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Artikel vom 11. Mai 2016

Nach 18 Jahren Österreich Existenzgründung in Hamburg

Für Existenzgründung in Hamburg kauft Jörg Miedke Mode aus Italien

Hamburger Existenzgründer Jörg Miedke kauft für seinen Laden about:blue fast alles in Italien

Eine Firma in Hamburg gründen, sich an die eigene Existenzgründung heranzutrauen: Das war nicht gerade die erste Idee von Jörg Miedke. Zumal er doch 18 Jahre in Österreich gelebt und in Festanstellung gearbeitet hat, bevor er nach Hamburg kam. Mode ist sein Steckenpferd. In der Produktentwicklung war er als Abteilungsleiter für einen großen Bekleidungshersteller verantwortlich für Mäntel. Doch dann hat er gekündigt. Warum? „Der Liebe wegen“, sagt der studierte Bekleidungstechniker. „Jahrelang zwischen Österreich und Hamburg zu pendeln, ist für eine Beziehung nicht gerade einfach“, gesteht Miedke. Also packte er seine Mäntel und zog nach Hamburg um. Allerdings hat sich der Diplom-Ingenieur für Bekleidungstechnik keinen neuen Job bei einem großen Mode-Label gesucht. Vielmehr wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit.

Welche Eigenschaften sind bei einer Existenzgründung wichtig

Er wollte einen Neuanfang mit allen Herausforderungen, Hürden und Hindernissen. Also entschied sich Miedke für eine Existenzgründung in Hamburg mit einem eigenen Laden für Herrenbekleidung. Jenseits der 50 wollte er es nochmal wissen. Erfahrungen hatte er ja genug gesammelt. Studium, Chefdesigner für neue Kollektionen, Produktmanager mit großer Abteilung. „Wenn man für einen der größten Umsatztreiber in einem Konzern verantwortlich ist, muss man immer auch unternehmerisch denken und handeln“, sagt Jörg Miedke, „als wäre es die eigene Firma“. Damit vereint Miedke zwei wichtige Eigenschaften, die notwendig bei einer Existenzgründung sind. Er kennt sich aus in seiner Welt der Männermode und er bringt unternehmerisches Know-how mit. Und so fing er an, die Gründung seiner eigenen Firma in Hamburg zu planen. Der Name seines Ladens stand schnell fest: about:blue.

Der beste Standort für ein Ladengeschäft in Hamburg

gehobener Freitzeit-Look bei Existenzgründung in Hamburg als Herrenausstatter

Miedke will Herrenausstatter für gehobenen Freitzeit-Look in Hamburg sein

Für den Modespezialisten steht die Qualität der Stoffe und die der Produkte im Vordergrund. „Anzüge gibt es überall zu kaufen“, erklärt Miedke. Da müsse er nicht mitmischen. Er wolle ein Herrenausstatter in Hamburg für den gehobenen Freitzeit-Look sein. Darauf richtet er alle sechs Monate seine Kollektion neu aus, weil es in Hamburg einen echten Bedarf hierfür gebe. Das stellte den Gründer allerdings auch vor eine andere offene Frage zu seiner Existenzgründung. Welcher Standort ist in Hamburg für einen Laden am besten geeignet?

Neue Kollektion musste 6 Monate vor Eröffnung bezahlt werden

Das Verhältnis Lauflage und Zielgruppe musste stimmen. Dabei durfte die Miete nicht zu hoch, der Laden nicht zu groß und die Investition in den Ladenausbau nicht zu teuer sein. Schließlich musste Miedke ja auch noch ein erhebliches Budget für die Vorbestellung der Kollektion aufbringen. Und diese muss lange bevor sie in der Ausstellung angepriesen werden kann, bezahlt werden. Komplett. Vorauskasse ist in der Modebranche üblich. Also bestellte der Herrenausstatter ein halbes Jahr bevor er überhaupt ein Ladengeschäft hatte, seine erste Kollektion in Florenz.

