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Artikel vom 18. März 2019

„Die Bereitschaft von Menschen mit Migrationshintergrund, ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist hoch“

Existenzgründung und Betriebsberatung: Das sind die Schwerpunkte von Unternehmer ohne Grenzen e.V.

Nicht mehr nur klassische Branchen wie Gastronomie oder Einzelhandel, sondern zunehmend auch wissensintensive Dienstleistungen spielen bei Gründungen von Menschen mit Migrationshintergrund eine Rolle: Foto: Shannon Rowies via Unsplash.

Auf dem Hamburger Gründertag am 6. April in der Handwerkskammer Hamburg finden Existenzgründer jede Menge Infos und Inspiration. Im Ausstellerbereich kann man sich unter anderem von Institutionen beraten lassen, die angehenden Gründern den Start in die Selbstständigkeit so leicht wie möglich machen. Dazu zählt auch der Verein Unternehmer ohne Grenzen, kurz UoG. Seit fast 20 Jahren berät UoG vorrangig Existenzgründer mit Migrationshintergrund. Aber auch die Betriebsberatung sowie die Themen Qualifizierung, Bildung und die Förderung der lokalen Wirtschaft gehören zum Aufgabengebiet des Vereins. Petra Ehrhardt von UoG setzt sich seit Jahren als Beraterin mit Engagement und Leidenschaft für Existenzgründer unterschiedlicher Nationalitäten ein. Wir haben ihr im Vorfeld des Gründertags ein paar Fragen gestellt.

Wie würden Sie Hamburgs Gründerszene beschreiben – vor allem mit Blick auf Gründungen von Personen mit Migrationshintergrund?

Die Hamburger Gründerszene ist sehr aktiv und vielfältig, es gibt viele Akteure und tolle Unterstützungsangebote. Die Bereitschaft von Menschen mit Migrationshintergrund, ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist hoch und die Gründungen erfolgen nicht mehr nur in den „klassischen“ Branchen wie Gastronomie und Einzelhandel, sondern häufig im Dienstleistungsbereich, zunehmend auch mit wissensintensiven Dienstleistungen. Zu uns kommen hochmotivierte Gründerinnen und Gründer, die oft besondere Kenntnisse und Erfahrungen aus ihren Heimatländern mitbringen und damit das Angebot und die Attraktivität Hamburgs bereichern.

Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund bringen oft besondere Kenntnisse aus ihren Heimatländern mit.

Petra Ehrhardt berät Gründer mit Migrationshintergrund bei „Unternehmer ohne Grenzen“. Foto: UoG

Gibt es besondere Herausforderungen, denen sich ein Gründer mit internationalem Hintergrund gegenübersieht? Welche ersten Schritte kann er (in Hamburg) gehen, um diese zu meistern?

Gerade neu zugewanderte Gründerinnen und Gründer wissen noch nicht, was alles bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee beachtet werden muss. Das können die notwendige Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Abschlüsse, fehlende Sprachkenntnisse, Informationen über Finanzierungs- und Fördermittel oder auch die Anmeldung ihres Unternehmens sein. Wichtig ist, dass sich die Gründerinnen und Gründer rechtzeitig über die notwendigen Schritte informieren, bevor sie vielleicht ein Unternehmen gründen, mit dem sie langfristig keinen Erfolg haben. Mit UoG gibt es eine Anlaufstelle, die zur Umsetzung der Geschäftsidee verschiedene Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote bietet und mit anderen Akteuren der Wirtschaftsförderung gut vernetzt ist.

Unabhängig von Nationalität oder Gründungsvorhaben: Welchen Tipp möchten Sie jedem Gründer mit auf den Weg geben?

Nutzt die vielfältigen Beratungsangebote, die es in Hamburg zu gründungsrelevanten Themen gibt und lasst euch von Fachleuten beraten, ob euer Vorhaben umsetzbar und erfolgversprechend ist. Plant die Unternehmensgründung gut, denn je mehr ihr im Vorfeld schon recherchiert und geplant habt, desto wahrscheinlicher ist, dass die Geschäftsidee funktioniert. Baut euch schon vor der Gründung berufliche Netzwerke auf, denn der Austausch mit anderen ist wichtig. Es können Kooperationen oder Partnerschaften entstehen.

Vielen Dank, Petra Ehrhardt! Wir freuen uns auf einen spannenden Hamburger Gründertag mit Ihnen.

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