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Artikel vom 27. Mai 2021

Gründerstory: In lässiger Atmosphäre Keramik bemalen

Malbucht

Zusammen mit seiner Frau Kerstin betreibt Det Martens seit Ende 2017 einen eigenen Laden, in dem man Keramik selbst bemalen kann – die Malbucht in Hamburg-Hamm. Foto: Lucas Martens

Für Det Martens war es genau der richtige Zeitpunkt: Nach 30 Jahren in der IT konnte er mit einer Abfindung aus seiner alten Firma aussteigen. Die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen, in dem Keramik bemalt wird, hatte er schon länger. Und durch die Abfindung war auch die Finanzierung gesichert. Seit September 2017 betreibt der Hamburger in HH-Hamm “Die Malbucht – Keramik selbst bemalen“, mittlerweile ist auch seine Frau Kerstin eingestiegen. Doch kreativ sein muss der Gründer jetzt in vielerlei Hinsicht, denn die Corona-Pandemie setzt auch seinem Geschäftsmodell zu.

Am Anfang stand die Lust, etwas zu machen, das sie vorher noch nicht gemacht hatten, erklärt Det. „Nach dem Motto: Du weißt erst, ob es funktioniert, wenn du es ausprobiert hast. Das Keramikmalen anders zu machen als andere, das trieb mich an.“ „Anders“ hieß: Dem Gewerbe das typisch Weibliche zu nehmen. „Dass ein Kerl hinter dem Tresen steht und wir rustikal mit Paletten eingerichtet sind, ist schon ein Unterschied“, grinst Det. „Wir nehmen den Männern die Schwellenangst und ermutigen auch die, die nicht aus kreativen Berufen kommen, den Pinsel zu schwingen.“

Offenbar gelingt ihm das. Ob Junggessell_innen-Abschied oder Kindergeburtstag, Team-Event oder Malstunde mit Freund_innen – in der Malbucht gibt es jede Menge Raum zum Ausprobieren. „Viele sind erstmal skeptisch und sagen, sie hätten zuletzt in der Schule gemalt. Aber wenn wir sehen, wie glücklich sie am Ende sind und sich freuen, dass sie eine neue Seite an sich kennengelernt haben, ist das total erfüllend“, findet Kerstin, die die ersten gemeinsamen Malerfahrungen mit ihrem Mann während einer Reha gemacht hat. Dass sie ausgerechnet kurz vor dem ersten Corona-Lockdown ihren Job in einer Kita aufgab, um Vollzeit bei ihrem Mann einzusteigen, macht die aktuelle Situation allerdings zu einer echten Bewährungsprobe.

Gründerstory

Ob Junggesell_innen-Abschied oder Kindergeburtstag, Team-Event oder Malstunde mit Freund_innen – in der Malbucht gibt es jede Menge Raum zum Ausprobieren. Det war von Anfang an besonders wichtig, alle und jeden anzusprechen – das Keramikmalen anders zu machen als andere und dem Gewerbe das „typisch Weibliche“ zu nehmen. Foto: Lucas Martens

„Die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative legt den Finger in die Wunde“

„Wäre Corona nicht gewesen, hätten wir unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sicher noch gesteigert“, glaubt Det. Allein die zentrale Lage des Ladens an einer großen Kreuzung in Hamm-Mitte brachte von Anfang an jede Menge Laufkundschaft und Kunden aus dem Quartier. Doch ohne eine gründliche Beratung im Vorfeld, da ist sich der Jungunternehmer sicher, hätte das solide Wirtschaften kaum geklappt. „Bei der hei. wird man mit offenen Armen aufgenommen, man kümmert sich. Und die legen den Finger in die Wunde, wenn sie sehen, dass etwas noch nicht ausgereift ist – das war vor der Gründung extrem wichtig“, sagt Det.

Auch für das „Monstrum Businessplan“ und die Beantragung des Gründerzuschusses stand ihm eine Beraterin von der hei. zur Seite. „Ich rate jedem, seinen Businessplan zu nutzen. Mir half das, alles zu strukturieren, von der Markt- über die Wettbewerbsanalyse bis hin zu den erwarteten Zahlen. Daraus habe ich die Sicherheit gewonnen, dass es funktioniert“, sagt der Gründer. Viel Unsicherheit steckte vor allem in den unbekannten Faktoren: Wie groß muss das Studio sein, damit es den Lebensunterhalt trägt? Wie viele Sitzplätze braucht man? Welchen Brennofen? Wie hoch sind die Energiekosten? Wieviel Geld lässt der Durchschnittskunde im Laden? „Dieses Wissen früh an die Hand zu bekommen, ist super wichtig“, sagt er, „aber weil man das nicht googeln kann, habe ich vor der Gründung ein mehrtägiges Seminar für angehende Studiobesitzer besucht.“ Mit dem hei.scheckheft erarbeitete er sich zusätzliches Wissen in den Bereichen „Finanzplan“, „Businessplan“ und „Papierloses Büro”.

Kreativ durch den Lockdown

Rücklagen helfen dem Paar momentan, durch die Lockdown-Zeit zu kommen. Kerstin und eine weitere Mitarbeiterin, die in Teilzeit angestellt wurde, um das Paar in Stoßzeiten zu entlasten, sind in Kurzarbeit. Aber die unternehmerische Kreativität ist ungebrochen. Mit einer To go-Tüte, Click & Collect und dem Aufbau eines Online-Shops entwickeln sie ihr Geschäftsmodell weiter.

„Bestimmt führen wir das ein oder andere auch nach der Pandemie fort“, so Det. Bei Google ist die Website der Malbucht, die ein Grafikbüro entwickelt hat, unter den Top 3 im Bereich Keramikmalen in Hamburg gelistet. „Das ist meine Werbung nach außen, deshalb lohnt es sich, dafür Geld in die Hand zu nehmen“, findet er. Die Pflege der Seite übernimmt der Gründer allerdings inzwischen selbst, so bleibt er flexibel und spart weitere Kosten. Kontakt zur Kundschaft hält er über Instagram. Und das Telefon ist mittlerweile nach Hause umgeleitet, so dass Interessent_innen sie jederzeit erreichen. Dass sie nach wie vor hinter ihrem Laden stehen, ist für das Paar keine Frage.

