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Artikel vom 21. Juni 2022

Gründungsstart mit gelungener WordPress-Webseite: Interview mit Günther A. Biebl, Collaborato Training

Webseite gestalten

Mit WordPress betreibt man eine Webseite auf dem eigenen Webspace. Und profitiert beispielsweise von einer größeren Gestaltungsfreiheit als auch Unterstützung durch die User-Community. Markus Winkler via Unsplash

Wer sich selbstständig macht, muss mit seinem Angebot online auffindbar sein. Am besten mit einer übersichtlichen, gut strukturierten, informativen und SEO-optimierten Webseite. Denn zum einen geht es natürlich darum die eigene Gründung angemessen zu präsentieren. Und zum anderen diese auch zu vermarkten. Die Webseite wird dabei zum Dreh- und Angelpunkt aller Online Marketing Aktivitäten. Für viele erscheint die Erstellung der eigenen Webseite auf den ersten Blick als riesiger Berg Arbeit, den man nicht allein bewältigen kann. Aber ist das wirklich so oder kann man mit WordPress und etwas Know-How sich das ganze Projekt erleichtern und selbst zugänglich machen?

Wir haben Günther A. Biebl, den Inhaber von Collaborato Training, in einem kurzen Interview befragt. Und freuen uns schon sehr beim hei.frühstück, das nach einer langen Pause endlich wieder im Juni stattfinden kann, mehr von ihm dazu zu erfahren.

WordPress, Typo 3, Webseitenbaukästen zum Kauf: Was zeichnet WordPress aus?

WordPress erreicht eine ausgewogene Mischung. Nicht so komplex und umständlich wie Typo3 oder andere Content Management Systeme (CMS), aber dennoch flexibler als ein herkömmlicher Webseitenbaukasten. Außerdem macht es ja sowieso Sinn, eine eigene Webadresse (Domain) bei einem Provider einzurichten. Statt diese jetzt auf einen zusätzlichen Dienst umzuleiten, baue ich meine WordPress-Webseite einfach beim Webspace-Provider selbst. Habe ich dann Fragen bezüglich Domain, Mail oder Web, gibt es dort eine(n) Ansprechpartner:in, meist auch mit einem 24 Stunden Support. Natürlich nicht zu allen WordPress-Fragen. Aber dazu gibt es ja unser Seminar im hei.-Programm und ergänzend gute Anleitungen im Web. Außerdem: Dadurch, dass die meisten Webseiten weltweit (aktuell 43% Marktanteil lt. Kinsta) mit WordPress laufen, gibt es eine große Community, die sich gegenseitig unterstützt und WordPress mit gestaltet.

Warum eignet sich das System besonders für Gründer:innen, um sich digital mit einer eigenen Webseite zu präsentieren?

Dadurch, dass ich meine Webseite mit WordPress auf dem eigenen Webspace betreibe, habe ich mehr Freiheiten. Die Unterstützung aus der Community ist riesig. Das kann man alleine an der Anzahl von 500 kostenlosen und von WordPress.org überprüften Funktionserweiterungen von hunderten von Entwicklerteams feststellen. Daneben gibt es immer noch kommerzielle Funktionen, die zusätzlich angeboten werden. Hat man also einen besonderen Wunsch, oder stößt auf ein Problem, ist die Chance groß, dass schon jemand eine Lösung dafür gefunden und häufig auch kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Das ist ein anderer Ansatz, als den Betreiber eines Dienstes zu bitten, eine Funktion einzubauen und zu hoffen, dass das dann – wenn überhaupt – nicht nur im teureren Premiumpaket zu haben ist. Ausserdem hat WordPress echtes Wachstumspotential. Als Beispiel seien die Webseiten der Rolling Stones oder der Regierung der USA genannt, die auf WordPress laufen. Da ist Luft nach oben.

Welche Funktionen sollte man als Gründer:in unbedingt kennen und anwenden für die eigene Webseite? Worauf kommt es zum Start an?

Collaborato Training

Günther A. Biebl, Inhaber von Collaborato Training und hei. Seminaranbieter, ist Experte für die Erstellung von Webseiten. Foto: Privat

Ich empfehle von Anfang an die Seitenstruktur suchmaschinenfreundlich aufzubauen. Das heißt, zu jedem meiner wichtigen Angebote soll es eine eigene Leistungsseite geben. Diese kann dann gerne etwas langatmig geraten. Auch wenn das angeblich „niemand liest“, wie gerne gesagt wird. Es sollten schon ca. 900 Wörter Text auf diesen wenigen, besonderen Leistungseiten stehen. In Kombination mit dem kostenlosen WordPress-Tool „Yoast SEO“ bekommt man noch mehr Möglichkeiten zur Optimierung und wird bei Hinterlegung des gewünschten Keywords sogar auf Optimierungsbedarf hingewiesen.

Sobald die Seite online ist, sollte diese umgehend an der Google Search Console angemeldet werden. Erst dann weiss Google Bescheid und wirft in den nächsten 2 bis 3 Wochen einen Blick auf die Seite und nimmt sie in die Suchmaschine auf. Hier hilft wieder das Yoast SEO Tool bei der Einbindung des notwendigen „Meta-Tags“ für die Anmeldung.

Ausserdem: Sollte man über einen Newsletter zur Kundenbindung nachdenken oder über automatisierte Mailserien hilft das Tool „Mailpoet“, das direkt aus dem WordPress heraus – bis 1000 User kostenlos – Mails versendet und danach auch eine Auswertung anzeigen kann. Ich muss also keine Kundendaten an Dritte weitergeben. Das macht die Datenschutzerklärung schlanker und das notwendige „Double Opt-In“-Verfahren beherrscht das Tool sowieso.

Apropos Datenschutzerklärung. Ich generiere Impressum und Datenschutzerklärung fast immer mit e-recht24.de. In der Premiumversion merkt sich das Tool meine Einträge und ich kann mit einer WordPress-Funktion auf Knopfdruck die aktuellsten Rechtstexte in mein System laden. Es ändert sich hier ja doch immer mal wieder etwas an der Rechtssprechung. Für den Anfang reicht meist aber schon die kostenlose Version.

Letzer Punkt: Wenn ich über einen Blog nachdenke, in dem ich gelegentlich über meine aktuellen Themen schreibe – der Grund kann z.B. die bessere Suchmaschinen-Auffindbarkeit oder Kundenbindung sein – ist WordPress sowieso das Mittel der Wahl. Hier setzt WordPress einfach die Standards.

Lieben Dank an dich, Günther, für dieses sehr aufschlussreiche Interview!

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