Altersvorsorge – klingt für viele erstmal nach Pflichtprogramm, Papierkram und irgendwann-später. Für Matthias ist es genau das Gegenteil: ein Thema voller Möglichkeiten. Mit „BOOST Retirement“ hat er eine Plattform geschaffen, die Menschen helfen soll, ihre finanzielle Zukunft aktiv in die Hand zu nehmen – verständlich, unabhängig und auf Augenhöhe.
Im Gespräch mit ihm merken wir schnell: Hier geht’s nicht nur um Rentenmodelle und Prozentsätze, sondern vor allem um Lebenswege, Freiheit und den Mut, rechtzeitig anzufangen. Warum gerade dieses Thema? Was ihn zum Gründen gebracht hat? Und welche Erkenntnisse er auf seinem Weg schon gesammelt hat – das erzählt Matthias in unserem Blogartikel ganz offen.

Foto: Matthias Kaufmann
Das Interview mit Matthias, BOOST Retirement:
Matthias, wie wird man Experte für Altersvorsorge? Wo kommst Du her und was machst Du heute?
Ich bin Matthias Kaufmann, 39 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Von Haus aus bin ich Diplom-Wirtschaftsingenieur und habe über zwölf Jahre als Projektleiter bei Volkswagen gearbeitet – zuletzt in Projekten mit einem Volumen im dreistelligen Millionenbereich. Schon früh habe ich begonnen, mich intensiv mit Finanzen zu beschäftigen: Ich habe mehr als die Hälfte meines Gehalts gespart und sowohl an der Börse als auch in Immobilien investiert.
Heute unterstütze ich Angestellte und Selbstständige dabei, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen, ihre Ziele zu erreichen und ihre Rentenlücke zu schließen – oft auch mit dem Blick auf eine mögliche Frührente. Dafür biete ich 1:1-Coachings an, in denen ich praxisnah zeige, wie man mit ETFs langfristig Vermögen aufbaut oder mit vermieteten Immobilien Steuervorteile nutzt und sich so eine solide Altersvorsorge aufbaut.
Ein besonderes Herzstück ist meine selbst entwickelte Software: Sie gibt meinen Kund:innen jederzeit einen klaren Überblick über ihre Finanzen. Damit lassen sich verschiedene Lebenssituationen simulieren – etwa die Frage: Wann könnte ich frühestens aufhören zu arbeiten? Die Software übernimmt komplexe Berechnungen wie Steuern, Sozialabgaben und Inflation und zeigt automatisch Schwachstellen sowie Potenziale auf.
Zusätzlich habe ich eine Datenbank mit über 200 Spar- und Steuertipps aufgebaut. Damit können meine Kund:innen jedes Jahr mehrere tausend Euro einsparen – Geld, das sie direkt wieder für ihre Altersvorsorge nutzen können. Ganz neu habe ich außerdem einen kompakten Kurs für Eltern entwickelt, die frühzeitig für ihre Kinder vorsorgen möchten.
Du hast ein Thema gewählt, das viele gern verdrängen: Altersvorsorge. Warum genau das – und was hat dich angetrieben, daraus deine Gründung zu machen?
Ich war schon immer ein Zahlenmensch. Der entscheidende Moment kam 2023, als mich ein Freund bat, die Finanzsituation seines Vaters zu prüfen – mit der Frage, ob er mit 60 Jahren in Rente gehen könne. Dabei wurde mir bewusst: Es gibt kein Tool, das alle drei Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche, betriebliche und private – zusammenführt und verständlich aufzeigt, wie groß die Rentenlücke ist und wann ein früher Renteneintritt möglich wäre.
Aus meiner Zeit als Projektleiter war ich es gewohnt, unterschiedliche Bereiche miteinander zu verbinden. Genau das habe ich auch in meiner Software getan: Ich habe die Regeln und Vorgaben zur gesetzlichen Rente, betriebliche Altersvorsorge, Steuern, Sozialabgaben, Inflation sowie die Grundlagen des Investierens und die Möglichkeiten von Immobilien als Kapitalanlage so aufbereitet, dass selbst Einsteiger sie einfach verstehen und nutzen können. Mein Ziel war von Anfang an, ein Werkzeug zu entwickeln, das klar beantwortet: Wo stehe ich mit meinen Finanzen? Wie groß ist meine Rentenlücke? Und wie kann ich sie schließen?
Bei BOOST Retirement geht’s um mehr als Zahlen und Rentenlücken. Was ist deine Vision dahinter – was soll sich verändern, wenn Menschen deine Seite entdecken?
Meine Vision ist, dass Menschen ihre Finanzen selbstbestimmt managen können – unabhängig von Banken oder Beratern, die häufig eigene Interessen verfolgen. Ich möchte Altersvorsorge vom „lästigen Pflicht-Thema“ zu etwas machen, das Klarheit, Kontrolle und Sicherheit vermittelt. Denn wer seine Finanzen versteht, lebt entspannter, trifft Entscheidungen freier und kann seine Lebensziele viel bewusster umsetzen.