Gründerstory

In Corona-Zeiten ist unternehmerische Kreativität besonders gefragt: Mit einer To go-Tüte, dem „Malbüdel“, Click & Collect und dem Aufbau eines Online-Shops entwickeln Det und Kerstin ihr Geschäftsmodell weiter. Foto: WHY / Nadja Hansen

Auch in Krisenzeiten dran bleiben

„Uns kommt zugute, dass wir für unsere Sache brennen und das Feuer haben, das durchzuziehen“, sagt Det. „Und dass wir keine Höhenflüge machen, uns erden und der Zukunft ins Gesicht gucken.“ Dass man sich als Paar so gut versteht, dass man es 24 Stunden 7 Tage die Woche miteinander aushält und die ganze Familie dahinter steht, war für beide die Voraussetzung. „Unsere Kinder sind schon 25 und 22, das gibt uns Freiraum – neben der Tatsache, dass wir das Startkapital zur Verfügung hatten“, ergänzt Kerstin. Gibt es ein Rezept für eine gute Zusammenarbeit? Kerstin lacht: „Es ist wichtig, dass es mit Det einen Chef gibt. Aber wir entscheiden trotzdem alles zusammen, so dass wir zu 100 Prozent dahinter stehen. Das war von vornherein klar.“

Artikel vom 26. März 2021

Gründerstory: Edle Bohnen und eine große Portion Mindfulness

Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas

Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas ist Gründer von “Leo´s Mindful Beans”. Deutschlands erstem klimaneutral hergestellten und plastikfrei verpackten Kaffee. Foto: Nadja Hansen WHY

Kaffee und Achtsamkeit? Das gehört einfach zusammen, findet Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas. Mit “Leo´s Mindful Beans” möchte der studierte Geologe aus Salvador de Bahia nicht nur den besten Bio-Kaffee der Welt anbieten. Er will auch zu einem bewussteren Kaffeegenuss inspirieren. Und mit dem ersten klimaneutral hergestellten und plastikfrei verpackten Kaffee Deutschlands eine Marke aufbauen, die für soziale und ökologische Verantwortung steht.

Sein Anspruch ist hoch. Dennoch gelingt es Leonardo, Ehrgeiz und Tiefenentspannung irgendwie zusammenzubringen. Als der Sohn eines Brasilianers und einer Deutschen 2017 mit Frau und zwei Kindern nach Hamburg zog, war das eine harte Entscheidung. Doch mit Meditation lernte er, wieder Klarheit und einen Fokus für sein Leben zu gewinnen – die er jetzt auch für sein Unternehmertum nutzt. “`Leo’s Mindful Beans` bringt mein Wissen und meine Lebenserfahrung in einem Projekt zusammen“, sagt er.

Dabei schien zunächst nichts auf eine Karriere im Kaffeemarkt hinzudeuten. Nach dem Geologie-Studium in Bahia hatte er für NGOs im Umweltbereich gearbeitet. 2007 setzte er in Bonn noch seinen Master in Landwirtschaft- und Naturresourcenmanagement drauf und arbeitete in Brasilien im Bereich nachhaltige Entwicklung. „Da wurde viel geplant, aber wenig umgesetzt. Das war enttäuschend, weil ich mit meinem Wissen etwas Konkretes bewirken wollte“, so Leonardo. Seine Liebe zum Kaffee hatte er zu dieser Zeit gerade entdeckt – in Bonn. „Meinen ersten guten Kaffee trank ich tatsächlich in Deutschland. In Brasilien schmeckte er bitter und verbrannt, die besten Qualitäten werden ja exportiert.“

Kaffeeanbau

In seinem Heimatland Brasilien hat Leonardo 2009 selbst Bio-Kaffee angebaut. Bis die größte Dürre des Jahrhunderts kam und Leonardo dazu veranlasste nach Hamburg umzusiedeln. Foto: Privat / Leonardo Maximiliano Bittner de Freitas

Erste Erfolge in Brasilien – mit Verkostungen

2009 überzeugte er seinen Vater, auf einem Stück Land in der Region Chapada Diamantina, das der Familie gehörte, Bio-Kaffee anzubauen. Bis nach drei Jahren die erste Ernte anstand, kaufte er die Bohnen bei anderen Farmern. Wurde Röster. Erhielt den Q-Grader, das internationale Zertifikat für Verkoster_innen und machte sich in der Branche einen Namen. Und er beriet die Bauern, wie sie die Qualität ihrer Ernten verbessern konnten. Als seine ersten eigenen Bohnen erntereif waren, galt Leonardo bei den Spitzenköchen und Feinschmeckern des Landes bereits als Geheimtipp. Doch die schlimmste Dürre des Jahrhunderts, gefolgt von einer Familienkrise, machte dem Jungunternehmer zu schaffen. Schweren Herzens siedelte er nach Hamburg über und nahm eine Stelle bei einem Kaffeehändler an.

Doch im März letzten Jahres kam wieder die Gründerlust durch. Die Geschäftsidee: Ein exklusiver, aber fairer Kaffeehandel. Bei dem die brasilianischen Landwirte, mit denen er dank guter Kontakte direkt verhandelt, dreimal mehr verdienen, weil unter anderem die Zwischenhändler wegfallen. Der frisch geröstete Kaffee wird in kleinen Mengen in einer 100% plastikfreien Papierverpackung verkauft und kommt dann – wie bei Oma – in die wiederverwendbare Dose. Und für jedes verkaufte Kilo Röstkaffee wird ein Baum gepflanzt. Klimaneutraler Less Waste-Kaffee vom Feinsten also.

Über die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative zum Crowdfunding

Aber wie etabliert man sich im deutschen Markt? Beim ersten Googeln stieß Leonardo auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative. Besorgte sich das hei.scheckheft und besuchte Seminare zu Buchführung, Steuer, PR und Videoproduktion mit dem Smartphone. Über die hei. kam auch der Kontakt zu Unternehmensberaterin Brit Tiedemann zustande. Sie riet zum Crowdfunding. „Das war für mich der Sprung in die Öffentlichkeit. Ich fing ja bei Null an und hatte keinerlei Startkapital. Ohne ihren Rat hätte ich das nicht geschafft“, sagt der Gründer. Für den Start der Kampagne und das notwendige Marketing erhielt er außerdem 5.000 Euro von der Hamburger Kreativgesellschaft. Und der Gründungszuschuss, den er seit August 2020 bekam, hielt ihm erstmal den Rücken frei.

Gründerstory

Der frisch geröstete Kaffee von „Leo`s Mindful Beans“ wird in kleinen Mengen in einer 100% plastikfreien Papierverpackung verkauft. Foto: Nadja Hansen WHY

Die gezielt umgesetzten Tipps zahlten sich aus. 15.000 Euro kamen durch das Crowdfunding zusammen. „Einen Teil investiere ich in Design und Kommunikation, in Aktionen zum Launch des Shops, bei dem mich eine Agentur unterstützt, und natürlich in den Rohkaffee. Aber das Geld ist schnell weg“, sagt Leonardo. Den Online-Shop stellt er deshalb mit „Shopify“ selbst auf die Beine. Vertrieb und Kommunikationskanäle müssen aufgebaut werden – aber mit Mindfulness. „Wichtig ist mir Klarheit, was ich anbiete. Wie die Verpackung aussehen soll. Wie wir die Bäume pflanzen. Mein Ziel ist es, erst die Marke aufzubauen. Und wenn die Nachfrage da ist, kann ich weiter wachsen und Mitarbeiter_innen einstellen.“

„Suche ein Ziel, das auch für andere sinnvoll ist“

„Unternehmertum hat mit dem inneren Mindset zu tun“, sagt der begeisterte Yogi, der genau weiß, wie sich mutlose Phasen anfühlen. Aber auch, wie man sich aus ihnen befreit. „Glaube an dich selbst. Suche ein Ziel, das auch für andere Menschen sinnvoll ist und verfolge deinen Traum“, rät er anderen Gründer_innen. „Ich kann die Welt nicht komplett ändern, aber mein Produkt kann etwas dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Ich kann dann sagen, ich habe etwas Vernünftiges in meinem Leben gemacht. Das motiviert mich.“

