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Artikel vom 21. September 2018

„Trendthemen finden in Hamburg ein perfektes Umfeld“

Wer in Hamburg gründet, findet viel Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb des Startup-Ökosystems.

Hamburg ist eine perfekte Stadt für Startups und Gründer – kurze Wege, ein lebendiges Startup-Ökosystem und wirtschaftliche Unterstützung zeichnen die Hansestadt aus. Foto: Franck V. via Unsplash

Um technologie- und wissensorientierten Startups eine zentrale, öffentliche Anlaufstelle zu bieten, wurde im Januar 2018 die Startup-Unit von Hamburg Invest ins Leben gerufen. Gleichzeitig soll die Unit die Stadt Hamburg als attraktiven Standort für internationale Gründer noch sichtbarer machen. Die Leitung der 2,5-köpfigen Unit hat Veronika Reichboth übernommen. Die 34-Jährige setzt sich schon länger für die Hamburger Startup-Szene ein, zuletzt bei nextMedia.Hamburg.

Wir haben mit Veronika gesprochen. Im Interview erzählt sie uns, was sie umtreibt, wie sie die Startup-Szene in Hamburg sieht und was Gründer, die neu in der Stadt sind, unbedingt beachten sollten.

Veronika, stell Dich doch einmal kurz vor. Wie bist Du zur Startup-Unit von Hamburg Invest gekommen?

Ich war immer schon ein sehr neugieriger Mensch und habe auch beruflich einiges ausprobiert. Vor meiner Tätigkeit als Leiterin der Startup-Unit war ich Managerin des Hamburger Medienclusters nextMedia.Hamburg und habe bei einem mittelständischen IT-Dienstleistungsunternehmen im Sales-Bereich gearbeitet. Davor war ich einige Jahre in Brüssel bei den europäischen Institutionen und einer internationalen Agentur für Werbung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. In Brüssel habe ich selber auch ein Startup gegründet. Hierdurch habe ich einen Zugang zu der Startup-Welt gefunden und meine Passion für Innovationen und disruptive Geschäftsmodelle entdeckt. Das war im Jahr 2010, aber dem Startup-Bereich bin ich seitdem treu geblieben.

In einem Satz: Was bietet die Startup-Unit Gründern?

Mit der Startup-Unit bieten wir Gründern eine Anlaufstelle für wissens- und technologieorientierte Gründungen in Hamburg – dabei verstehen wir uns nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten, sondern geben als one-stop-agency eine erste Orientierungsberatung zu bestehenden Förderangeboten, den relevanten Netzwerken und vermitteln GründerInnen weiter an kompetente Partner, wie z.B. an die hei. Hamburger Existenzgründerinitiative oder die Investitions- und Förderbank.

Warum sollten internationale Startups nach Hamburg kommen? Was macht die Hansestadt als Gründungsstandort attraktiver als andere Großstädte in Deutschland?

Hamburg ist einer der Hotspots der deutschen Gründerszene. Darüber hinaus hat Hamburg eine starke Wirtschaft und prosperierende lokale Branchen wie Medien, E-Commerce, Aviation, Logistik und bündelt diese in starken Netzwerken. Und als Stadtstaat hat man in Hamburg bekanntlich noch kürzere Wege und kann sich hier schneller und besser vernetzen als anderswo.

Hamburg ist aber nicht nur profitabel, sondern auch extrem lebenswert, Oase für Architektur und Design und eine der gastfreundlichsten Städte Deutschlands.

Wie würdest du die Hamburger Gründerszene beschreiben? Was unterscheidet sie z. B. von der Szene in Berlin?

Hamburg hat ein sehr lebendiges Startup-Ökosystem mit vielen tollen Angeboten und engagierten Akteuren. Trendthemen finden in Hamburg ein perfektes Umfeld: neue Ideen können aus einem breiten Reservoir an Unterstützungsleistungen schöpfen und im kompetitiven Umfeld der zweitgrößten Stadt Deutschlands schnell wichtige Markterfahrungen sammeln.

Der Unterschied zu Berlin ist wahrscheinlich die stärkere ökonomische Orientierung der Startups. Kurz gesagt, in Hamburg haben sie einen Auftrag in der Tasche und in Berlin eine Geschäftsidee auf dem Laptop.

Die Hamburger Startup-Szene ist lebendig und innovativ

Für Startups in Hamburg unterwegs: Veronika Reichboth, Leiterin der Startup-Unit von Hamburg Invest. Foto: Hamburg Invest

Was macht eine gute Geschäftsidee für Dich aus?

Für mich gibt es drei Kriterien, die eine gute Geschäftsidee ausmachen: Innovationsgrad, Kundennutzen und Umsetzbarkeit. Für mich ist es wichtig, dass es sich um eine neue Idee bzw. eine Weiterentwicklung eines bestehenden Produkts oder einer Dienstleistung handelt. Ebenfalls sollte die Idee einen klaren Kundennutzen aufweisen und umsetzbar sein. Für letztere zwei Punkte sollte man sich früh Feedback von potenziellen Kunden und möglichen Partnern einholen, denn diese entscheiden letztendlich auch darüber, ob eine Geschäftsidee für sie relevant ist.

Ganz wichtig ist für mich außerdem, dass die Geschäftsidee verständlich kommuniziert wird – ob im persönlichen Gespräch oder im Pitch.

Was ist Dein persönlicher Ratschlag für Leute, die neu in Hamburg sind und ein Unternehmen gründen wollen?

Nehmt die vielen guten Angebote war: es gibt eine Vielzahl an sehr professionellen und guten Netzwerk-Veranstaltungen und Konferenzen, auf denen man zu verschiedensten Gründungsthemen lernen und sich mit anderen Gründern vernetzen kann.

Danke für das Interview, liebe Veronika!

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