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Artikel vom 14. Mai 2018

„Eine gewisse Sorglosigkeit ist notwendig“ – Interview mit Andreas Vagt, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftssenioren Hamburg

Mit Rat und Tat stehen die Wirtschaftssenioren in Hamburg Gründern und Startups zur Seite

Andreas Vagt berät seit zwei Jahren Gründer und Startups bei den Wirtschaftssenioren Hamburg. Foto: Wirtschafts-Senioren-Beraten e.V., Metropolregion Hamburg

Bei den Wirtschaftssenioren helfen ehemalige Führungskräfte seit über 30 Jahren jungen Existenzgründern, ihre Ideen auf die Straße zu bringen. Wir haben mit Andreas Vagt gesprochen. Der ehemalige Manager führt nun als neuer Vorstandsvorsitzender die Wirtschaftssenioren in Hamburg. Warum es sich lohnt, das Angebot der erfahrenen Berater zu nutzen und was wir vom neuen Vorstandsvorsitzenden zu erwarten haben, erklärt er uns im Interview.

Herr Vagt, stellen Sie sich doch einmal kurz vor. Woher kommen Sie? Wie sind Sie zu den Wirtschaftssenioren gekommen?

Bis zu meinem Ausscheiden aus dem Berufsleben habe ich zuletzt viele Jahre für ein global tätiges Öl- und Gasunternehmen gearbeitet. Dabei habe ich die unterschiedlichsten Geschäftsbereiche kennengelernt und hatte die tolle Möglichkeit, mit meiner Familie fast 6 Jahre im Ausland zu leben: in London und in Brüssel. Ich wohne nun wieder in Hamburg mit meiner Frau und unseren 3 Beagle, unsere 3 Kinder sind erwachsen und leben in Lüneburg und Berlin. Über die Wirtschaftssenioren habe ich eher zufällig in der Presse gelesen – kurzum, das Konzept sprach mich an, ich habe mich beworben, und bin seit bald zwei Jahren Mitglied. Inzwischen ist mir klar geworden, dass ich mit den Wirtschaftssenioren Hamburg etwas gefunden habe, von dem ich vorher nicht wusste, dass ich es genauso gesucht habe!

In einem Satz bitte: Was macht die Wirtschaftssenioren aus?

Wir geben unsere vielfältigen im Arbeitsleben erworbenen Erfahrungen und Kompetenzen aus den unterschiedlichsten Unternehmen und praktisch allen Fachrichtungen mit Freude und Engagement an die Ratsuchenden weiter – und sind immer wieder gespannt, welche Menschen wir da bei einem neuen Beratungsauftrag kennen lernen!

Die Wirtschaftssenioren unterstützen junge Gründer vor allem mit ihrer langjährigen Erfahrung. Was können Sie im Gegenzug von der jüngeren Generation lernen?

Nicht alle Gründer, die zu uns kommen, sind unbedingt junge Leute. Wir haben da das ganze Spektrum. Aber tatsächlich überwiegen die jungen Gründer. Vor allem, wenn ich an die stark steigende Zahl der innovativen Startups denke, die wir seit einigen Jahren beraten, sind doch viele Gründer jünger als 35 Jahre. Gerade bei diesen unglaublich kreativen Startups erleben wir einen Enthusiasmus, der richtig ansteckend sein kann. Ja, und manchmal auch eine gewisse Sorglosigkeit und eine „can-do-attitude“, die wirklich erfrischend ist – und ein Stück weit auch notwendig.

Bei den Wirtschaftssenioren in Hamburg gibt es auch fachkundige Stellungnahmen zum Businessplan

Gründungsidee und Gründer müssen gut zusammenpassen, damit die Umsetzung klappt. Foto: Senioren der Wirtschaft Baden-Württemberg e.V.

Was macht eine gute Gründungsidee für Sie aus?

Eine gute Gründungsidee hat einen gewissen Neuheitswert – sie verkörpert ein Produkt oder eine Dienstleistung, die von den Menschen gebraucht wird, die nicht unbedingt zu leicht von anderen kopiert werden kann, und die dem Gründer nachhaltig die Möglichkeit gibt, davon zu leben. All diese Elemente müssen nicht unbedingt bereits am Anfang so offensichtlich sein; manchmal wohnt den besten Gründungsideen – und  nun wird es fast philosophisch – der Zauber der Unsicherheit und Unklarheit inne. Hierin liegt dann auch die Herausforderung für uns Wirtschaftssenioren: Auch wenn eine Gründungsidee zunächst nebulös oder abenteuerlich sein mag, dürfen wir sie nicht gleich als unrealistisch abstempeln, sondern müssen vielmehr mit dem Gründer das Machbare suchen. Die erfolgreichsten Unternehmen der Welt hätte es wahrscheinlich nie gegeben, wenn man sie als erstes auf Machbarkeit geprüft hätte. Und am Ende, so zeigen unsere Erfahrungen, müssen dann vor allem die Gründungsidee und der Gründer gut zusammenpassen, damit die Umsetzung gelingt. Hier sehen wir uns vor allem als Coach.

Gibt es Zukunftspläne der Wirtschaftssenioren oder interessante Neuigkeiten, die Sie uns verraten können?

Wir brauchen keine Revolution unseres Beratungsangebotes, aber wir suchen ständig gute Möglichkeiten der Evolution! Unser Konzept der praxisorientierten Beratung hat sich über viele Jahre bewährt, und wir sehen mehr und mehr Anfragen von Startups und kleinen oder mittleren Unternehmen. Diese Entwicklung begrüßen wir sehr und bauen gerade zur Unterstützung gezielt unsere Netzwerkpartnerschaften aus. Neben den traditionell guten Verbindungen zu den Handelskammern, den Arbeitsagenturen und natürlich zu der hei., knüpfen wir nun ganz enge Verbindungen zum Beispiel mit den Universitäten, DESY, dem HIP, Hamburg Invest und Startup Dock, der Wirtschaftsbehörde, oder den Wirtschaftsjunioren, bei denen wir im letzten Gründergeist-Wettbewerb den dritten Gewinner beraten. Unsere Mitglieder freuen sich über die wachsende Vielfalt unserer Aufgaben – und vor allem darauf, weiterhin der Gründer- und Startup-Szene in Hamburg mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!

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