Artikel vom 23. Februar 2021

Gründerstory: Umstandsmode zum Mieten

Mutterkleid

Jantje Warnken und Kathrin Ingelmann von Mutterkleid vermieten Umstandsmode für den besonderen Anlass – in hoher Qualität, aber zu fairen Preisen. Foto: melaniehammerphotography

Jantje Warnken und Kathrin Ingelmann sind nicht nur seit 25 Jahren befreundet, die PR-Beraterinnen wurden auch zeitgleich schwanger. Und fragten sich beide, wie sie ihrem Stil treu bleiben konnten, ohne ein Vermögen für Kleider auszugeben, die maximal vier Wochen passten. Die Lösung: Mutterkleid. Ein Online-Shop, der Umstandsmode für den besonderen Anlass vermietet – in hoher Qualität, aber zu fairen Preisen.

Ihr beide habt ja offenbar ein ziemlich gutes Timing, was eure Lebensplanung angeht. Trotzdem ist es ungewöhnlich, in der Elternzeit zu gründen. Wie kam es dazu?

Kathrin: Die Grundidee für Mutterkleid entstand, als wir beide – ich mit meinem ersten, Jantje mit ihrem zweiten Kind schwanger – auf drei Hochzeiten im gleichen Freundeskreis eingeladen waren. Trotz Babybauch wollten wir gut angezogen sein und nicht immer das Gleiche tragen. Aber wir merkten, dass uns 1. die Auswahl fehlte und dass es 2. sehr teuer und nicht nachhaltig ist, für Abendmode, die einen so kurzen Lebenszyklus hat, viel Geld auszugeben. So eine Art von Umstandsmode müsste man doch auch mieten können, dachten wir. Haben aber nichts Passendes gefunden. Deshalb haben wir kurzerhand entschieden: Dann machen wir das selbst!

Wie sahen die ersten Schritte aus?

Jantje: Von der Idee bis zur Gründung der GbR am 1. August 2020 verging immerhin ein Jahr. Am 25. November ging Mutterkleid.de dann live. Klar, es gab viel Vorarbeit. Das Miet-Modell kannten wir zwar von hochwertiger Kinderkleidung, aber einer der ersten Schritte war eine klassische Marktrecherche, um den Bedarf abzulesen. Bis Konzept und Businessplan standen, haben wir viel recherchiert, den Austausch mit anderen Gründern gesucht. So sind wir auch auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative aufmerksam geworden.

Wie konnte euch die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative unterstützen?

Jantje: Das hei. Beratungsgespräch zum Auftakt war super hilfreich, weil uns mit dem hei.ideenplan ein Schema aufgezeigt wurde, eine Art großes Brainstorming-Board, mit dem wir unsere Ideen strukturieren und das Konzept professionalisieren konnten. Außerdem erhielten wir das hei.scheckheft und besuchten jede Menge Seminare. Zum Thema Recht, was im E-Commerce wirklich wichtig ist, um nicht gleich an einer Abmahnung zu scheitern. „Keine Angst vor Zahlen“ und „Wie erstelle ich einen Finanzplan“ waren ebenfalls super. Und natürlich „Onlinehandel“ bei Stefan Knecht von Fleet [40], da haben wir wichtige Impulse bekommen. Eine andere Teilnehmerin riet uns zum Beispiel, erstmal die Labels zu kontaktieren, um zu schauen, wie unser Konzept bei potentiellen Partnern ankommt. Denn ohne die geht es ja nicht.

Online-Shop

Selbstständig und unabhängig. Jantje und Kathrin von Mutterkleid haben sich zum Start ihrer Gründung auch technisch fit gemacht – um ihren Online-Shop selbst zu erstellen und zu betreuen. Fotos: inlytics | LinkedIn Analytics Tool via Unsplash; melaniehammerphotography

Und? Wie war die Reaktion der Modemarken?

Kathrin: Wir haben drei Marken ausgewählt, die uns besonders gefielen. Die haben wir angesprochen und superpositives Feedback bekommen. Alle drei waren offen für die Vermietung. Wichtig war uns, dass die Qualität stimmt – umso höher ist auch der Lebenszyklus. Und natürlich ein außergewöhnlicher Stil, denn wir setzen nicht auf Basics, die man überall bekommt, sondern auf kuratierte Einzelstücke. Da muss man sich nicht erst durch 20 Seiten klicken. Wegen Corona haben wir unser Angebot etwas angepasst in Richtung hohe Qualität und Office-Mode, auf Events wie Hochzeiten kann man ja gerade nicht setzen.

Unabhängigkeit ist euch offenbar besonders wichtig – gilt das auch für Technik und Finanzen?

Kathrin: Absolut. Wir wollten den Shop selbst erstellen, einfach um uns mit dem Produkt in ganzer Tiefe auseinanderzusetzen und später nicht vom Support anderer abhängig zu sein. Als wir den Shop aufbauten, waren das viele Nachtschichten. Ein guter Freund, den wir aus Abi-Zeiten kennen, hat uns toll unterstützt. Wenn es jetzt Probleme gibt – wie den Fehler 404, der Albtraum aller Shopbetreiber – können wir das selbst lösen. Das spart Geld, Zeit und Nerven. Auch zu finanziellen Förderungen haben wir uns beraten lassen, aber gemerkt, dass wir lieber mit Eigenkapital gründen und auf organisches Wachstum setzen.

Versandverpackung

Dass Mutterkleid keine Basics verleiht, sondern kuratierte Einzelstücke mit außergewöhnlichem Stil, merkt man auch an der liebevoll gestalteten Verpackung, mit der die Umstandsmode verschickt wird. Foto: Mutterkleid

Wo steht ihr jetzt mit Mutterkleid – und wie geht es weiter?

Jantje: Seit Januar sind wir im klassischen Order-Zyklus, Bestellungen haben ja 6 bis 10 Monate Vorlauf. Wir haben jetzt 40 bis 50 Artikel im Shop, er wächst. Werbung läuft vor allem Mund-zu-Mund über die Mama-Community, aber natürlich planen wir auch Social Media Kooperationen, posten Stories auf Instagram, machen PR in Elternmagazinen. Und verteilen Flyer in Praxen und Familienbildungsstätten, wo wir unsere Zielgruppe gut erreichen. Dass wir in Hamburg in der gleichen Straße wohnen, macht vieles einfacher. Ein Riesenvorteil der Selbstständigkeit ist ja, dass man die Termine so legen kann, wie es passt. Und wenn eine ausfällt, ist die andere da. Mit kleinen Kindern ist das enorm wichtig.

Habt ihr Tipps für andere Gründer_innen?

