es nur von Vorteil, dass sie ihre Stärken inzwischen gut kennt. „Ich bin sehr überzeugend, wenn es darauf ankommt“, lacht sie. „Wer fest an sein Vorhaben glaubt, der schafft es auch – und wenn’s erstmal nichts wird: Krönchen richten und weitermachen.“

Artikel vom 14. Dezember 2020

Interview: „mit einer klaren Vision das eigene Personal Branding kreieren“

Interview Dr. Brunner

Authentisch und ehrlich eine bestimmte Vision für die eigene Gründung zu haben und zu leben, schafft Vertrauen bei Kund_innen und Konsument_innen. Foto: Brett Jordan via Unsplash

Als Gründer_in für seine eigene Idee und sein Produkt zu brennen und mit Leidenschaft davon zu erzählen, ist das Eine. Sich selbst aber mit seinen Fähigkeiten, seiner individuellen Persönlichkeit als „Marke“ zu verkaufen, eine ganz andere Herausforderung. Doch gerade im stark besetzten Markt der Coaches, Trainer_innen und Berater_innen kommt es darauf an, mit einer einzigartigen Personenmarke – dem eigenen „Personal Branding“ – aufzufallen. Und im Gedächtnis potenzieller Kund_innen zu bleiben. Neben Authentizität spielen dabei vor allem Faktoren wie Werte und Persönlichkeit eine große Rolle.

Dr. Christian Boris Brunner hat über 15 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Positionen in der Markenforschung, als Manager für Marketing und als Markenberater. Er beschäftigte sich mit den Themen Business Modelling, Persönlichkeitsentwicklung und Positiver Psychologie, bevor er vor einigen Jahren sein eigenes Unternehmen gründete. Im hei.scheckheft bietet er ab Januar 2021 u. a. ein Seminar zum Thema „Personal Branding“ an. Vorab gibt er schon einmal einen Einblick in das Thema.

Mit einer Idee rund um das Thema Coaching oder Beratung zu gründen, ist seit Jahren sehr beliebt. Für Außenstehende ist es deshalb häufig schwer, die Unterschiede in den Angeboten zu erkennen. Welche ersten Schritte sollte man also als Gründer_in selbst erstmal gehen, um sein „Personal Branding“ bzw. seine Einzigartigkeit mit Blick auf das eigene Angebot zu entdecken?

Oh ja, das stimmt absolut: Unterschiede deutlich herauszustellen und als einzigartig in der Fülle von nahezu austauschbaren Produkten oder Services wahrgenommen zu werden, ist eine wahre Herausforderung. Doch es kann gelingen. Viele Gründer_innen, mit denen ich über ihr Vorhaben spreche, denken sehr häufig direkt über ihr Produkt oder ihre Dienstleistung nach. „Ich möchte Coaching anbieten, um …“ höre ich da oft. Und dann möchten sie gleich mit Social Media Marketing anfangen. Weil aktuell fast alle davon sprechen, dass man sein eigenes Personal Branding damit aufbauen muss.

Ich empfehle in dieser Situation Gründer_innen gedanklich erstmal einen Schritt zurück zu gehen und stelle Ihnen folgende Frage: Warum gehst du zu Deiner Hausärztin? Kannst du beurteilen, ob ihre Leistung wirklich gut ist? Natürlich können wir das nicht. Aber wir gehen zu einer Ärztin, weil wir Vertrauen zu ihr haben. Und sicher sind, dass sie in unserem Sinne handelt. Und uns nichts verschreibt, weil sie vielleicht höhere Krankenkassen-Sätze damit abrechnen kann. Um das Produkt selbst geht es also nicht. Sondern um Vertrauen.

