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Artikel vom 08. Juli 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Gründungsberaterin Brit Tiedemann zum Umgang mit inneren Widerständen

Wie löse ich innere Widerstände, um mit voller Überzeugung den Weg der Existenzgründung zu wagen?

Podcast Gründung in Sicht

Manchmal blockieren innere Widerstände den Weg in die Selbstständigkeit. Brit Tiedemann erzählt im Interview wie man diese aber auch als positive Warnsignale sehen kann. Foto: hello i`m nik via unsplash

In dieser Folge spricht Gründungsberaterin & Coach Brit Tiedemann über den Umgang mit inneren Widerständen im Laufe der Existenzgründung. Wie findet man als Gründer_in überhaupt heraus, ob es etwas gibt, das einen blockiert oder zurückhält? Und woher weiß man, was es genau ist? Wie kann man lernen, innere Widerstände zu überwinden? Und welche Methoden gibt es hierfür? Brit Tiedemann erklärt auch, warum innere Widerstände als Warnsignale auch positiv gesehen werden können. Und warum die Auseinandersetzung mit den eigenen Widerständen den Gründzungsprozess bereichert.

Wenn ihr mehr über Brit Tiedemann, ihr Angebot und ihre Beratung erfahren wollt, dann schaut doch auch auf ihrer Website vorbei. Und wenn ihr Interesse habt, ein Interview mit Brit Tiedemann zu lesen, dann findet ihr in diesem Blogbeitrag hilfreiche Tipps von ihr zum Start in die Selbstständigkeit.

Podcast Gründung in Sicht

Brit Tiedemann ist Unternehmenscoach und Gründungsberaterin seit über 18 Jahren. Foto: Brit Tiedemann

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Expert_innen zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben. So wie in dieser Folge Brit Tiedemann uns Rede und Antwort gestanden hat.

DANKE an Brit Tiedemann für dieses spannende Interview und den richtigen Motivationsschub, sich von den eigenen Gründungsplänen durch innere Blockaden nicht abbringen zu lassen. Sondern diese zu lösen und dran zu bleiben an den eigentlichen Plänen.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen rund um alle wichtigen Themen der Existenzgründung! Stay tuned 🙂

Artikel vom 08. April 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Judith Glatzer von Milk Made Ice Cream

Sollte man als Gründer_in mit Freunden zusammen arbeiten oder besser strikt Privates und Berufliches trennen?

Diese Fragen hat sich auch Judith Glatzer während ihrer Gründung gestellt und arbeitet mittlerweile mit einigen Freunden in ihrem Team täglich und eng zusammen. Und es funktioniert!

In dieser Folge von unserem Podcast „Gründung in Sicht“ berichtet Judith von Milk Made Ice Cream über ihre Selbstständigkeit. Neben einer eigenen Eismanufaktur und einem Eis-Catering betreibt sie seit März 2020 auch ihren eigenen Eisladen in der Eppendorfer Landstraße in Hamburg. Neu hinzugekommen ist gerade kürzlich ein zweiter Ice Cream Shop im Stadtteil Ottensen.

Die studierte Sozialpädagogin erzählt uns, wie es zu ihrer beruflichen Wendung hin zum Eis kam. Wie es ist, mit Freunden zu arbeiten. Wie es sich anfühlt, wenn die Geschäftspartnerin aussteigt und man allein weitermacht und an der Idee festhält. Und welche Herausforderungen, aber auch welche ganz besonderen Glücksmomente eine eigene Gründung mit sich bringt.

Alle weiteren Informationen zu Judiths Gründung findet ihr unter milkmadeicecream.de
Und wenn ihr Interesse habt, ein Interview mit Judith zu lesen und zu erfahren, wie sie durch die Corona-Krise kommt, findet ihr hier einen Blogbeitrag mit ihr.

Milk Made Ice Cream

Claudia-Marie Dittrich, Julia Penkert und Judith Glatzer (v.l.n.r.) nach dem Podcast-Interview bei der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Alle hatten sichtlich Spaß! Foto: Privat

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Judith für dieses spannende Interview! Und allen Leser_innen, die sich bald in Judiths Läden auf ein Eis blicken lassen – lasst es euch schmecken 🙂

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen in diesem Jahr! Zu unserem Hamburger Gründertag digital, der vom 3. bis 7. Mai 2021 stattfinden wird, erwarten euch ebenfalls brandneue Folgen!