Kathrin: Ideal ist natürlich, wenn man zu zweit gründet. Man braucht jemanden, der ein echter Sparringspartner ist und einen auch mal schubst, wenn man zu viel grübelt. Wir sind zwischendurch an unserem Perfektionismus fast verzweifelt. Irgendwann muss man einfach raus und live gehen mit seinem Angebot. Marktrecherche im Vorfeld ist zwar wichtig, aber für das Finetuning braucht man das Echo aus dem Markt und konstruktives Feedback, sonst schießt man am Ziel vorbei. Wir wachsen sozusagen mit unseren Kundinnen.

Artikel vom 24. November 2020

Jahresrückblick hei.gründerstorys 2020

Gründerstorys 2020

Optimistisch nach vorne blicken: Die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative fühlt sich durch den ungebrochenen Hamburger Gründergeist motiviert fürs neue Jahr. Foto: Morgan Sessions via Unsplash

Was für ein Jahr! Seit März hält uns alle die Corona-Pandemie auf Trab. Aber dennoch: den Willen zur Gründung in der Stadt Hamburg hat das nicht geschwächt. Ganz im Gegenteil. Er bleibt weiterhin stark. Auch 2020 konnten wir euch in unseren zahlreichen Gründerstorys wieder die unterschiedlichsten Gründer-Persönlichkeiten und ihren jeweiligen individuellen Weg in die Selbstständigkeit vorstellen. Und so sehr sich die Gründer_innen von ihren Ausrichtungen auch unterscheiden, eint sie alle: Mut, Ausdauer und der positive Blick nach vorn. Die Dinge in die Hand zu nehmen. Aus einer Idee Realität werden zu lassen. Und dabei auch Hürden und Herausforderungen in Kauf zu nehmen. Auch wenn wir euch am liebsten alle Storys nochmal ans Herz legen wollen würden, kommt hier unser Jahresrückblick hei.gründerstorys 2020 für euch. Durch den wir optimistisch nach vorne schauen…

hei. gründerstorys 2020

Ein lebenswertes Zuhause für Senioren – das ist die Motivation von besser zuhause, der Gründung von Hans Nolte (r.) und seinem Geschäftspartner Leif Lewinski. Foto: besser zuhause

besser zuhause

Die besser zuhause GmbH ist bereits die vierte Gründung von Hans Nolte. Seit seinem Startup Pflegebox, das er 2011 ins Leben rief, steht für ihn der „Social Impact“ im Fokus seiner Gründungen. Mit besser zuhause will er das Leben für pflegebedürftige Menschen in den eigenen vier Wänden so angenehm wie möglich gestalten. Mit Blick auf die Wohnungsgestaltung, soziale Kontakte und die Anbindung an smarte Technologien. Wie sein Service funktioniert und wie es ihm gelungen ist, ein harmonisches Team für seine Gründung zusammen zu stellen, verrät Nolte in seiner Gründerstory.

 

Gründerstorys 2020

Sonia Schilling-Dauvergne gründete die Sprachschule Cocorico, damit Kinder von klein auf Französisch auf Native-Speaker-Niveau erlernen können. Foto: Cocorico

Cocorico

Aufgewachsen in Frankreich mit Wurzeln in Deutschland. Sonia Schilling-Dauvergne kennt das Gefühl in zwei Sprachheimaten zu Hause zu sein. Dies zu vermitteln und kleinen Menschen im besonders aufnahmefähigen Alter die französische Sprache auf Native-Speaker-Niveau beizubringen, das ist das Ziel ihrer vor drei Jahren gegründeten Sprachschule Cocorico. Das Besondere: Cocorico ist mobil unterwegs und findet in der gewohnten Umgebung der Kinder im Kindergarten oder in der Schule statt. Wie Sonia selbst zur Sprachlehrerin wurde und ihre Idee in die Tat umgesetzt hat, erzählt sie in ihrem Interview.

Gründerstorys 2020

Die Gründerin Lisett Kretzschmann von Between Waves fühlt sich auf dem Wasser am wohlsten und sticht für unterschiedliche Forschungsprojekte in See. Foto: Lisett Kretzschmann, Between Waves.

Between Waves

Lisett Kretzschmann hat keine Angst vor hohen Wellen. Und weder der Seegang noch die Herausforderungen einer Selbstständigkeit schreckten sie ab, ihre eigene Idee Between Waves umzusetzen. Ihr neuer Schreibtisch ist seitdem mit Blick aufs Meer. Mit wechselnden Crews sticht sie für unterschiedliche Forschungsprojekte in See und untersucht beispielsweise Ursachen und Folgen von Umweltverschmutzung. Wie Lisett zur Seefahrt kam und was sie am Meer fasziniert, erfahrt ihr in ihrer Gründerstory.

Gründerstorys 2020

Gründerin Abina Ntim von JONA findet, es sollte keine Modefrage sein, ob man seinen Afro zeigt. Dafür setzt sie sich mit ihren Produkten und Workshops ein. Foto: Laura von Troschke

JONA

„Mein Ziel ist, dass Afrohaare zur Norm werden und das Exotische verlieren.“ Dieses Ziel motiviert Abina Ntim jeden Tag auf Neue, Ihre Gründung JONA weiter voran zu bringen. Sie hat mit JONA einen Space erschaffen, in dem es um Beratung, Austausch und das gemeinsame Ausprobieren von Produkten für naturkrauses Haar geht. Und darum, gemeinsam eine Haltung einzunehmen. Mit ihren Produkten und ihren Workshops will Abina das Selbstbewusstsein von Menschen mit naturkrausen Haaren stärken. Und da sie noch keine eigene Website hat, nutzt sie Plattformen wie Etsy und Instagram für Verkauf und Networking. Ihr Interview findet ihr hier.

Gründerstorys 2020

Gründerin Michelle Euzet arbeitet mit Unternehmen an den Themen „Kulturwandel“ und „Vielfalt“. Foto: René Sievert

EUZET CONSULTING

Für Michelle Euzet sind Kulturwandel und die Förderung von Frauen kein Zeichen von Gutmenschentum. Sondern einfach kluge unternehmerische Haltungen. „Studien belegen, dass Frauen in Führungspositionen und Diversity die Unternehmen weiterbringen.“ Deshalb entschied sie sich, EUZET CONSULTING zu gründen. Und als Unternehmensberaterin, Keynote-Speakerin und Sparringspartnerin mit Schwerpunkt Diversity mit Unternehmen an einem grundlegenden Kulturwandel zu arbeiten. Ein sehr wichtiges Thema, das deshalb auch in unserem Jahresrückblick hei.gründerstorys 2020 nicht fehlen darf. Wie der Kulturwandel gelingen kann und welche Ansätze Michelle mit ihrer Selbstständigkeit verfolgt, lest ihr hier.

Gründerstorys 2020

Schauspieler und Gründer von Chriss Kross Pizza Christopher Ammann mit seiner zweiten Pizzabäckerin, die auch Musicaldarstellerin ist. Foto: Privat

Chriss Kross Pizza

Christopher Ammann stand als Schauspieler schon auf vielen Bühnen. Mit seinem zweiten Standbein und seiner Gründung von Chriss Kross Pizza nutzt er nun einen Pizzawagen für ein ganz besonderes Schauspiel. Bei Chriss Kross Pizza geht es nämlich nicht nur um die Pizza, sondern um die Dramaturgie, das Pizzaerlebnis. Zudem stehen außergewöhnliche Eigenkreationen auf dem Programm der „Pizzawagen-Bühne“. Als krönender, Appetit-machender Abschluss für unseren Jahresrückblick findet ihr hier das Interview mit Christoph.