„Was ist deine Vision?“ Das ist das Zentrale, warum jede(r) Gründer_in überhaupt starten möchte. Und wenn Kunden wissen, dass du eine bestimmte Vision hast und auch lebst, dann baut das Vertrauen auf. Es wirkt ehrlich. Authentisch. Ich weiß, eine Vision ist oft zu Beginn einer Selbständigkeit nicht leicht zu benennen und ein längerer Prozess. Nichtsdestotrotz sehen wir, dass Gründer wie Walt Disney es geschafft haben, ihre Vision umzusetzen. Und viele andere Menschen und Mitarbeiter damit zu begeistern. So träumte Walt Disney von einem “place where the whole family could have fun and escape from the stresses of the real world”. Dabei ist die Vision niemals erreichbar. Sie gibt aber ganz klar eine Richtung vor. Gerade bei Coaches und Beratern ist die Persönlichkeit zentral. Wenn wir es schaffen, natürlich und authentisch nach außen zu sein, bauen wir Vertrauen auf. Unsere Mitmenschen spüren es, ob es Wirklichkeit ist oder aufgesetzt.

Deshalb empfehle ich in einem zweiten Schritt, die eigenen Werte herauszubilden. Das kann bspw. in Marken-Workshops geschehen. Zudem empfehle ich immer andere Menschen zu befragen, wie sie einen selbst wahrnehmen. Einerseits Freunde, die einen gut kennen. Andererseits flüchtige Bekannte. Frage sie konkret, welche Assoziationen sie mit mir als Person verbinden. Bei welchen Themen sie dich um Rat fragen würden. Und wo du wahrscheinlich die letzte Person wärst, die sie fragen. Hilfreich ist zudem in deiner Vergangenheit nach Mustern zu suchen. Die aufdecken, welche Themen sich bei dir im Leben wiederholen. Wofür du vielleicht gekämpft hast. Oder bei welchen Themen du dich für andere Personen besonders eingesetzt hast. Ich habe für meine Arbeit selbst diesen Prozess vollzogen und festgestellt, dass für mich die Werte „Leidenschaft“, „Freiheit“ und „Empathie“ immer sehr zentral sind.

Erst nachdem du die eigenen Werte für dein Personal Branding herausgestellt hast, solltest du dich mit deinem Angebot und der Kommunikation beschäftigen. Denn im Gegensatz zum Produktmarketing, bei dem ich ein Angebot nahezu genauso gestalten kann wie ich will, sind bspw. Berater oder Coaches eingeschränkter. Sie haben bestimmte Fähigkeiten und Skills sowie eine Persönlichkeit, die sie nicht groß ändern können. Deshalb sind die Fähigkeiten, Skills und persönlichen Werte die Basis und geben vor, wie ein Coach oder Berater_in auch später wahrgenommen wird. Ansonsten wirkt die aufgesetzte Kommunikation wie die Fassade eines schönen Hauses von außen. Das sobald man hineingeht jedoch noch im Rohbau ist oder ein komplett anderes Interior hat.

Die eigenen Werte stellen also die Leitplanken für das eigene Handeln und das zukünftige Angebot sowie das gesamte Marketing dar. Wenn ich bspw. Freiheit als Wert meiner eigenen Arbeit habe, dann sollten auch meine Bildsprache in den sozialen Netzwerken, meine Website und die gesamte Kommunikation dies ausstrahlen. Ebenso sollte mein Angebot flexibel sein. Und ohne Abhängigkeiten für meine Kunden. Damit ich den Wert auch wirklich in der täglichen Arbeit „lebe“.

Interview Personal Branding

Dr. Christian Brunner empfiehlt, sich authentisch in den Social Media Kanälen zu präsentieren. So wie man ist und mit den Themen, die einen persönlich beschäftigen. Dadurch zieht man automatisch ähnlich tickende Follower an, die sich verstanden fühlen. Foto: Dole 777 via Unsplash

Manchen Menschen fällt es schwer, ihre eigenen positiven Seiten und Fähigkeiten so richtig offensiv nach außen zu tragen. Oft sind die eigenen kritischen Stimmen im Kopf ja viel lauter. Was rätst du jenen, denen es eher schwer fällt, sich offensiv und gut nach außen zu „verkaufen“?

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Gerade Gründer_innen, die introvertiert sind, müssen sich hier oft überwinden. Hier ist aus meiner Sicht die Content-Planung sehr wichtig. Zu Beginn denken viele Gründer_innen daran, wie sie auf ihr Angebot hinweisen können. Doch das ist an der falschen Ecke angesetzt.