Du bist jetzt Gründer – was hat dich am meisten überrascht an diesem Schritt? Gab’s einen Moment, der dir besonders im Kopf geblieben ist?
Mich hat überrascht, wie viel Energie entsteht, wenn man an einem Thema arbeitet, das man wirklich liebt. Ich habe noch nie so viel gearbeitet wie jetzt – und gleichzeitig noch nie so viel Freude an der Arbeit gehabt. Natürlich gibt es Herausforderungen, von Technik über Vermarktung bis hin zur Organisation.
Mein Schlüsselmoment war jedoch der erste zahlende Kunde: ein Augenblick voller Emotionen, der mir gezeigt hat, dass mein Angebot nicht nur theoretisch funktioniert, sondern echten Mehrwert bietet und gebraucht wird.
Manche planen ihre Rente, andere gründen ein Unternehmen. Du machst beides. Wie bringst du Zukunft und Gegenwart unter einen Hut??
Für mich gehört beides untrennbar zusammen. Altersvorsorge bedeutet, heute bewusst zu handeln, um morgen frei zu sein. Es geht darum, das Hier und Jetzt zu genießen und gleichzeitig an die Zukunft zu denken.
Ich profitiere heute davon, dass ich in den vergangenen Jahren konsequent vorgesorgt habe: Durch Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen habe ich mir bereits ein solides Grundgehalt aufgebaut – eine Basis, auf der ich meine Selbstständigkeit mit Ruhe und Gelassenheit entwickeln kann.
Wer sind die Menschen, für die du BOOST Retirement entwickelt hast? Gibt es Geschichten oder Begegnungen, die dir besonders nahegegangen sind?
Mein Angebot richtet sich an alle, die ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen und ihre Zukunft aktiv gestalten möchten. Besonders im Kopf geblieben ist mir einer meiner ersten Kunden: Gemeinsam haben wir seine Investitionen an der Börse so optimiert, dass er sein Vermögen um den Faktor sechs steigern konnte. Damit hat er sich die Option eröffnet, schon mit 50 Jahren aufzuhören zu arbeiten – ein Moment, der gezeigt hat, wie viel Veränderung möglich ist.
Viele denken beim Thema Altersvorsorge sofort an komplizierte Tabellen oder trockene Beratung. Wie schaffst du es, Vertrauen aufzubauen – und das Ganze zugänglich zu machen?
Meine vermeintliche Schwäche ist gleichzeitig meine größte Stärke: Ich habe Finanzen nicht studiert, sondern mir mein Wissen über mehr als zehn Jahre hinweg selbst aufgebaut – durch Erfahrungen, Erfolge und auch Fehler. Genau deshalb kann ich komplexe Themen in einfacher Sprache erklären.
Meinen Kund:innen gebe ich nicht nur Theorie weiter, sondern die Tipps, Strategien und auch die Umwege, die ich selbst gegangen bin. Diese Ehrlichkeit schafft Vertrauen, weil sie spüren: Alles, was ich vermittle, habe ich selbst ausprobiert und für mich erfolgreich umgesetzt.
Was gibt dir selbst Rückenwind, wenn’s mal zäh wird? Gibt’s etwas, das dich immer wieder erinnert, warum du losgegangen bist?
Als Soloselbstständige:r muss man Rückschläge oft alleine auffangen – und genau da ist meine Frau meine größte Stütze. Sie hat immer einen Blick für das Positive, spricht mir Mut zu und steht hinter meiner Selbstständigkeit.
Ein wesentlicher Antrieb für mich war außerdem der Wunsch, die Erfahrung als Unternehmer selbst zu machen – für mich persönlich, aber auch für meine Tochter. Ich möchte ihr später den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern, wenn sie diesen gehen möchte. Denn gerade am Anfang ist nichts wertvoller als ein: Mentor:in oder Partner:in, der/die die Situation versteht und mit Rat und Tat unterstützt.
Stell dir vor, jemand steht kurz vor dem Sprung in die Selbstständigkeit – unsicher, ob das wirklich der richtige Weg ist. Was würdest du dieser Person sagen?
Mein Rat wäre:
- Brennst du für dein Thema? Wenn ja, wird dich diese Leidenschaft auch durch schwierige Phasen tragen.
- Suche dir Gleichgesinnte. Niemand versteht dich besser als Menschen, die selbst gerade gründen oder es schon hinter sich haben.
- Teste dein Angebot. Finde erste Kund:innen, die bereit sind, zu einem günstigeren Preis einzusteigen, und sammle ehrliches Feedback. So gewinnst du Sicherheit, ob dein Angebot wirklich gebraucht wird.
Vielen Dank für das tolle Interview, Matthias.
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