Artikel vom 26. August 2020

Gründerstory: Psychologischer Lotse durch stürmische Zeiten

Selbstständigkeit als Psychologe

Daniel Will bietet psychologische Beratung in Hamburg und hilft Menschen in „stürmischen Zeiten wieder in fahrbares Wasser zu gelangen“. Er selbst sieht sich dabei als ein „Lotse auf einem Schiff“. Foto: Privat

Nicht jeder braucht eine Therapie, vieles lässt sich auch mit einer psychologischen Beratung klären, findet Daniel Will. Gerade jetzt, wo die Corona-Pandemie auf breiter Front zu seelischen Nöten führe. Nach seinem Master in Psychologie sammelte der 34-Jährige u.a. als Schulpsychologe so viel Erfahrung, dass er sich im Mai 2019 gut gewappnet sah für den Schritt in die Selbstständigkeit. Als psychologischer Berater sieht er sich als ein „Lotse“ auf dem Schiff: „Steuern muss der Klient selbst, aber ich führe ihn aus dem Sturm wieder in fahrbare Gewässer.“

In einer Art Vorstufe zur Psychotherapie bietet Daniel in einer Praxis- und Bürogemeinschaft in Hamburg-Eilbek – und auch online – einen geschützten Raum, um Menschen durch stürmische Zeiten zu helfen. Sei es Stress am Arbeitsplatz, Partnerschaftsprobleme oder der Verlust eines Menschen. „Sich zu allgemeinen Lebensfragen Hilfe zu holen, gehört in Amerika zum guten Ton, wird aber hierzulande noch immer stigmatisiert“, wundert sich der Hamburger.

Mangelware Einzelberatung

Seine Klienten indes konnten in sechs Jahren Berufstätigkeit nicht unterschiedlicher sein: Während seines studienbegleitenden Praxisteils am Deutschen Herzzentrum in Berlin betreute er Patienten vor und nach einer Herz- oder Lungentransplantation. In einer Eltern-Kind-Klinik an der Nordsee arbeitete er dann eineinhalb Jahre mit Menschen, die an Haut-, Atem- und Stresserkrankungen litten – mit Schwerpunkt Familiendynamik. Nach einem halben Jahr in der Ambulanten Sozialpsychiatrie in Hamburg übernahm er schließlich als Schulpsychologe an einem ReBBZ die Beratung für gleich 45 Schulen. „Hier merkte ich, wie groß der Bedarf an Einzelberatung, Fortbildung und Supervision ist“, sagt Daniel, „letztlich gab das den Ausschlag für die Gründung.“

Klar war aber auch: Seine Ausbildung zum Psychotherapeuten, die er gerade begonnen hatte, würde noch lange dauern. Zugleich fühlte er sich durch mehrere fachliche Aus- und Weiterbildungen, wie die zwei-jährige Ausbildung zum systemischen Berater, gut gerüstet für den ersten Schritt in die Selbstständigkeit. Über einen Berliner Freund hatte er „Talk Now“ kennengelernt, eine Online-Beratungsplattform für mentales Wohlbefinden. Um einsteigen zu können, musste er zumindest nebenberuflich selbstständig sein. „Also schrieb ich in drei Wochen meinen Businessplan, sicherte mir parallel den Gründungszuschuss und einen ersten Honorarauftrag an einer Klinik.“

Selbstständigkeit als Psychologe

Zu Beginn seiner Sitzungen nutzt Daniel Will die „Seekarte der Befindlichkeiten“, um die Erwartungshaltung seiner Klienten zu klären – und welche Anstrengungen sie auf sich nehmen würden, um ihr Ziel zu erreichen. Foto: Privat

Starthilfe durch die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative und das Gründerkompetenzzentrum

Bei seinen Recherchen stieß er auf die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative und bekam zusätzlich gleich einen Termin am Gründerkompetenzzentrum, um den Business-Plan prüfen zu lassen. „Rita Mirliauntas ist mit ihren über 80 Jahren eine echte Koryphäe, ich fühlte mich super aufgehoben – immerhin ging es darum, den Gründungszuschuss für die ersten 6 Monate zu beantragen und ihn später nochmal zu verlängern. Bei dieser Tragfähigkeitsprüfung war sie eine große Hilfe.“ Über das hei.scheckheft machte er sich fit in Akquisestrategie, Empfehlungsmanagement und Suchmaschinenoptimierung. Logo und Visitenkarte überließ er einem Grafiker, die Website erstellte er mit WordPress in eigener Regie.

Präsent sein ist das A & O für die Selbstständigkeit

Den ersten Aufträgen folgte schnell die Weiterempfehlung. „Durch die Selbstständigkeit positioniere ich mich unabhängig vom Schulsystem, weiß aber trotzdem genau, über welches Tätigkeitsfeld wir sprechen“, freut sich der Gründer. Inzwischen supervidiert er drei Gruppen an Schulen, auch Einzelberatungen und ein Lehrauftrag kamen darüber zustande. Bei der Akquise, so sein vorläufiges Fazit, zählt vor allem eins: präsent sein. „Das war für mich anfangs schwer und ich musste an mir arbeiten, es ist aber hilfreich, wenn einem Andere Türen öffnen. Aber das braucht Zeit und Geduld. Das muss man einkalkulieren.“

Sobald seine Ausbildung zum Psychotherapeuten abgeschlossen ist, will Daniel ein breites Portfolio anbieten: Von der psychologischen Beratung und Supervision über die psychotherapeutische Einzel- und Gruppentherapie bis zur Psychoanalyse. Außerdem will er mit Fachvorträgen zu Themen wie „Psychotraumatologie“, „schwierige Elterngespräche führen“ oder „Stressbewältigung für Lehrkräfte“ eine Mischung aus kollegialer Fachberatung und klassischer Lehrtätigkeit anbieten. Über die Kooperation mit einer Kollegin, die als Hebamme arbeitet, plant er gerade eine Vortragsreihe zu frühkindlicher Erziehung und Partnerschaft.