Artikel vom 26. März 2021

Gründerstory: Edle Bohnen und eine große Portion Mindfulness

Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas

Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas ist Gründer von “Leo´s Mindful Beans”. Deutschlands erstem klimaneutral hergestellten und plastikfrei verpackten Kaffee. Foto: Nadja Hansen WHY

Kaffee und Achtsamkeit? Das gehört einfach zusammen, findet Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas. Mit “Leo´s Mindful Beans” möchte der studierte Geologe aus Salvador de Bahia nicht nur den besten Bio-Kaffee der Welt anbieten. Er will auch zu einem bewussteren Kaffeegenuss inspirieren. Und mit dem ersten klimaneutral hergestellten und plastikfrei verpackten Kaffee Deutschlands eine Marke aufbauen, die für soziale und ökologische Verantwortung steht.

Sein Anspruch ist hoch. Dennoch gelingt es Leonardo, Ehrgeiz und Tiefenentspannung irgendwie zusammenzubringen. Als der Sohn eines Brasilianers und einer Deutschen 2017 mit Frau und zwei Kindern nach Hamburg zog, war das eine harte Entscheidung. Doch mit Meditation lernte er, wieder Klarheit und einen Fokus für sein Leben zu gewinnen – die er jetzt auch für sein Unternehmertum nutzt. “`Leo’s Mindful Beans` bringt mein Wissen und meine Lebenserfahrung in einem Projekt zusammen“, sagt er.

Dabei schien zunächst nichts auf eine Karriere im Kaffeemarkt hinzudeuten. Nach dem Geologie-Studium in Bahia hatte er für NGOs im Umweltbereich gearbeitet. 2007 setzte er in Bonn noch seinen Master in Landwirtschaft- und Naturresourcenmanagement drauf und arbeitete in Brasilien im Bereich nachhaltige Entwicklung. „Da wurde viel geplant, aber wenig umgesetzt. Das war enttäuschend, weil ich mit meinem Wissen etwas Konkretes bewirken wollte“, so Leonardo. Seine Liebe zum Kaffee hatte er zu dieser Zeit gerade entdeckt – in Bonn. „Meinen ersten guten Kaffee trank ich tatsächlich in Deutschland. In Brasilien schmeckte er bitter und verbrannt, die besten Qualitäten werden ja exportiert.“

Kaffeeanbau

In seinem Heimatland Brasilien hat Leonardo 2009 selbst Bio-Kaffee angebaut. Bis die größte Dürre des Jahrhunderts kam und Leonardo dazu veranlasste nach Hamburg umzusiedeln. Foto: Privat / Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas

Erste Erfolge in Brasilien – mit Verkostungen

2009 überzeugte er seinen Vater, auf einem Stück Land in der Region Chapada Diamantina, das der Familie gehörte, Bio-Kaffee anzubauen. Bis nach drei Jahren die erste Ernte anstand, kaufte er die Bohnen bei anderen Farmern. Wurde Röster. Erhielt den Q-Grader, das internationale Zertifikat für Verkoster_innen und machte sich in der Branche einen Namen. Und er beriet die Bauern, wie sie die Qualität ihrer Ernten verbessern konnten. Als seine ersten eigenen Bohnen erntereif waren, galt Leonardo bei den Spitzenköchen und Feinschmeckern des Landes bereits als Geheimtipp. Doch die schlimmste Dürre des Jahrhunderts, gefolgt von einer Familienkrise, machte dem Jungunternehmer zu schaffen. Schweren Herzens siedelte er nach Hamburg über und nahm eine Stelle bei einem Kaffeehändler an.

Doch im März letzten Jahres kam wieder die Gründerlust durch. Die Geschäftsidee: Ein exklusiver, aber fairer Kaffeehandel. Bei dem die brasilianischen Landwirte, mit denen er dank guter Kontakte direkt verhandelt, dreimal mehr verdienen, weil unter anderem die Zwischenhändler wegfallen. Der frisch geröstete Kaffee wird in kleinen Mengen in einer 100% plastikfreien Papierverpackung verkauft und kommt dann – wie bei Oma – in die wiederverwendbare Dose. Und für jedes verkaufte Kilo Röstkaffee wird ein Baum gepflanzt. Klimaneutraler Less Waste-Kaffee vom Feinsten also.

