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Artikel vom 03. April 2018

Webadresse und Website – ein unschlagbares Paar

Website

Augen auf bei der Wahl der Webadresse. Foto: Bram Naus via unsplash.com

Wer viel im Netz surft, kennt das Phänomen – die Seite war super, die Inhalte hilfreich …aber wie war nochmal die Internetadresse? Die Wahl der passenden Webadresse (auch Domain genannt) ist neben dem Aufbau und den Inhalten einer Website mindestens genauso wichtig. Unsere Referenten Katrin Ohlmer und Dirk Krischenowski von der Hamburg Top-Level-Domain GmbH sind Experten für Internetadressen und Websites. Sie haben beim hei.gründerfrühstück ein paar hilfreiche Tipps gegeben.

Länderkennzeichen, Städtenamen und Regionen – Die Domainvielfalt ist groß

Gab es früher die klassischen Endungen wie .com, .org sowie Länderkennzeichen wie .de, .at etc. können seit einigen Jahren nun auch Städtenamen, Regionen sowie Branchen als Endung einer Webadresse verwendet werden. Eine spezifische Endung wirkt sich auch positiv auf das Google-Ranking aus. Seit 2014 ist auch .hamburg verfügbar und der Betreiber im Hintergrund ist die Hamburg Top-Level-Domain GmbH. Generell ist die Vielfalt an Endungen grenzenlos, sollte aber sinnvoll und „für sich sprechend“ ausgewählt werden (zum Beispiel eignen sich Endungen wie .club, .shop, .blog).

Ein gut durchdachter Bezug zum eigenen Konzept ermöglicht, dass die Webadresse suchmaschinenfreundlich und bei entsprechender Zielgruppe allgemein und sofort verständlich ist. Was an Webadressen noch frei ist, lässt sich über eine Prüfung bei einem Provider prüfen (zum Beispiel bei www.united-domains.de bzw. www.nic.hamburg). Entsprechend macht es Sinn, vor der finalen Wahl des eigenen Unternehmensnamens die Verfügbarkeiten der dazugehörigen Webadresse zu prüfen sowie den gewünschten Markennamen zu checken. Letzteres lässt sich leicht beim Deutschen Marken- und Patentamt (www.dpma.de) und beim Europäischen Markenamt (https://www.tmdn.org/tmview/welcome) vorab einsehen.

Die Internetadresse als digitales Aushängeschild

Kurze, einprägsame Begriffe mit max. 7-13 Zeichen machen klar das Rennen. Ist die gewünschte Webadresse bereits vergeben, kann man versuchen, den Registrar dahinter anzusprechen, ob er diese weiterverkaufen möchte. Oder aber man entscheidet sich für eine Alternative und nutzt Keywords, die interessierte Kunden auch verstehen. Hierbei hilft auch ein Blick in den Quelltext bei Wettbewerber-Webadressen. Lassen Sie auch Freunde und Bekannte Ihre „Wunsch“-Webadresse aufschreiben – kleinere „Hör“- bzw. Verständnisfehler helfen, die eigene Websiteadresse zu korrigieren („Radio-Test“). Oft schaffen auch Bindestriche zwischen den Wörtern Klarheit. Weiterhin sollte man auf Umlaute verzichten –  für internationale Leser sind sie unverständlich. Zu den weiteren Tipps unserer Referenten zählt generell die Wahrung der Namens- und Markenrechte anderer Unternehmen sowie der Hinweis, Typos von berühmten Marken nicht zu verwenden (also „Vertipper“, die dann zu einer Verwechslung führen könnten – zum Beispiel „jahoo“ statt „yahoo“).

Hat man sich für eine Wunschadresse entschieden, kann es auch Sinn machen, ähnliche Adressvarianten gleich mit zu registrieren und auf die Wunschadresse weiterzuleiten.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Mit Blick aufs jährliche Budget sollte im Voraus festgelegt werden, was man mit der eigenen Webadresse erreichen will und welche Leistungen selbst übernommen (Texte, Bilder) oder extern auslagert werden können. Anforderungen an die Webadresse wie beispielsweise eine barrierefreie Darstellung, Plugins und Ladezeiten können bei der Entscheidung mit einfließen. Bei der Vielfalt der Anbieter sollte man sich nicht nur an der vielleicht sehr günstigen Einstiegsgebühr fürs erste Jahr der Nutzung orientieren. Am Ende zahlt sich aus, in dem Kleingedruckten nachzulesen, was für Sonderleistungen zusätzlich gezahlt werden müssen und ob es eine deutsche Niederlassung des Anbieters gibt. Empfehlenswert ist es auch, sich gleich passende Email-Postfächer einzurichten. Interessante Zusatzaspekte sind auch Speicherplatz, Serverwahl, Content-Management-Systeme, Sicherheitsprodukte, SEO Unterstützung und viele weitere.

Egal, für welche Webadresse man sich entscheidet – im Vorfeld sollte man sich genug Zeit nehmen, um das generelle Ziel der eigenen Website festzulegen (z. B. Neukundengewinnung, Shop, Präsenz) und um Tippfehler zu vermeiden. Damit nicht aus lachsfilet.hamburg plötzlich ein lachfilet.hamburg zum Kundenschmunzler wird.

 

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