Hilfe annehmen – und auch mal Abstand gewinnen

„Ob man gleich in die Vollen geht, weil man schon Aufträge hat oder erstmal die Teil-Selbstständigkeit wählt, um mehr Zeit für die Akquise zu haben, muss jeder selbst entscheiden“, findet Daniel. Was er allen Gründern rät: Gründungszuschuss beantragen und Unterstützung wie die der hei. in Anspruch nehmen, und sich an entscheidenden Stellen fragen: „Lerne ich das selbst und investiere Zeit oder beauftrage ich jemanden und investiere Geld?“ Und, hier spricht der Psychologe: „Geduld, Ausdauer und einen guten Ausgleich finden – lieber mal gezielt ein Wochenende loslassen und dann den Faden wieder aufnehmen, das bringt oft mehr als durcharbeiten.“

Artikel vom 05. Juni 2020

Interview: „Gerade in der Krise zählt die persönliche Empfehlung noch mehr“

Krisenmanagement in Zeiten von Corona mit Hilfe von Netzwerkpflege und Empfehlungsmarketing

Welchen Stellenwert Netzwerkpflege und Empfehlungsmarketing in Zeiten von Corona für Gründer_innen haben kann, erläutert Personal- und Teamentwicklerin Dagmar Rissler. Foto: Adam Jang via Unsplash

Die Corona-Krise stellt gerade Gründer_innen vor große Herausforderungen. Was gestern noch die eigene Geschäftsidee voranbrachte, muss heute womöglich neu überdacht werden. Andere, kreative Strategien sind gefragt. In (Online-)Seminaren der hei. geben Experten wertvolle Ratschläge, wie man besser durch die Krise kommt. Die erfahrene Personal- und Teamentwicklerin Dagmar Rissler zeigt zum Beispiel auf, welchen Stellenwert Netzwerkpflege und Empfehlungsmarketing auch in der Krise und in Zeiten von Corona haben können.

Frau Rissler, was sind Ihrer Meinung nach aktuell die größten Herausforderungen für Gründerinnen und Gründer?

Das ist aus meiner Sicht die Liquiditätssicherung. Um durchhalten zu können, braucht es jetzt Reserven. Finanzielle Unterstützung gibt es beispielsweise mit Soforthilfe und Kurzarbeitergeld, dennoch sollte man genau überprüfen, welche monatlichen Kosten – wie Miete, Investitionen oder Beiträge – reduziert werden können.

Eine schwierige Aufgabe ist auch die Strategieentwicklung. Hält man mit dem bestehenden Angebot durch? Hat man die Bedürfnisse des Kunden im Blick? Muss man das Angebot neu ausrichten? Eine Marktbeobachtung und möglicherweise strategische Neuausrichtung halte ich für eine große, aber notwendige Herausforderung – die im Moment umso größer ist, da sie nicht geplant werden kann. Das ist für Selbstständige eine riesige Hürde. Allerdings kann gerade hierbei das eigene Netzwerken wichtige Impulse geben.

Welche Impulse könnten das sein?

Im Gegensatz zu anderen Marketingmaßnahmen kostet Empfehlungsmarketing in der Regel kein Geld. Wenn ich als Unternehmer überzeugend arbeite, wird das meine potenziellen Kunden überzeugen – und gerade in der Krise, bei sinkenden Budgets, zählt die persönliche Empfehlung noch mehr. Deshalb ist es jetzt wichtig, im Gespräch zu bleiben, nachzufragen, was der Kunde braucht und den Kontakt zu halten. Das wird sich später auszahlen.

Ein anderes wichtiges Argument für Netzwerkpflege ist auch die positive Auswirkung auf mich selbst. Netzwerken gilt als eine der Säulen der Resilienz, also der inneren Widerstandskraft. Gerade in belastenden Situationen kann der Kontakt zu anderen Selbstständigen eine große Unterstützung sein und dabei helfen, die psychischen Belastungen zu mildern. Je größer und stabiler das soziale Netz, desto mehr Hilfe kann ich erwarten – sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext.

Darüber hinaus kann ich mich mit Netzwerkpartnern über Innovationen, Marktveränderungen usw. austauschen. Ich empfehle, regelmäßige Termine mit wichtigen Netzwerk-Partnern einzuplanen, möglichst per Video-Chat.

Krisenmanagement in Zeiten von Corona: Per Telefon und Videokonferenz Kontakt halten und sich auf den "Circle of Influence" besinnen

Dagmar Rissler hält per Telefon und Videokonferenz Kontakt zu ihrem Netzwerk und besinnt sich auf ihren „Circle of Influence“. Foto: Privat

Wie gelingt es Ihnen persönlich, in der jetzigen Situation Ihr Netzwerk lebendig zu halten und neue Kontakte zu knüpfen?

Neue Kontakte sind im Moment nicht die Priorität. Mir kommt es darauf an, mit meinen mir nahestehenden Netzwerkpartnern zu telefonieren oder per Video-Chat Kontakt zu halten. Dafür plane ich feste Termine ein. Auf diese Weise tauschen wir Neuigkeiten und Informationen aus, die unser Business betreffen und die uns helfen, strategisch zu planen. Darüber hinaus gibt es immer wieder einen positiven Impuls, Rat oder eine Aufmunterung – also positive Aspekte, die es in der jetzigen Zeit braucht.

Ich kann außerdem nur empfehlen, diese Zeit für die eigene Fortbildung zu nutzen – es gibt derzeit sehr viele qualitativ hochwertige Online-Schulungen, nicht zuletzt die der hei.. Auch eine strategische Neuausrichtung kann jetzt gut auf den Weg gebracht werden. Und zu guter Letzt kann man immer auch an sich selbst arbeiten, zum Beispiel Sport treiben und die eigene seelische Widerstandskraft stärken. Persönlich hilfreich ist für mich gerade jetzt der sogenannte „Circle of Influence“: Mir immer wieder bewusst zu machen, welche Handlungsmöglichkeiten ich habe, worauf ich Einfluss nehmen kann – und was ich schlicht akzeptieren muss.

Dagmar Rissler bietet im Rahmen des Seminarangebots der hei. das Thema: „Akquisitionsstrategie: Empfehlung“

Artikel vom 25. Mai 2020

Gründerstory: Keine Angst vor hohen Wellen

Mit Wind und Wellen gründen

Gründerin Lisett Kretzschmann sticht für unterschiedliche Forschungsprojekte in See, um u.a. Wasserproben zu entnehmen und diese zu analysieren. Foto: Lisett Kretzschmann, Between Waves

Dass eine Seefahrt mit starken Wellen nicht immer lustig ist, schreckt Lisett Kretzschmann nicht ab. Seit fünf Jahren ist die 33-Jährige für das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie auf der Nord- und Ostsee unterwegs, nimmt Wasserproben und analysiert sie im Labor. Als die Arbeit an Land immer mehr Zeit in Anspruch nahm, gründete sie nebenberuflich „Between Waves“ – und sticht nun, wann immer es geht, mit wechselnden Crews in See.

Minus 5 Grad, schräger Wind, hohe Wellen – bei Deinem Job muss man ganz schön tough sein. Wie kommt jemand, der wie Du im Erzgebirge aufgewachsen ist, zur Seefahrt?

Nachdem ich in Dresden Chemie-Ingenieurwesen studiert hatte, wollte ich eigentlich zum Landeskriminalamt, aber das hat nicht geklappt. Meine erste berufliche Station war dann beim Institut für Biogeochemie und Meereschemie der Universität Hamburg. Wasserproben nehmen, Huminstoffe, gelöster organischer Kohlenstoff und Isotopenbestimmung an Meerwasser – das war fünf Jahre lang mein Job. Das Beste daran: Ich entdeckte meine Faszination für die Seefahrt. Als ich dann zum Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie wechselte, verbrachte ich aber immer mehr Zeit im Labor und vermisste total die Zeit auf dem Wasser zwischen Wind und Wellen.