Über die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative zum Crowdfunding

Aber wie etabliert man sich im deutschen Markt? Beim ersten Googeln stieß Leonardo auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Besorgte sich das hei.scheckheft und besuchte Seminare zu Buchführung, Steuer, PR und Videoproduktion mit dem Smartphone. Über die hei. kam auch der Kontakt zu Unternehmensberaterin Brit Tiedemann zustande. Sie riet zum Crowdfunding. „Das war für mich der Sprung in die Öffentlichkeit. Ich fing ja bei Null an und hatte keinerlei Startkapital. Ohne ihren Rat hätte ich das nicht geschafft“, sagt der Gründer. Für den Start der Kampagne und das notwendige Marketing erhielt er außerdem 5.000 Euro von der Hamburger Kreativgesellschaft. Und der Gründungszuschuss, den er seit August 2020 bekam, hielt ihm erstmal den Rücken frei.

Gründerstory

Der frisch geröstete Kaffee von „Leo`s Mindful Beans“ wird in kleinen Mengen in einer 100% plastikfreien Papierverpackung verkauft. Foto: Nadja Hansen WHY

Die gezielt umgesetzten Tipps zahlten sich aus. 15.000 Euro kamen durch das Crowdfunding zusammen. „Einen Teil investiere ich in Design und Kommunikation, in Aktionen zum Launch des Shops, bei dem mich eine Agentur unterstützt, und natürlich in den Rohkaffee. Aber das Geld ist schnell weg“, sagt Leonardo. Den Online-Shop stellt er deshalb mit „Shopify“ selbst auf die Beine. Vertrieb und Kommunikationskanäle müssen aufgebaut werden – aber mit Mindfulness. „Wichtig ist mir Klarheit, was ich anbiete. Wie die Verpackung aussehen soll. Wie wir die Bäume pflanzen. Mein Ziel ist es, erst die Marke aufzubauen. Und wenn die Nachfrage da ist, kann ich weiter wachsen und Mitarbeiter_innen einstellen.“

„Suche ein Ziel, das auch für andere sinnvoll ist“

„Unternehmertum hat mit dem inneren Mindset zu tun“, sagt der begeisterte Yogi, der genau weiß, wie sich mutlose Phasen anfühlen. Aber auch, wie man sich aus ihnen befreit. „Glaube an dich selbst. Suche ein Ziel, das auch für andere Menschen sinnvoll ist und verfolge deinen Traum“, rät er anderen Gründer_innen. „Ich kann die Welt nicht komplett ändern, aber mein Produkt kann etwas dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Ich kann dann sagen, ich habe etwas Vernünftiges in meinem Leben gemacht. Das motiviert mich.“

Artikel vom 10. März 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Heike Baltruweit von Pure Photography

Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen Gründer_innen, wenn sie sich mit ihrer eigenen Kunst selbstständig machen?

In dieser Folge sprechen wir mit der Künstlerin und Galeristin Heike Baltruweit von „Pure Photography“. Nach Jahren in der Festanstellung wollte Heike Baltruweit eigentlich selbstständig als Business-Coach durchstarten – entschied sich dann aber kurzerhand doch für die Eröffnung einer eigenen Galerie. Hier stellt sie nicht nur ihre eigenen Fotografien und Kunstwerke aus, sondern experimentiert auch mit Augmented Reality und bietet diverse andere Formate zur Entdeckung von Kunst an. Warum ihr das Verkaufen ihrer eigenen Bilder oft noch schwerfällt, welche Herausforderungen sie in der Existenzgründung generell sieht und was sie trotzdem täglich motiviert, immer weiterzumachen, erzählt sie uns im Podcast.

hei.Podcast

Heike Baltruweit ist die Künstlerin und Galeristin von „Pure Photography“. Foto: Pure Photography

Wenn ihr die Kunst von Heike Baltruweit entdecken wollt, dann bekommt ihr einen ersten Eindruck auf der Website ihrer Galerie.Und wenn ihr noch etwas mehr über Heike erfahren und über sie etwas lesen möcht – dann findet ihr hier ein Interview, das wir mit der Künsterlin und Galeristin für unseren hei.blog geführt haben.