Wichtig ist, dass du dich in die Situation deiner User Persona bzw. eines(r) typischen Wunschkund_in hineinversetzt. Welches Problem hat er/sie? Wie fühlt er/sie sich? Welche Themen beschäftigen ihn/sie im Alltag? Darauf aufbauend kann man Themenfelder bilden, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Angebot zu tun haben. Aber genau darum geht es. Menschen wollen verstanden werden und „nichts verkauft bekommen“. Meine Empfehlung ist deshalb bspw. auf Instagram oder Facebook sich ganz normal zu zeigen. Wie man ist und was einen beschäftigt. Dadurch zieht man automatisch ähnlich tickende Follower an, die sich verstanden fühlen. Man beschäftigt sich also quasi mit Themenfeldern um das eigene Leben herum. Die kritische Stimme im Kopf hat somit keine Chance durchzudringen.

Zu Beginn kann man dadurch bspw. bei Instagram oder Facebook die eigene Sicherheit gewinnen und über diese Themen diskutieren. Mit der Zeit ist es dann sinnvoll nebenbei darauf hinzuweisen, was man anbietet. Aus meiner Sicht sind dabei diejenigen die besten Verkäufer, die nie offensiv übers Verkaufen sprechen. Sondern über die Inhalte, die sie und ihre Zielgruppe betreffen. Aber ich gebe natürlich zu: In die Kamera sprechen und eine Story zu machen ist meistens erstmal Überwindung. Doch die eigenen Themen faszinieren die meisten Menschen so sehr, dass sie mit der Zeit dann diese als „künstlich“ wahrgenommen Situationen schnell vergessen.

Stichwort Authentizität. Gibt es klassische Fehler bei der Entwicklung der eigenen Personenmarke, die man unbedingt vermeiden sollte?

Der größte Fehler ist aus meiner Sicht der Folgende: Jemanden nach außen darstellen zu wollen, der du nicht bist! Und so zu tun, als hättest du keine Schwächen. Studien im Marketing haben bspw. ergeben, dass eine Marke, die eigene Fehler gegenüber ihren Kunden eingesteht und sich dafür entschuldigt, als sympathisch wahrgenommen wird. Bei Produktfehlern war teilweise die Bindung zur Marke sogar nachher höher (als im Falle von keinen Produktfehlern), wenn die Marke klar den Fehler zugab. Und bemüht war, eine Lösung für den Kunden zu finden. Wir dürfen menschlich sein, unsere Fehler zeigen! Denn genau darin, dass wir uns verletzlich und nicht perfekt zeigen, steigt die Sympathie von anderen Menschen zu uns. Denn ähnliche Menschen ziehen sich an. Und kein Mensch von uns ist perfekt! Darüber hinaus baut es Vertrauen auf. Denn andere Menschen wissen, dass du ehrlich zu ihnen bist, wenn mal etwas nicht optimal läuft.

Personal Branding

Dr. Christian Boris Brunner hat über 15 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Positionen in der Markenforschung, als Manager für Marketing und als Markenberater. Als selbstständiger Coach unterstützt er u. a. dabei das eigene Personal Branding zu kreieren. Foto: Jan Wassmuth, 2020

Abgesehen von Coaches, Trainer_innen oder Berater_innen: Empfiehlst du auch Gründer_innen mit anderen Vorhaben und Ideen, ein „personal branding“ zu entwickeln? Wenn ja, warum?

Absolut. Steve Jobs ist eines der besten Beispiele. Oder Lea-Sophie Cramer, die Gründerin von AMORELIE. Gründer_innen prägen ganz klar die Markenwerte eines Startups. Egal ob es Coaches, Trainer_innen, Berater_innen oder Startups sind, die physische Produkte darstellen. Wir alle kennen wahrscheinlich die Situation eines Bewerbungsgespräches. Selbst wenn man die Marke, für die man arbeiten soll, toll findet, denkt man trotzdem darüber nach, welche(n) Chef_in man zukünftig haben wird. Denn diese(r) prägt sehr stark unsere tägliche Arbeit. Genauso wichtig ist es, sich als Gründer_in authentisch zu zeigen. Sprich konkret die Werte zu leben. Als Gründer_in eines Startups hat man jedoch einen Vorteil. Man hat die tolle Möglichkeit, selbst die Werte im Umgang mit Unternehmenspartnern, zukünftigen Mitarbeiter_innen und Kund_innen zu bestimmen. Und ganz nebenbei: Kund_innen nehmen die Angebote eines Startups auch individueller wahr, wenn die Persönlichkeit der Gründer_in oder des Gründer-Teams sichtbar ist.