Also hast Du Dich umorientiert?

Nur teilweise. Meinen festen Job beim BSH wollte ich behalten. Über die niederländische Organisation „By the Ocean we Unite“ fand ich aber eine Gelegenheit, nebenberuflich in See zu stechen: Um auf die Plastikverschmutzung in den Meeren aufmerksam zu machen, nimmt ein Team aus Wissenschaftlern immer wieder Interessierte auf längere Törns mit. Dabei werden u.a. Wasserproben genommen und Wissen über Ursachen und Folgen der Verschmutzung vermittelt. Nachdem ich 14 Tage lang im wissenschaftlichen Team von Rotterdam nach Kopenhagen mitgesegelt war, stand für mich fest: Das will ich öfter machen. Aber ich musste einen Weg finden, meine Ausgaben zu finanzieren.

Mit Wind und Wellen gründen

Mit Blick aufs Meer – so kann man sich Lisett Kretzschmanns „Schreibtisch“ zwischen den Wellen vorstellen. Foto: Lisett Kretzschmann, Between Waves

Ausgaben?

Für Hochseereisen muss man je nach Einsatzgebiet mehrere Offshore-Sicherheitstrainings vorweisen, sonst bekommt man keine Aufträge. Außerdem braucht man etwas Ausrüstung. Aber durch die ersten Aufträge habe ich das schnell wieder hereinbekommen.

Was genau bietet „Between Waves“ an?

„By the Ocean we Unite“ war für mich der Anstoß, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Durch meine Ausbildung bin ich ja sehr flexibel als technische Unterstützung einsetzbar. Meine Gründung bietet drei Schwerpunkte: Der erste sind Offshore-Tätigkeiten wie z.B. die Probenahme von Luft-, Sediment- oder Wasserproben für verschiedene Forschungsprojekte. Der zweite ist die Erfassung von Zug- und Rastvögeln durch Sichtbeobachtungen und Radarmessungen auf dem Wasser und der dritte Schwerpunkt ist der Bereich Umweltbildung. Hier begleite ich studentische Ausbildungsseefahrten oder Naturschutzorganisationen im Bereich Meereswissenschaften.

War Dir schon vor der Gründung klar, welchen Kurs Du nehmen wolltest oder hast Du Dir Rat gesucht?

Als ich „Gründungsberatung“ gegoogelt habe, bin ich gleich bei der hei. gelandet. Vor der Erstberatung dachte ich noch „ohne coole App schicken die mich gleich wieder nach Hause“. Im Gegenteil! Meine Gesprächspartnerin hat genau zugehört, geholfen, die Gedanken zu sortieren und sogar erste Kontakte hergestellt. Und dann habe ich gleich zwei Seminare besucht: „Nebenberufliche Selbstständigkeit“ und „Rechtlich sicher auftreten“ mit Blick auf Logo, Social Media und Bildrechte. Auf das Programm des hei. scheckheftes komme ich sicher wieder zurück. Oft merkt man erst nach einer gewissen Zeit, wo es hakt, Steuern zum Beispiel. Und bei Social Media und Akquise könnte ich auch Hilfe brauchen.

Mit Wind und Wellen gründen

Auch die Erfassung von Zug- und Rastvögeln durch Sichtbeobachtungen gehört zu Lisetts Tätigkeiten mit ihrer Gründung „Between Waves“. Foto: Lisett Kretzschmann

Wie findest Du Deine Kunden? Und hat Deine Chefin den Zweitjob gleich akzeptiert?

Ich komme ja aus dem Bereich und hatte schon viele Kontakte. Wenn man auf engstem Raum miteinander arbeitet, nimmt man gerne jemanden, der ins Team passt; viel läuft deshalb über Empfehlung. Zuerst hatte ich schon Bedenken, meine Chefin anzusprechen. Aber der Arbeitgeber hat ja auch etwas davon, wenn man motiviert ist. In meinem Job bin ich zwischen sechs Tagen und sechs Wochen auf See, da sammelt sich Einiges an Überstunden an – die ich dann für meine freiberuflichen Projekte nutze.

Welche Ziele steuerst Du in den nächsten Jahren an?

So, wie es ist, bin ich zufrieden und freue mich über jeden neuen Auftrag – ich würde gerne mal für ein Projekt in die Antarktis.

Hast Du Tipps für Menschen, die in Hamburg gründen wollen?

Dranbleiben, auch wenn noch keine klare Linie für die Umsetzung da ist. Es gibt viele Anlaufstellen wie die hei. oder die Lawaetz-Stiftung, wo man gemeinsam eine Lösung finden kann. Außerdem: Mut, gutes Bauchgefühl und nicht zu viel Perfektionismus – sonst bleibt man womöglich für immer an Land.

Artikel vom 19. Mai 2020

Interview: „In der Corona-Krise sich auf das besinnen, was einen antreibt“

Als Gründer mental besser durch die Corona-Krise kommen

Sich auf seine Leidenschaft zurück besinnen und auch in der Corona-Krise eine Chance sehen, dazu rät Coach Brit Tiedemann im Interview. Foto: Ian Schneider via Unsplash

Die Corona-Krise stellt gerade Gründerinnen und Gründer vor große Herausforderungen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war, und viele Businesspläne müssen ganz neu überdacht werden. In (Online)-Seminaren der hei. geben Experten wertvolle Ratschläge, wie man besser durch die Krise kommt – mental und wirtschaftlich. Brit Tiedemann, Fachfrau für Gründungsberatung und Unternehmensentwicklung, gibt zum Beispiel Tipps für den Umgang mit inneren Widerständen und wie man reagieren kann, wenn Planung und Realität schlagartig auseinanderklaffen. Im Interview erläutert sie, wie man sogar der Corona-Krise Positives abgewinnen kann.

Frau Tiedemann, was sind nach Ihrer Einschätzung gerade die größten Probleme für Gründerinnen und Gründer?

Schon im März, zu Beginn der Pandemie waren viele Selbstständige unmittelbar betroffen: sei es durch die Schließung ihrer Läden oder fehlende Auftrittsmöglichkeiten. Jetzt, zwei Monate später, fehlen vielen Dienstleistern die Geldeingänge aus den seit März verschobenen oder abgesagten Aufträgen. In meiner Beratung standen deshalb vor allem finanzielle Fragestellungen im Fokus: Wo erhalte ich finanzielle Unterstützung? Wie minimiere ich meine Ausgaben? Das größte Problem sehe ich allerdings in der Unsicherheit. Niemand weiß, wie lange und in welchem Ausmaß uns die Corona-Krise künftig beeinflussen wird. Diese Unsicherheit auszuhalten und mit ihr umzugehen, ist eine der größten Herausforderungen für Selbstständige. Es ist schwierig, Ideen und Visionen zu entwickeln, wenn Geldsorgen und Existenzängste die Gedanken überschatten.

Dennoch kann auch in jeder Krise eine Chance stecken – man muss sie nur entdecken. Wie kann man jene motivieren, die plötzlich alle Pläne in Frage stellen?