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

Podcast-Produktion

Heike Baltruweit von „Pure Photography“ beim Podcast-Interview mit der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Für einen besseren Sound wurde der Raum mit Yogamatten getunt 😉 Foto: Privat

DANKE an Heike für dieses spannende Interview und ihre Einblicke in die Welt der Künste.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen in diesem Jahr! Zu unserem Hamburger Gründertag digital, der vom 3. bis 7. Mai 2021 stattfinden wird, erwarten euch ebenfalls brandneue Folgen!

Artikel vom 23. Februar 2021

Gründerstory: Umstandsmode zum Mieten

Mutterkleid

Jantje Warnken und Kathrin Ingelmann von Mutterkleid vermieten Umstandsmode für den besonderen Anlass – in hoher Qualität, aber zu fairen Preisen. Foto: melaniehammerphotography

Jantje Warnken und Kathrin Ingelmann sind nicht nur seit 25 Jahren befreundet, die PR-Beraterinnen wurden auch zeitgleich schwanger. Und fragten sich beide, wie sie ihrem Stil treu bleiben konnten, ohne ein Vermögen für Kleider auszugeben, die maximal vier Wochen passten. Die Lösung: Mutterkleid. Ein Online-Shop, der Umstandsmode für den besonderen Anlass vermietet – in hoher Qualität, aber zu fairen Preisen.

Ihr beide habt ja offenbar ein ziemlich gutes Timing, was eure Lebensplanung angeht. Trotzdem ist es ungewöhnlich, in der Elternzeit zu gründen. Wie kam es dazu?

Kathrin: Die Grundidee für Mutterkleid entstand, als wir beide – ich mit meinem ersten, Jantje mit ihrem zweiten Kind schwanger – auf drei Hochzeiten im gleichen Freundeskreis eingeladen waren. Trotz Babybauch wollten wir gut angezogen sein und nicht immer das Gleiche tragen. Aber wir merkten, dass uns 1. die Auswahl fehlte und dass es 2. sehr teuer und nicht nachhaltig ist, für Abendmode, die einen so kurzen Lebenszyklus hat, viel Geld auszugeben. So eine Art von Umstandsmode müsste man doch auch mieten können, dachten wir. Haben aber nichts Passendes gefunden. Deshalb haben wir kurzerhand entschieden: Dann machen wir das selbst!

Wie sahen die ersten Schritte aus?

Jantje: Von der Idee bis zur Gründung der GbR am 1. August 2020 verging immerhin ein Jahr. Am 25. November ging Mutterkleid.de dann live. Klar, es gab viel Vorarbeit. Das Miet-Modell kannten wir zwar von hochwertiger Kinderkleidung, aber einer der ersten Schritte war eine klassische Marktrecherche, um den Bedarf abzulesen. Bis Konzept und Businessplan standen, haben wir viel recherchiert, den Austausch mit anderen Gründern gesucht. So sind wir auch auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative aufmerksam geworden.

Wie konnte euch die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative unterstützen?

Jantje: Das hei. Beratungsgespräch zum Auftakt war super hilfreich, weil uns mit dem hei.ideenplan ein Schema aufgezeigt wurde, eine Art großes Brainstorming-Board, mit dem wir unsere Ideen strukturieren und das Konzept professionalisieren konnten. Außerdem erhielten wir das hei.scheckheft und besuchten jede Menge Seminare. Zum Thema Recht, was im E-Commerce wirklich wichtig ist, um nicht gleich an einer Abmahnung zu scheitern. „Keine Angst vor Zahlen“ und „Wie erstelle ich einen Finanzplan“ waren ebenfalls super. Und natürlich „Onlinehandel“ bei Stefan Knecht von Fleet [40], da haben wir wichtige Impulse bekommen. Eine andere Teilnehmerin riet uns zum Beispiel, erstmal die Labels zu kontaktieren, um zu schauen, wie unser Konzept bei potentiellen Partnern ankommt. Denn ohne die geht es ja nicht.

Online-Shop

Selbstständig und unabhängig. Jantje und Kathrin von Mutterkleid haben sich zum Start ihrer Gründung auch technisch fit gemacht – um ihren Online-Shop selbst zu erstellen und zu betreuen. Fotos: inlytics | LinkedIn Analytics Tool via Unsplash; melaniehammerphotography

Und? Wie war die Reaktion der Modemarken?

