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Artikel vom 26. Oktober 2018

Die Gründerstory: „Man sollte Respekt vor der Selbstständigkeit haben, keine Angst“

Sprachtraining

„Wenn man weiß, dass der Bedarf da ist, wenn man ein gutes Fachwissen hat und dazu noch zwischenmenschliches Geschick, dann sollte man gründen“, sagt Marie-Theres Lohle, Gründerin von „Dein Deutsch“. Foto: Hendrik Lüders

Wer je eine Fremdsprache gelernt hat, kennt das: Hallo, danke und auf Wiedersehen ist schnell gelernt. Aber bis zum richtigen Gespräch oder gar geschliffener geschäftlicher Konversation ist es ein holpriger Weg voller Ungereimtheiten. Gründerin Marie-Theres Lohle hat aus der weit verbreiteten Not eine Tugend gemacht: Sie gibt individuelles Sprachtraining – und was sie ihren Klienten beibringt, ist nicht weniger als Dein Deutsch.

Vom Lehramtsstudium an die Sprachschule

Irgendwie ist sie da reingerutscht, sagt die 31-Jährige. Und am Ende passte alles. Ein paar Semester Lehramtsstudium, Germanistik mit Schwerpunkt Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Dann ein Praktikum am Goethe-Institut in Madrid. Während des Auslandsaufenthalts fängt sie Feuer für die Mehrsprachigkeitsforschung, die Elemente der Erziehungs- und Sprachwissenschaft verbindet. Als sie in Hamburg ihren Master in „Multilingual Educational Linguistics“ macht, ist der berufliche Weg klar: 2014 steigt sie freiberuflich bei einer Sprachschule ein und sammelt Praxiserfahrung auf allen Niveaus. Aber ging da nicht mehr – jenseits des klassischen Gruppenunterrichts?

Der maßgeschneiderte Lehrplan

„In der Sprachschule betreute ich vor allem Firmenkunden und merkte schnell, dass es außerdem den Wunsch nach Einzeltrainings gab, die noch genauer auf die persönliche Situation zugeschnitten waren. So fing alles an“, erinnert sich die Existenzgründerin. Sie arbeitete weiter an der Schule, betreute parallel eigene Kunden und baute die Privatstunden konsequent aus, während sie ihr Pensum an der Sprachschule reduzierte. „Das gab für den Übergang finanzielle Sicherheit und war super. Mittlerweile stehe ich mit ‚Dein Deutsch‘ auf eigenen Beinen.“ Dass sie als Pädagogin immer wieder kreativ sein muss, gefällt ihr: „Ich habe Kunden, die gar keine Kenntnisse haben, andere kämpfen mit Blockaden und dann gibt es die Perfektionisten, die möchten, dass auch das letzte Komma richtig sitzt. Das ist ein reizvoller Mix.“

Sprachtraining

Marie-Theres bei der Arbeit: In internationalen Firmen betreut sie sowohl Projektkunden, die nur wenige Wochen in Deutschland sind, aber auch Langzeitkunden, die sich anspruchsvolle Ziele gesteckt haben. Foto: Hendrik Lüders

Beim Kunden präsent sein

Werbung war bislang nicht nötig. Die Tatsache, dass das Gros ihrer Kunden im B2B-Bereich sitze und sie in den Firmen morgens, mittags oder nach Feierabend präsent sei, sei das effektivste „Empfehlungsmarketing“, lacht sie. „Es fällt schon auf, wenn der neue Kollege plötzlich aktiv am Meeting teilnehmen kann oder in der Pause mit den Kollegen auf deutsch scherzt. Das möchte man dann auch können.“ In internationalen Firmen betreut sie sowohl Projektkunden, die nur wenige Wochen in Deutschland sind, aber auch Langzeitkunden, die sich anspruchsvolle Ziele gesteckt haben. Was alle eint: Sie sind hoch motiviert.

Im hei. Gespräch Bauch und Kopf abgleichen

Als sie auf die hei. aufmerksam wurde, hatte Marie-Theres die ersten Schritte in die Selbstständigkeit schon gemeistert. „Ich habe viel aus dem Bauch heraus gemacht. Aber gerade für Einzelkämpfer ist es wichtig, dass mal jemand von außen draufguckt.“ Von der hei. kam nicht nur die Bestätigung, dass sie vieles richtig gemacht hatte. Sie erhielt auch Input für den nächsten Schritt. Eine Website etwa hatte sie lange nicht, das Geschäft lief ja auch so. Dennoch: „Die hei. Seminare ‚Selbstmarketing‘ und ‚Empfehlungsmarketing‘ waren perfekt, und auch den Fotografen, der die Fotos für die Homepage gemacht hat, habe ich über die hei. kennengelernt.“ Auf der Website hat sie ihr Angebot weiter zugespitzt, mit Erfolg: „Dass die Seite funktioniert, merkt man daran, dass die Anfragen immer sehr passend sind, die Firmen wollen ja vor allem, dass es unkompliziert und effektiv ist.“

Sprachtraining

Dein Deutsch – Individuelles Deutschtraining in Hamburg. Foto: Hendrik Lüders

Nicht stehen bleiben

Trotz ihrer hohen Qualifikation: Marie-Theres nutzt jede Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln. „Demnächst fliege ich nach Madrid und gebe einen Workshop beim Deutschlehrertag, da geht es um Lehrerbildung“, erzählt sie. „Und im Herbst bin ich als Beurteilerin bei offiziellen Sprachprüfungen dabei. Das Feld ‚Train the Trainer‘ reizt mich sehr.“ Schritt für Schritt – damit ist sie bislang gut gefahren. „Man muss nicht schon vor dem Start in Visitenkarten und Website investieren“, glaubt sie. „Wenn man weiß, dass der Bedarf da ist, wenn man ein gutes Fachwissen hat und dazu noch zwischenmenschliches Geschick, dann sollte man gründen. Gerade Frauen, die oft zögerlich sind: Versteckt Euch nicht! Man sollte Respekt vor der Selbstständigkeit haben, aber keine Angst!“

 

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