Erst einmal ist es wichtig anzuerkennen, dass Angst, Zweifel und Gefühle der Überforderung in solch einer Krise völlig normal sind. Wer sich zusätzlich mit dem Gedanken unter Druck setzt, möglichst schnell und kreativ Chancen zu entdecken, tut sich oft keinen Gefallen. Was in Momenten starker Zweifel helfen kann, sind Fragen wie: „Warum möchte ich mich selbstständig machen? Was ist meine Motivation, was treibt mich an? Welche Vision habe ich?“ Seit Beginn meiner Arbeit als Beraterin von Existenzgründerinnen und Existenzgründern im Jahr 2002 fasziniert mich vor allem, mit wie viel Elan, Energie und Spaß Menschen ihre Gründungsidee bzw. ihre Vorstellungen von Erwerbsarbeit umsetzen und vorantreiben. Sich daran zu erinnern, kann helfen.

Corona

Falls in dieser Krise eine Chance steckt, so ist es die Erkenntnis, dass Vieles auch anders geht. Foto: Glenn Carstens-Peters via Unsplash

Aktuell gilt es – trotz aller Sorgen und Ängste – seine Pläne zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Denn viele Fragestellungen aus dem Businessplan gewinnen jetzt an Bedeutung und müssen beantwortet werden, zum Beispiel: „Wie bringe ich mein Produkt oder meine Dienstleistung an die Kundin bzw. an den Kunden?“. Oder: „Mit welcher Liquiditätsreserve kann ich in meinem Finanzplan rechnen?“ Dabei ist es wichtig zu bedenken, was bewahrt werden soll und welche Dinge sich anpassen lassen bzw. angepasst werden müssen. So können sich eingefahrene Positionen und Perspektiven ändern und Neues entstehen. Falls in dieser Krise eine Chance steckt, so ist es die Erkenntnis, dass Vieles auch anders geht.

Als Gründer mental besser durch die Corona-Krise kommen

Brit Tiedemann gibt Tipps für den Umgang mit inneren Widerständen und wie man reagieren kann, wenn Planung und Realität in Krisenzeiten schlagartig auseinanderklaffen. Foto: Privat

Wie gelingt es Ihnen persönlich, sich zu motivieren und mit den Unwägbarkeiten, die die Krise mit sich bringt, umzugehen?

Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie ist mir noch einmal besonders bewusst geworden, wie wertvoll die Zusammenarbeit in einem guten Netzwerk ist. Der schnelle Austausch mit meinen Kooperationspartnerinnen und -partnern, die Unterstützung bei technischen Fragestellungen, der Erfahrungsaustausch sowie die ruhigen und besonnenen Gespräche sind und waren wichtig für mich. So kann ich meinen Kundinnen und Kunden in der Krise eine wertvolle Hilfe sein. Das empfinde ich als sehr motivierend.

Im Rahmen des hei. scheckheftes bietet Brit Tiemann Seminare zu den folgenden Themen an: „Unternehmensstart – und dann? Visionen, Ziele, Meilensteine“, „Umgang mit inneren Widerständen“ und „Finanzplan – Keine Angst vor Zahlen“.

Artikel vom 12. Februar 2020

25 Jahre Hamburger Gründertag: Die Messe für Existenzgründer feiert Jubiläum am 21. März in neuer Location

Am 21. März feiert der Hamburger Gründertag Jubiläum. Bereits seit 25 Jahren versammelt die Veranstaltung einmal jährlich alle wichtigen Partner und Experten zum Thema Selbstständigkeit an einem Tag, unter einem Dach. Gründungsinitiativen, Beratungsstellen, Hochschulen, Kammern und Vereine bieten vor Ort Informationen zu sämtlichen Fragen der Existenzgründung. In Fachvorträgen werden wichtige Aspekte rund um Einstieg & Gründung, Rechte & Pflichten, Vertrieb & Marketing sowie Struktur & Kultur im Überblick vorgestellt und anschließend im Detail vertieft. Der Hamburger Gründertag findet erstmals zentral gelegen in den Veranstaltungssälen Besenbinderhof 57a nahe dem Hauptbahnhof statt.

Kurze Beratung im „Schnell-Check“ auf der Bühne

Parallel zu den Fachvorträgen bietet der „Schnell-Check“ auf der Bühne im Großen Saal die Möglichkeit, einzelne Aspekte der Gründung individuell zu betrachten und Antworten auf konkrete Fragen zum eigenen Vorhaben zu bekommen. Jeweils für eine Stunde stehen hier Experten aus den Bereichen Design, Businessplan, SEO, Videoerstellung und Versicherungen für Einzelgespräche oder Beratung in Kleingruppen zur Verfügung.

Hamburgs Ideenvielfalt in der Gründerlounge

Auch die Gründerlounge bietet wieder Inspiration und Erfolgsgeschichten und repräsentiert die Vielfalt der Hamburger Gründerszene. Junge Unternehmen aus Hamburg stellen sich und ihre Produkte und Angebote vor. Sie berichten über ihre persönlichen Herausforderungen, Rückschläge und Erfolge. Vor Ort sind unter anderem Nadine Herbrich und Alessandro Cocco, Gründer des sozialen Startups „Recyclehero“, Klara Stenzel, Gründerin des Modelabels „Süperb“, Heike Baltruweit, Inhaberin der Galerie „Pure Photography“ sowie Andreas Kirsch, Gründer von „Die Eselei“, Anbieter von Eselwanderungen im Hamburger Umland. Zwei Mal am Tag wird in Panelgesprächen mit den Gründern ein Blick hinter die Kulissen geworfen und aus erster Hand ehrlich berichtet, wie eine Gründung sich anfühlt und welche Herausforderungen und Glückmomente sie mit sich bringt. Moderatorin der Panelgespräche ist Diane Mönch, selbst Gründerin von „Fette Fahrt & freie Beute“ und Expertin für barrierefreie Kommunikation.

In unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und gut mit dem ÖPVN erreichbar: Die neue Location des Hamburger Gründertags

Nur wenige Geh-Minuten vom Hauptbahnhof entfernt liegen die Veranstaltungssäle Besenbinderhof 57a – die neue Location des Hamburger Gründertags: Foto: Giffey

Zentral gelegen: Veranstaltungssäle Besenbinderhof 57a

Der Hamburger Gründertag 2020 findet am Samstag, den 21. März von 9 bis 19 Uhr in den Veranstaltungssälen Besenbinderhof 57a statt. Ab 17.30 Uhr lädt die hei. Hamburger ExistenzgründungsInitiative als Veranstalter anlässlich des 25. Jubiläums zu Drinks und Networking im Großen Saal. Tickets sind online und an der Tageskasse ab 10,- EUR (zzgl. Steuern und Gebühren) erhältlich. Alle weiteren Informationen und Tickets auf www.gruendertag.hamburg.

Der Hamburger Gründertag 2020 wird unterstützt von der Handwerkskammer Hamburg, der Hamburgischen Investitions- und Förderbank IFB, Hypo Vereinsbank, Hamburger Volksbank, IKK Classic, BG Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg und BTG Beteiligungsgesellschaft Hamburg.

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