Kathrin: Wir haben drei Marken ausgewählt, die uns besonders gefielen. Die haben wir angesprochen und superpositives Feedback bekommen. Alle drei waren offen für die Vermietung. Wichtig war uns, dass die Qualität stimmt – umso höher ist auch der Lebenszyklus. Und natürlich ein außergewöhnlicher Stil, denn wir setzen nicht auf Basics, die man überall bekommt, sondern auf kuratierte Einzelstücke. Da muss man sich nicht erst durch 20 Seiten klicken. Wegen Corona haben wir unser Angebot etwas angepasst in Richtung hohe Qualität und Office-Mode, auf Events wie Hochzeiten kann man ja gerade nicht setzen.

Unabhängigkeit ist euch offenbar besonders wichtig – gilt das auch für Technik und Finanzen?

Kathrin: Absolut. Wir wollten den Shop selbst erstellen, einfach um uns mit dem Produkt in ganzer Tiefe auseinanderzusetzen und später nicht vom Support anderer abhängig zu sein. Als wir den Shop aufbauten, waren das viele Nachtschichten. Ein guter Freund, den wir aus Abi-Zeiten kennen, hat uns toll unterstützt. Wenn es jetzt Probleme gibt – wie den Fehler 404, der Albtraum aller Shopbetreiber – können wir das selbst lösen. Das spart Geld, Zeit und Nerven. Auch zu finanziellen Förderungen haben wir uns beraten lassen, aber gemerkt, dass wir lieber mit Eigenkapital gründen und auf organisches Wachstum setzen.

Versandverpackung

Dass Mutterkleid keine Basics verleiht, sondern kuratierte Einzelstücke mit außergewöhnlichem Stil, merkt man auch an der liebevoll gestalteten Verpackung, mit der die Umstandsmode verschickt wird. Foto: Mutterkleid

Wo steht ihr jetzt mit Mutterkleid – und wie geht es weiter?

Jantje: Seit Januar sind wir im klassischen Order-Zyklus, Bestellungen haben ja 6 bis 10 Monate Vorlauf. Wir haben jetzt 40 bis 50 Artikel im Shop, er wächst. Werbung läuft vor allem Mund-zu-Mund über die Mama-Community, aber natürlich planen wir auch Social Media Kooperationen, posten Stories auf Instagram, machen PR in Elternmagazinen. Und verteilen Flyer in Praxen und Familienbildungsstätten, wo wir unsere Zielgruppe gut erreichen. Dass wir in Hamburg in der gleichen Straße wohnen, macht vieles einfacher. Ein Riesenvorteil der Selbstständigkeit ist ja, dass man die Termine so legen kann, wie es passt. Und wenn eine ausfällt, ist die andere da. Mit kleinen Kindern ist das enorm wichtig.

Habt ihr Tipps für andere Gründer_innen?

Kathrin: Ideal ist natürlich, wenn man zu zweit gründet. Man braucht jemanden, der ein echter Sparringspartner ist und einen auch mal schubst, wenn man zu viel grübelt. Wir sind zwischendurch an unserem Perfektionismus fast verzweifelt. Irgendwann muss man einfach raus und live gehen mit seinem Angebot. Marktrecherche im Vorfeld ist zwar wichtig, aber für das Finetuning braucht man das Echo aus dem Markt und konstruktives Feedback, sonst schießt man am Ziel vorbei. Wir wachsen sozusagen mit unseren Kundinnen.

Artikel vom 05. Februar 2021

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Maximilian Bleß von audioBoutique

Wie wichtig ist eigentlich der Mut zur Akquise für Gründer_innen?

Sehr wichtig, findet Maximilian Bleß von audioBoutique, mit dem wir in dieser Folge von unserem Podcast „Gründung in Sicht“ sprechen. Bei seiner Gründung dreht sich alles um gute Sounds. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Davide Russo bezeichnen sich die beiden als Spezialisten für sonic branding und composing und führen ihr eigenes full-service Audio-Produktionsstudio in Hamburg-Eimsbüttel.