Erlös aus Immobilienverkauf steckt in Existenzgründung

Ladenfläche von Herrenausstatter about blue nach dem Umbau

Ladenfläche wurde von Grund auf renoviert

Eine zunächst als größte Hürde geglaubte Immobiliensuche entpuppte sich als großes Glück. Im Eppendorfer Weg hat ein Markisenhändler seine Räumlichkeiten aufgegeben, weil er sich vergrößern wollte. Vermieter und Mieter waren sich nicht nur sympathisch, sondern auch einig: Für eine Neuvermietung musste die Ladenfläche erstmal von Grund auf renoviert werden. Eine Investition in die Immobilie, die der Vermieter zu einem großen Teil mitgetragen hat. „Ein Business-Plan ist wichtig“, sagt Miedke, „um die Zahlen im Griff zu haben.“ Auch wenn er in diesem Fall keine Finanzierung brauchte. Weil er eine Immobilie in Österreich gut verkaufen konnte, hat der Herrenausstatter einen Großteil des Erlöses in seine Existenzgründung in Hamburg gesteckt. Allen anderen rät er, sich mit der eigenen Hausbank an einen Tisch zu setzen, um über die tollen Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen zu sprechen, die es in Hamburg gibt. Insbesondere die Investitionsbank Hamburg und die Bürgschaftschaftsgemeinschaft Hamburg, aber auch die KfW bieten Finanzierungen für Hamburger Existenzgründer an.

Hilfreiche Seminare für Gründer in Hamburg

Das Sortiment des Herrenausstatters soll immer frisch aussehen

Das Sortiment des Herrenausstatters soll immer frisch aussehen

Jörg Miedke will sich durch seine Kollektion von der Masse abheben und an Offline-Shopper in Hamburg richten. „Ausgesuchte Marken, bei denen die Produkte und die Qualität im Vordergrund stehen, nicht der Markenname“, das ist dem Herrenausstatter wichtig. Dafür eine Zielgruppe zu finden, bedeutet aber auch harte Aufbauarbeit. Denn die Kunden-Frequenz im Einzelhandel sei ein großes Problem. Die Kunst bestehe darin, das Sortiment immer frisch aussehen zu lassen. „Jeder Kunde wird begrüßt und dann entscheidet der erste Satz, wie’s weitergeht“, weiht uns der Gründer ein. „Bei alledem ist Durchhaltevermögen angesagt.“ Drei Jahre sollte man schon puffern können, insbesondere dann, wenn man wie er kein Netzwerk hat. Um dennoch schnell Kontakte in seiner neuen Heimat Hamburg zu knüpfen, hat er auch die Angebote der Hamburger ExistenzgründungsInitiative hei. vermehrt genutzt. Über das Scheckheft der hei. hat er viele hilfreiche Seminare für Gründer gefunden, die ihm mit Expertenwissen und Tipps zum Thema Gründung geholfen haben. Und weil diese Seminare auch noch gefördert werden, schonen sie den Geldbeutel bei einer Firmengründung. Aber auch beim Gründerfrühstück der hei. hat Miedke viele Kontakte für sein Netzwerk in Hamburg geknüpft, auf die er immer wieder zurückgreifen kann, wenn es zum Beispiel um Werbemittel für Gründer geht, Pressearbeit oder einfach nur Flyer, die der Herrenausstatter in benachbarten Läden auslegen darf.

Eine Firma in Hamburg zu gründen, war die richtige Entscheidung

„Diskretion ist selten, aber schön“, sagt Miedke. Deshalb gibt es bei ihm auch kein aufdringliches E-Mail Marketing. Lieber kommt er mit den Kunden seines Ladens in Eppendorf persönlich ins Gespräch. Heute sagt Jörg Miedke von sich selbst: „Ich bin glücklicher denn je und mir geht es besser als eigener Herr in meinem Unternehmen.“ Er hat Freude am Beruf und seinem Ziel, vernünftig davon leben zu können, kommt er dabei immer näher. Auch wenn er, anders als damals in Österreich, von der Putzfrau bis zum Chefeinkäufer alles in einer Person ist. So sei die Gründerzeit eben. Eine Firma in Hamburg zu gründen, war für Jörg Miedke genau die richtige Entscheidung.

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