Und hast du einen Tipp für Gründer_innen, den du mit auf den Weg geben möchtest – vielleicht auch aus eigener Erfahrung?

Am Anfang einer Gründung wollen viele Gründer_innen perfekt starten. Das wollten wir mit unserem eigenen Startup ebenso. Meine Empfehlung ist hier aber vom Lean-Startup Gedanken zu lernen. Nicht perfekt sein wollen. Sondern sich Schritt für Schritt zu entwickeln. Das bedeutet viele kleine Schritte zu machen. Und kontinuierlich diese Schritte schnell zu gehen. Diese Methode kennen wir aus dem Design Thinking. Man justiert ständig und ist agil.

Genauso ist meine Empfehlung von Beginn an, klar die eigenen Werte herauszubilden und eine Strategie zu entwickeln. Dann aber bspw. mit der Kommunikation in einem sozialen Netzwerk zu starten. Und aus dem Feedback zu lernen. Stets zu optimieren und die User besser zu verstehen. Anschließend kann man dann einen weiteren Kanal nutzen. Auch ich wollte am Anfang zuviel auf einmal und habe gemerkt, dass „weniger“ am Anfang mehr ist.

Info: Ab 2021 bietet Dr. Christian Boris Brunner zwei Seminarthemen im hei.scheckheft an: „Personal Branding: Wie Sie als Coach oder Expert_in selbst zur Marke werden“ und „Brand Launch & Marketing-Plan: Der perfekte Start für Ihre Marke“. Der Antrag für eine Förderung durch das hei.scheckheft ist ab dem 1. Januar auf der Website der hei. abrufbar.

Das erste Seminar zum Thema „PERSONAL BRANDING“ findet bereits am 21. Januar 2021 statt und kann hier gebucht werden.

Artikel vom 09. Dezember 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Klara Stenzel von SÜPERB

Warum gibt es schöne Mode immer nur für schmale Größen?

Diese Frage stellte sich auch Klara Stenzel. Und entschied sich nach ihrem Modedesign-Studium dafür, das Modelabel SÜPERB für große Größen zu gründen. In dieser Podcast-Folge von „Gründung in Sicht“ berichtet Klara uns im Interview von ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Schon während ihres Studiums begeisterte Klara sich für das Thema „Große Größen“. Doch anstatt sackartige Kleidung zu entwerfen, legte sie einen Schwerpunkt auf Formen und Schnitte. Mittlerweile hat Klara ein eigenes kleines Mode-Atelier in Hamburg-Barmbek und verkauft erfolgreich ihre Stücke über ihren eigenen Online-Shop. Was das Besondere an ihrer Existenzgründung ist, welchen Herausforderungen sie sich täglich stellt und was sie im Rückblick auf ihre eigenen Anfänge allen Gründer_innen mit auf den Weg geben möchte, verrät sie im Podcast.

Und wenn ihr direkt Lust bekommen habt, Klaras Mode zu shoppen, dann schaut doch in ihrem Online-Shop vorbei! Und wenn ihr noch mehr über SÜPERB lesen und nicht nur hören möchtet, dann findet ihr hier auch noch einen Gründerstory-Blogbeitrag mit Klara Stenzel.

Klara Stenzel von SÜPERB

Klara Stenzel hat das Modelabel für große Größen „SÜPERB“ gegründet. Und freut sich über das Interview für den hei.Podcast „Gründung in Sicht“. Foto: Privat

 Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Klara für dieses tolle Interview.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen im neuen Jahr!

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