Doch Max hat während seiner Selbstständigkeit ebenfalls festgestellt, wie wichtig es ist, zudem ein Spezialist auf dem Gebiet der Akquise zu werden. Und heraus zu finden, wie man die passenden Kunden für die eigene Gründung findet und für sich gewinnt.

audioBoutique bietet mittlerweile neben guten Sounds auch die Produktion von Podcasts an. Gerade in Corona-Zeiten ein Kommunikationstool, das einen großen Hype erlebt hat. Auch für die Produktion unseres eigenen Intros durften wir Max in seinem Studio besuchen.

Studio audioBoutique

Claudia-Marie Dittrich und Julia Penkert von der hei.Hamburger ExistenzgründungsInitiative im Studio von audioBoutique zur Aufnahme des Intros für den Podcast „Gründung in Sicht“. Foto: Privat

Wie fühlt es sich für Max an, der eigene Chef zu sein, wie gelingt es ihm, Beruf und Privatleben weiterhin zu trennen und warum findet er den Mut zur Akquise besonders wichtig? All das erzählt er uns im Interview.

Wenn ihr mehr über die Leistungen, die audioBoutique anbietet, erfahren wollt, dann schaut doch auf ihrer Website vorbei. Oder wenn ihr Lust habt, ein Interview mit Max zu lesen, dann findet ihr hier noch einen zusätzlichen hei.Blogbeitrag mit ihm.

audioBoutique

Maximilian Bleß von audioBoutique probiert in seinem Studio eigene neue Sounds aus. Foto: Nadja Hansen WHY

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Max für dieses authentische Interview.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen in diesem Jahr!

Artikel vom 09. Dezember 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Klara Stenzel von SÜPERB

Warum gibt es schöne Mode immer nur für schmale Größen?

Diese Frage stellte sich auch Klara Stenzel. Und entschied sich nach ihrem Modedesign-Studium dafür, das Modelabel SÜPERB für große Größen zu gründen. In dieser Podcast-Folge von „Gründung in Sicht“ berichtet Klara uns im Interview von ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Schon während ihres Studiums begeisterte Klara sich für das Thema „Große Größen“. Doch anstatt sackartige Kleidung zu entwerfen, legte sie einen Schwerpunkt auf Formen und Schnitte. Mittlerweile hat Klara ein eigenes kleines Mode-Atelier in Hamburg-Barmbek und verkauft erfolgreich ihre Stücke über ihren eigenen Online-Shop. Was das Besondere an ihrer Existenzgründung ist, welchen Herausforderungen sie sich täglich stellt und was sie im Rückblick auf ihre eigenen Anfänge allen Gründer_innen mit auf den Weg geben möchte, verrät sie im Podcast.

Und wenn ihr direkt Lust bekommen habt, Klaras Mode zu shoppen, dann schaut doch in ihrem Online-Shop vorbei! Und wenn ihr noch mehr über SÜPERB lesen und nicht nur hören möchtet, dann findet ihr hier auch noch einen Gründerstory-Blogbeitrag mit Klara Stenzel.

Klara Stenzel von SÜPERB

Klara Stenzel hat das Modelabel für große Größen „SÜPERB“ gegründet. Und freut sich über das Interview für den hei.Podcast „Gründung in Sicht“. Foto: Privat

 Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

DANKE an Klara für dieses tolle Interview.

Wir freuen uns schon jetzt auf die kommenden spannenden Gespräche mit Gründer_innen und Expert_innen im neuen Jahr!

Artikel vom 09. November 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Andreas Kirsch von „Die Eselei“

Wie ist es statt in Rente in den „aktiven Ruhestand“ zu gehen und neu zu gründen?

In dieser Folge des neuen Podcast Formats „Gründung in Sicht“ der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative berichtet Andreas Kirsch, Gründer von „Die Eselei“ über seine Selbstständigkeit. Nach vielen Jahren der Festanstellung entschied er sich 2016 für den „aktiven Ruhestand“ und den Schritt in die Existenzgründung. Der ehemalige Schiffbauingenieur bietet heute geführte Wanderungen mit Eseln in Hamburg-Bergedorf an. Er erzählt uns im Interview, wie er auf die Idee mit den Eselwanderungen kam, welche Überlegungen bei der Entscheidung für die Gründung eine Rolle spielten und wie sich das Leben mit den grauhaarigen Langohren heute für ihn anfühlt. Außerdem gibt er Tipps zum Thema Gründung und Einblicke in außergewöhnliche Erlebnisse mit Eseln.

Mehr Informationen zur Gründung findet ihr hier: https://www.dieeselei.de/
Und wenn ihr noch mehr über „Die Eselei“ lesen und nicht nur hören möchtet, dann findet ihr hier auch noch einen Gründerstory-Blogbeitrag mit Andreas Kirsch.

Podcast Gründung in Sicht

Andreas Kirsch von „die Eselei“ zu Besuch bei der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative für sein Podcast-Interview. Foto: privat

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Interviews und über jeden neuen Audio-Follower 😉

Artikel vom 13. Oktober 2020

Podcast „Gründung in Sicht“: Interview mit Nadine Herbrich von recyclehero

Wie gründet man eigentlich ein Unternehmen mit Social Impact?

Im neuen Podcast Format der hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative „Gründung in Sicht“ spricht Nadine Herbrich mit uns über ihr eigenes Unternehmen recyclehero – Deutschlands erstem Abholservice für recyclebare Wertstoffe. Eine Gründung mit vielschichtigem Social Impact. Denn die Abholtouren werden mit Ebikes gefahren und die Mitarbeiter von recyclehero sind sozial Benachteiligte – Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge und Obdachlose.

Nadine hat zusammen mit ihrem Partner Alessandro gegründet. Wie ist es plötzlich, nicht nur Liebespaar, sondern auch Geschäftspartner zu sein? Wie fühlt es sich an, seinen sicheren Job in der Immobilienbranche gegen eine sozial orientierte Selbstständigkeit einzutauschen? Warum ist Hamburg genau der richtige Gründungsstandort für recyclehero?

Auf all diese Fragen gibt Nadine im Interview Einblicke in ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Podcast Gründung in Sicht

Nadine Herbrich, Gründerin von recyclehero auf dem Weg zum Podcast-Interview mit einem ihrer Ebikes. Foto: Privat

Mehr Infos zum Unternehmen findet ihr hier: www.recyclehero.de
Und wenn ihr Lust habt, noch mehr über recyclehero zu erfahren, dann findet ihr hier auch noch einen Blogbeitrag über die Held_innen.

Podcast „Gründung in Sicht“

In unserem Podcast geben regelmäßig bereits erfolgreiche Hamburger Gründer_innen Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie berichten ehrlich von ihren eigenen Erfahrungen und ihren ganz unterschiedlichen Herausforderungen und Glücksmomenten. Denn wir wollen wissen: Wie fühlt es sich an, selbstständig zu sein, komplett eigenverantwortlich, aber selbstbestimmt? Wie sind die Gründer_innen durch gestartet, welche Unterstützung und Angebote bietet das Hamburger Gründungsnetzwerk? Außerdem kommen in manchen Folgen Experten zu Wort, um wichtige Infos und Tipps rund um alle Themen der Gründung zu geben.

Stay tuned – wir freuen uns schon auf das nächste Interview, das wir für unseren Podcast führen dürfen!

Artikel vom 11. Mai 2016

Nach 18 Jahren Österreich Existenzgründung in Hamburg

Für Existenzgründung in Hamburg kauft Jörg Miedke Mode aus Italien

Hamburger Existenzgründer Jörg Miedke kauft für seinen Laden about:blue fast alles in Italien

Eine Firma in Hamburg gründen, sich an die eigene Existenzgründung heranzutrauen: Das war nicht gerade die erste Idee von Jörg Miedke. Zumal er doch 18 Jahre in Österreich gelebt und in Festanstellung gearbeitet hat, bevor er nach Hamburg kam. Mode ist sein Steckenpferd. In der Produktentwicklung war er als Abteilungsleiter für einen großen Bekleidungshersteller verantwortlich für Mäntel. Doch dann hat er gekündigt. Warum? „Der Liebe wegen“, sagt der studierte Bekleidungstechniker. „Jahrelang zwischen Österreich und Hamburg zu pendeln, ist für eine Beziehung nicht gerade einfach“, gesteht Miedke. Also packte er seine Mäntel und zog nach Hamburg um. Allerdings hat sich der Diplom-Ingenieur für Bekleidungstechnik keinen neuen Job bei einem großen Mode-Label gesucht. Vielmehr wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit. Weiterlesen

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